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Online-Bewerbung -als Bewerber schon gar nicht!
Die meisten Stellenanzeigen haben nach meiner Erfahrung noch nicht einmal eine Bewerbung verdient. Und von wegen schriftlich bewerben - 90 Prozent der größeren Unternehmen geben absichtlich kein postalische Adresse an, sondern verweisen auf ihr Job-Portal, in der eine SAP- oder anderweitige HR-Software nach irgendwelchen kryptischen Schlüsseln auswählt. Danach werden Standard oder pseudo-personalisierte Absagen verschickt. Zum Teil ohne richtigen Bezug, Absender, Anschrift oder Telefonnummer.
Es sind die Bewerber, die die Schnauze voll haben von Stellenanzeigen die keine sind, von Ingenieursverleihern, von einer Art Sklavenhandel mit staatlich unterstützter Gelddruckerei. Es reicht mit Absagen, die so nichtssagend sind wie die Aussagen von Politikern und Innen vor Wahlkämpfen. Als Bewerber fühlt man sich wie ein Mensch zweiter Klasse, als Bewerber über 40 wie HR-Abfall. Spezialistenmangel - aber ja, allerdings im Personalbüro! Solange Menschen mit Antworten bedacht werden, die eine Existenzangst nur noch verstärken, solange sich in der vollautomatischen HR-Spielwiese nichts grundlegend verändert und endlich auch Personaler mit "Lebenserfahrung" statt Theorie und Wirtschaftsdiplom das Sagen haben, solange haben diese Firmen auch keinen Anspruch auf individuelle Bewerbungen. Wer Individuen und Persönlichkeiten will, der soll sie auch so behandeln. Vorher, während und nach dem Arbeitsverhältnis. Personal führen ist eine Kunst, kein Technokratenjob! Und Menschenkenntnis lernt man im Leben, mit der Zeit und nicht in Wochenendseminaren!
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Querschläger
Geändert von Querschläger (27.05.2012 um 10:31 Uhr). |
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