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Kleiner Laden, 1700 DM Inventurdifferenz
Ich hatte vor ca. 15 Jahren ein kleines Ladengeschäft mit insgesamt 3 Mitarbeitern. Trotz EDV-gestützter Scanner-Kasse und Lagerbuchhaltung hatten wir schon nach wenigen Monaten ca. 1700 DM Inventurdifferenz. Das war ziemlich viel für den kleinen Laden. Ich mußte eines Tages sonntags in mein Geschäft und war verwundert, weil die Tür offen stand und der Schlüssel steckte. Der Ehemann einer Angestellten, (er war damals Dezernent für Umwelt und hatte den Höhenflug nicht ganz verkraftet) hatte sich zu Hause gelangweilt, den Schlüssel der Ehefrau genommen und sich ein paar Computerspiele geholt. Dreist lief er mit einem Packen Zeugs an mir vorbei, fragte mich, ob ich dann zuschließen würde und daß seine Frau "das morgen klärt".
Am darauffolgenden Tag (ich hatte bereits am selben Tag um 19 Uhr die fristlose Kündigung bei denen persönlich vorbeigebracht) kam die Ehefrau -meine ehemalige Angestellte- noch einmal vorbei, brachte einen Stapel von Dingen von zu Hause mit, die sie jetzt "kaufen wollte", und Dinge, die sie "anstandshalber" zurückbrachte. Sie hat dann für "mehrere hundert DM eingekauft" und mich gebeten, von einer Strafanzeige abzusehen.
Mit der Begründung in der fristlosen Kündigung konnte sie ja schlecht zum Arbeitsamt gehen, so was spräche sich möglicherweise herum und ihr Ehemann sei ja Dezernent...
Das sind so meine Erfahrungen mit Inventurdifferenzen, die ich hier mal kundtun möchte....
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