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Alt 14.03.2011, 10:25
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Oft ist weniger mehr

Beitrag des Querschlägers vom 14. März 2011 zur Umfrage
"Warum wollen Firmen weniger Office-Updates haben als von Microsoft erwartet und halten stattdessen an alten Programmen fest?"
(Umfrageergebnis ansehen)


Irgendwie ist die Botschaft der neuen, übersichtlicheren, leichteren, intuitiveren und noch intelligenteren Benutzeroberfläche der Office-Version 2010 noch nicht so recht beim Benutzer angekommen. So wie bei Vista und auch konsequenterweise bei Windows 7 wurden beim neuen Office die Menüstruktur und einige brauchbare Funktionen in verschachtelten, nicht unbedingt logischen "Unterunteruntermenüs" versteckt. Nun prangt blühender Unsinn in Form von Wetterberichten, Diashows und News auf dem Desktop.

Bei Office wurden nicht nur die Paketkomponenten geändert, auch Oberfläche, Funktionen, Formatvorlagen, Feldeigenschaften entziehen sich der gewohnten Produktivität. Wer will da freiwillig wechseln? Auch Adobe, ebenfalls bekannt durch suboptimale Menüstrukturen und merkwürdige Logik, wundert sich, dass seine Kunden nicht jede Pixelkosmetik mitmachen.

Den Wert des Marketinggeschreis weiß die professionelle Kundschaft heutzutage einzuschätzen. Wenn dazu noch der sichtbare Nutzen fehlt, sind Versionswechsel für die Anwender nur eines: teuer. Und was genau sollen die neuen Office-Programme besser können? Die PDF-light-Funktion oder das proprietäre XML-Format?

Der Office-Umsteiger von 2003 darf zuerst einmal ein paar Tage mit Menüanpassungen verschwenden und Grundfunktionen suchen. Arbeitet er gar professionell, ist Frustration Programm. Sich nach 15 Jahren Office-Erfahrung wie ein Anfänger im Grundkurs zu fühlen, trägt nicht gerade zu einer Umsteigeempfehlung bei.

Und sollte wirklich etwas verbessert worden sein, ob Stabilität oder was auch immer – es interessiert dann nicht! Groß verwundert kann Microsoft aber darüber nicht sein, sprechen doch die Foren und Umfragen seit Jahren eine eindeutige Sprache. Bunt und laut ist ja so viel einfacher und profitabler als ein leiser, intelligenter Fortschritt.

Mein Fazit: Wieso ist die Fähigkeit des Vorausdenkens in den Schlüsselpositionen der heutigen Produktentwicklung oftmals verloren gegangen? Die Jugend bei Microsoft & Co. muss lernen.

Bis demnächst, Euer Querschläger!
(Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.)
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Alt 13.04.2011, 19:39
Benutzerbild von edv-crew
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edv-crew befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Hey,
da muss ich dir vollkommen recht geben. Ich bin auch noch bei Office 2003 hängen geblieben und werde es auch so lange wie möglich! Das Design aus 2007 und 2010 ist meiner Meinung nach total Käse. Da hat man sogar von OpenOffice mehr.

Bei den Kunden, die auf 2007 oder 2010 umgestiegen sind, gibt es auch wenig Zufriedenheit. Die einfachsten Dinge in Word sind total anders geworden… Vielleicht geht ja Microsoft wie beim DocX-Format sogar mit der Menüstruktur wieder einen Schritt zurück oder vereinfach die Umstellung auf die klassischen, gute alte Struktur…
__________________
Mit freundlichem Gruß,

Christian Ressel
Inh. EDV-Crew
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