|
|||
|
Broker sind doof - e-tailer sind doof - aber ich bin so clever?
Sehr geehrte Leser,
nachdem ich mir jetzt etwa 100 Berichte durchgelesen habe, verstehe ich ehrlich gesagt die Meinung des sogenannten Fachhandels gar nicht mehr. (etwas provozierend – das ist aber beabsichtigt) Immer wieder tauchen Angaben zu Herstellern auf, die ja in der Distribution so teuer sind, den Etailern aber angeblich nachgeworfen werden. Wenn dem so ist, dann verkaufen diese Händler einfach nur das falsche Produkt. Wer sich als Fachhändler auf die Ebene eines Endkunden begibt und sich die Mühe macht sämtliche Onlineshops wegen einigen geringen Ersparnissen zu durchforsten, der hat leider keine Ahnung von seinem Kerngeschäft und verkauft sich völlig falsch. Wer als Fachhändler mit einer Einstellung einkauft, dass er auf keinen Fall bei einem Broker (ich nenne das lieber Metadistribution) bestellen möchte, der soll und darf sich nicht über evtl. schlechtere Einkaufspreise beschweren. Synergien in der Produktbeschaffung sind ein legitimes Mittel zum Zweck. Niemand darf aber erwarten, dass ein Distributor aus zweiter Reihe in Preisvergleichen für seine Topseller auch seine besten Preise offenlegt. Hier zeigt sich die Cleverness der Subdistribution, die ihre Kunden gerne auch telefonisch betreuen und eine entsprechende Preisgestaltung erst dann anbieten, wenn eine Anfrage auch konkret als Projekt identifiziert werden kann. Hier wird die Preisgestltung eher moderat behandelt. Ich möchte hier keine Werbung machen, verweise aber darauf, dass kleinere Distributoren durch gebündelte Einkaufsstrategien häufig bessere Preise machen können. Hier mangelt es häufig an dem Einsatzwillen des Fachhandels entsprechende Preise einzuholen, offen über Projekte zu sprechen oder Zielpreise abzugeben. Recht gebe ich denjenigen, die einige Broadliner an den Pranger stellen, weil diese auch ohne Skrupel unter anderen Bezeichnungen direkt bis zum Endkunden liefern. Das zum Teil mit erheblich besseren Konditionen als für den normalen Fachhandel. Verstehen müssen Sie aber auch, dass die Distribution kein Interesse an einer Vielzahl von Anfragen hat, die dann durch solche Schweinepreisdiskussionen (ich habe das aber 50ct. billiger gesehen) letzten Endes eh nicht zur Bestellung werden. Hier ist Verkaufstalent gefragt – wer sich auf die Argumentation des Kunden einlässt, der verfehlt hier seinen Job. Extremfall Software – viele Fachhändler haben keine Ahnung davon, dass sie Äpfel mit Birnen vergleichen. Gelabelte OEM werden zum Vergleich gegen Retail und SB Ware herangezogen und Gebrauchtware darf auch nicht preiswerter sein als neue Lizenzen mit Support. Aufwachen Kollegen. Extremfall Hardware – wer sich dem Broker verschließt, der hat seine Entscheidung getroffen. Wir sprechen hier nicht über illegale Importe oder Fälschungen (da sollte der FH schon wissen was er kauft), sondern über Neuware für den deutschen Markt. Entschuldigung, aber wer sagt er möchte seine SAS Platte von HP lieber bei A… für 199 Euro kaufen als bei Z… für 169 Euro, dem ist nicht zu helfen. Und wenn der Preisunterschied beim Autoloader nach Rückfrage gleich 400 Euro beträgt, dann rennt man am besten gleich lost und heult, statt seinen möglichen neuen Lieferanten beim Wort zu nehmen und eine erste Order zu tätigen. (hier warne ich allerdings vor Vorkasse etc. – seriöse Anbieter im Bereich der Subdistribution haben so etwas nicht nötig, sofern Ihr Unternehmen versicherbar ist) Clever einkaufen bedeutet auch neue finanzielle Grundlagen zu schaffen, durch Umverteilung von Limits und Zahlungszielen. Wer im Onlinehandel kauft, der ist doch nichts weiter als ein Endkundenbroker. Ich fände es etwas peinlich und würde mein Geschäft aufgeben, oder eben auf andere Produkte setzen. Die Außnahme sind Chargenartikel, die durch extremes Volumen dem Etailer zum Vorteil werden. Das ist doch nur legitim – er macht seinen Job – Sie machen Ihren. |
|
|||
|
Eigentlich ganz einfache Gleichung:
Hersteller + % an Disti Disti + % an Händler Händler + % an Endkunden Wenn es einem Glied in dieser Kette nicht mehr möglich ist mit % zu verkaufen, dabei denke ich nicht an 3%, davon bleibt ja die Hälfte schon beim Kreditinstitut, sondern von fairen Margen wie in jeder anderen dienstleistungsintensiven Branche, dann wird auch die Kette nicht mehr funktionieren. So einfach ist dass. Und Deine Ausführungen Ottokarl, finde ich in diesem Zusammenhang nicht zielführend, sondern gewöhnlich. Genau wegen dieser Schein- Argumente gibt es auch das interne Forum. Ich würde Dich gerne dazu einladen, sofern Du Fachhändler bist. Wenn Du Dich als Distributor klassifizieren würdest, dann mach uns doch ein faires Angebot. Darauf warten wir gerne. Da fällt mir ein, kennst Du einen Heizungsinstallateur, Elektriker, Autohändler, Goldschmied, ect. der seine Waren nur durchschiebt um an die Dienstleistung zu kommen?
__________________
b.kroenauer |
|
|||
|
Zitat:
![]() |
|
|||
|
Nabend,
nach diesem Beitrag, also dem Eröffnungsbeitrag, muss ich hier auch mal zu Wort kommen. Kurz zum Hintergrund, ich lese hier schon seit einigen Monaten mit und bin verwundert, wie man hier so auf die Distris schimpft. Ich selber kann bestätigen, bei einem IT Distri zu arbeiten. Dies beeinflußt natürlich meine Meinung, generell habe ich aber ein gewisses Hintergrundwissen und frage mich, wie wenig andere Kollegen ihre Fachhändler über das Geschäft aufklären! Heutzutage verwundert es mich immer wieder, wieso Fachhändler mit einem Umsatz von ca. 200 - 500 K pro Jahr Partner von großen Unternehmen (HP, FSC(FTS), CISCO) werden. Es gibt für dieses Kundenklientel nicht den Hauch einer Chance, bei größeren Projekten berücksichtigt zu werden (ü15-20 K), da die Hersteller sowas mit ihren dicken Partnern generieren. Dann wundern sich die "Kleinen" darüber, dass sie schlechtere Preise erhalten und in der Regel ausgeboten werden. Nur mal ein Beispiel: Ich nehme einfach das gr. Systemhaus in Deutschland, damit sich keiner direkt angesprochen fühlt. computacenter kauft für mehrere Millionen bei HP ein, die haben ihre eigenen Preise (Nachlass auf GPL, Kommunenpreise) und können damit generell kalkulieren. Nun fragt Händler XY bei Distri YZ nen Projektpreis an. Sein Preis ist bestimmt auch besser, als der Standard VK Distri Preis, aber bei weitem nicht so gut, wie die Einspielung für Computacenter. Nun meine Frage, ist das gerecht? hat der Großhändler für Stahl/Öl/Wolle bessere Konditionen , als der "Kleine"... Ich selber habe einige Kontakte zu sehr guten Brokern und bei jedem meiner Kundengespräche verweise ich auch darauf! Dann kommt aber die Aussage des Fachhändlers, er sei ja schließlich Partner und wenn er sein Umsatz-Ziel nicht erreicht, bekommt er keine Bonis... wo liegen denn bitte diese Bonis??? 2-3 % auf den Jahresumsatz halte ich bei dieser Umsatzgröße schon für hoch gegriffen ! Ok sage ich, ich selber könnte pro Produkt ca. 10 % im Durchschnitt günstiger anbieten. Aussage vom Fachhandel, aber anrufen möchte er nicht, das kostet ja zu viel Zeit und wenn er überall hinterher telefonieren muss, bleibt ihm keine Zeit für andere Dinge ! ! ! Dies bringt mich zum Post von Otto, wo ich ein gewisses Verständnis erkenne und sagen muss, Du/auch gerne Sie ,-) machst es richtig und jeder Fachhändler hat die Chance, die Quellen zu finden ! Dein Post McLord finde ich ebenfalls mal wieder sehr sachlich und gut gelenkt, allerdings bringt es in meinen Augen nichts, die Distris zu boykottieren, da die Hersteller und einzig und allein die Hersteller für die Preise verantwortlich sind. Ich habe es noch nie erlebt, dass ein Geschäft einzig vom Distri frei gegeben wurde, ohne die dementsprechenden Hersteller Quotes! In diesem Sinne, als Disti komme ich nicht ins Chic Forum, sonst hätte ich dies bestimmt nicht veröffentlicht. Aber das musste auch mal gesagt werden ! einen schönen Abend noch tac |
|
|||
|
Tja was will ich dazu sagen..
Gerade wieder ein Netbook bei NBB bestellt...weils bei meinen Distris einige Euro teurer war...und ganz ehrlich: ich fühl mich dabei richtig gut..... Ich habe hier keine 400.000 € , sondern lediglich 400 € Umsatz erzeugt... na und.... Ich verstehe auch den Vorposter, aber es kann , und das hatten wir hier 100x, nicht sein dass ein Privatfuzzi mit 400 € Umsatz deutlich bessere Preise (in der Regel) bei Notebooks bekommt....als jeder Fachhändler der im tollen "Großhandel" kauft. Eigentlich wollte ich dazu gar nix mehr posten...es löst immer die gleichen Gedanken aus. Aber mal ehrlich Leute.setzt euch doch mal 1 Minute in Ruhe hin und denkt wirklich nur mal über diesen EINEN Punkt nach.....unsere "Kundschaft" kauft günstiger, und zwar fast immer, als wir Händler im Einkauf, ohne Fixkosten etc. je zahlen würden.´..und das obwohl sie nur 1 Bestellung tätigt Wir laufen täglich dem Großhandel hinterher und betteln um einen Preis der ANNÄHREND an NBB etc. rankommt...toll. Geändert von thepc (19.10.2009 um 21:34 Uhr). |
|
|||
|
Zitat:
wenn ich die Aussage richtig interpretiere muss ich wegen ein, zwei Geräten nur anrufen und erhalte in der Regel dann einen um bis zu 10% besseren Preis? Das möchte ich bezweifeln!
__________________
b.kroenauer |
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|
















Linear-Darstellung
