Stromkosten der Telefonie-Technologie im Unternehmen pro Jahr in Euro

Unternehmen mit 100 Mitarbeitern

Unternehmen mit 500 Mitarbeitern

Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitern

Standard TK-Anlage

6.109,99

23.714,93

51.256,22

Hybride TK-Anlage

8.948,23

35.320,18

64.879,78

VoIP-Anlage mit VoIP-Telefonen

9.337,18

35.582.98

66.246,34

VoIP-Anlage mit Softphones

6.498,94

23.977,73

51.361,34

Gründe für die Unterschiede liegen in der erwünschten Verfügbarkeit der Telefonsysteme: Für die VoIP-Systeme sind - Stichwort Redundanz - mehr Koppelkomponenten notwendig. Erfreulich ist darin zwar für jeden Systemadministrator und Nutzer, dass das Datennetz durch VoIP eine Verfügbarkeit und Redundanz erhält, die es bisher nicht hatte. Dennoch ist unübersehbar, dass die Energiekosten deutlich steigen. Insbesondere dann, wenn der Nutzer am Schreibtisch von der neuen Technik nichts merken soll oder will, also weiterhin herkömmliche Tischtelefone einsetzen möchte.

Der Unterschied zwischen VoIP-Telefonapparaten auf jedem Schreibtisch und der Nutzung der bereits in den Laptops integrierten Softphones ist in Sachen Stromverbrauch signifikant. Letzerer entspricht fast dem niedrigen Stromverbrauch einer klassischen Telefonanlage. Die Kostenunterschiede zwischen einem VoIP-Tischapparat und einem guten Headset bieten darüber hinaus noch erhebliche Einsparungspotentiale und sprechen für eine PC-Telefonielösung.

Weiteres Einsparpotenzial bietet sich laut VAF jedoch dann, wenn Strom fressende Server im Rechenzentrum ersetzt werden. Dedizierte Server verbrauchen stündlich etwa 550 Watt, moderne Blade Server nur noch 175 Watt pro Stunde. Allein durch den Einsatz von Low-Voltage-Prozessoren lässt sich schon eine Kosteneinsparung von rund 30 Prozent erzielen.

Aber es geht nicht nur um Strom sparende Prozessoren: Auch Netzteile, Memorys oder Lüfter tragen erheblich zum Stromverbrauch bei. Auch die Virtualisierung der Server und Anwendungen trägt zur Kostenreduzierung bei. Die meisten Server weisen heute im Rechenzentrum eine durchschnittliche Auslastung von 20 Prozent auf. Durch Virtualisierung kann die Auslastung um ein Mehrfaches verbessert werden. Eine Optimierung der Serverinfrastruktur führt in der Regel dazu, dass ohne Verlust an Verfügbarkeit oder Beeinträchtigung der Service-Level, weniger Maschinen betrieben werden müssen.

Fazit des VAF

Es gibt drei Hebel, um IT-Projekte energieeffizienter zu machen: Den Verbrauch reduzieren, die Infrastruktur optimieren und die Ressourcen effizienter nutzen. So lassen sich mit der richtigen Auswahl der Server- und Netzwerkkomponenten in Kombination mit intelligenten Betriebskonzepten erhebliche Energieeinsparungen vornehmen. Dies sollte jeder bedenken, der gleichermaßen Umweltschutz und Kosteneinsparungen erreichen will. (go)

Im Anhang finden Sie die komplette Vergleichsanalyse zum Download.

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VAF Vergleichsanalyse (229 kB)

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