Das größte Wachstumspotenzial sehen die Hersteller zurzeit in der farbigen Beleuchtung von Architektur oder Verkaufsräumen. Denn keine andere Lichtquelle erzeugt so flexibel kräftige Farben und lässt sich somit für höchst individuelle Anforderungen einsetzen. Doch auch in privaten Wohnräumen sorgt die Flexibilität der Leuchtdioden für ihre zunehmende Verbreitung.

Philips zum Beispiel setzt auch bei seiner Ambilight-Technologie inzwischen auf LEDs: Diese projizieren auf die Wände um den Fernsehbildschirm sanftes Umgebungslicht, das sich automatisch der Farbe und der Helligkeit des Fernsehbildes anpasst.

Auch die Wohnraumleuchte LivingColors, bei der das gewünschte Lichtambiente per Fernbedienung ausgewählt wird, basiert auf der LED-Technologie. Mit bis zu 16 Mio. Lichtfarben verwandelt sie jedes Zimmer in einen emotionalen Erlebnisraum, passend zur gewünschten Stimmung und zum Anlass.

Im Bereich des weißen Lichts ist die Ausbeute der LEDs noch nicht so hoch wie die einer Leuchtstofflampe, allerdings arbeiten die Hersteller daran, diese zu erhöhen. Lichtausbeuten von 100 Lumen pro Watt - das entspricht in etwa der Lichtausbeute einer modernen Metallhalogenlampe - halten die LED-Spezialisten von Philips mittelfristig für möglich.

Auf der Messe Light+ Building in Frankfurt hat der Konzern im Frühjahr neben den Ledino-Leuchten für den Wohnraum auch Lichtlösungen für die Allgemeinbeleuchtung mit weißem Licht in Büros und Verkaufsräumen präsentiert. Je mehr sich Lichtqualität und Herstellungskosten den herkömmlichen Leuchtstofflampen angleichen, desto mehr werden sich LED-Leuchten durchsetzen. Allein schon wegen ihrer langen Lebensdauer und des geringen Stromverbrauchs.

Bis zu 50.000 Stunden lang produzieren LEDs heute schon Licht und sind damit praktisch wartungsfrei. Dabei verbrauchen sie deutlich weniger Energie, weniger sogar als Energiesparlampen. Eine LED erreicht im Hochleistungsbereich eine Leistung von einem bis fünf Watt.

Während bei einer Glühlampe nur fünf Prozent der thermisch erzeugten Strahlung in sichtbares Licht umgesetzt werden und 95 Prozent als Wärme verloren gehen, ist es bei der aus einem Festkörper bestehende Leuchtdiode umgekehrt: Experten haben errechnet, dass durch den Tausch aller Glühlampen gegen LEDs ein Energieeinspar-Potenzial von 12,5 Millionen Tonnen Steinkohle pro Jahr entstünde.

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