Testbericht: Enermax Twister-Serie – Gehäuselüfter
CP product expert:
Ute Engelmann & Andre Engelmann, IWT-Engelmann GbR
Hersteller und Name des Testgeräts:
Enermax UCMA12 Magma (Zur Produktseite)
Enermax UCEV12 Everest (Zur Produktseite)
Enermax UCCL12 Cluster (Zur Produktseite)
Testzeitraum:
18.08.2008 bis 30.08.2008
UVPs:
Magma – 12,90 Euro
Everest – 13,90 Euro
Cluster – 16,90 Euro
HEKs: Angabe nur in der CP-Printausgabe oder im e-Paper
Offizielle Distributoren: API, b.com, COS, Devil, Ingram Micro, PNL-Tec, Wave
Leise Brise von Enermax
Erster Eindruck / Haptik
Im griffigen Blisterpack werden die drei 120er Gehäuselüfter von Enermax ausgeliefert. Schon von außen sind die Kühler und das Zubehör sichtbar. Die Verpackungsaufschrift enthält nur englischen Text und verwendet ungebräuchliche Abkürzungen, zum Beispiel „100 k hours“. Selbst technikaffine Kunden haben damit Schwierigkeiten.
Bei den Modellen „Everest“ (transparent) und „Cluster“ (weiß) besteht der Rahmen teilweise aus Alu mit eingestanztem Enermax-Logo. Beide haben eine LED-Beleuchtung, wobei der Schalter beim Cluster lose hing. Das billigste Modell „Magma“ ist deutlich schwerer und mit seinen roten Rotorblättern sehr gewöhnungsbedürftig.
Einbau
Wie alle Gehäuselüfter so sind auch die drei von Enermax ruckzuck montiert (ein bis zwei Minuten). Die Kabellänge für die Stromversorgung ist absolut ausreichend. Everest und Cluster bringen den Schalter zum Ein-/Ausschalten der LED-Beleuchtung in einem der Schraublöcher des PC-Gehäuses unter. Einmal eingeschaltet kommt man nur noch mit einer Kugelschreiberspitze an den Schalter heran, da er sich zu weit ins Innere schiebt. Der Everest hat zusätzlich einen Temperatursensor, der an beliebiger Stelle befestigt werden kann.
Verkaufsargumente und Marge
Preislich liegen die Enermax-Lüfter knapp unter ähnlichen Modellen von Papst. Zum Assemblieren von PCs gibt es preiswertere Alternativen, zum Beispiel der Arctic Cooling „AF12025″ oder der Tacens „Aura Ice 12cm”.
Stärkstes Verkaufsargument ist der angenehm leise Betrieb der Enermax-Kühler. Dazu kommen speziell geformte Rotorblätter für einen höheren Volumenstrom und die einfache Demontage der Rotorblätter zu Reinigung. Dem steht ein vergleichsweise hoher Preis ab circa zehn Euro entgegen. Als Zielgruppe dieser Lüfter sehen wir junge Modding-Fans und Gamer.
Der durchschnittliche Verkaufspreis liegt 10-15% über den HEKs. Die billigsten Angebote, die wir über eine Preissuchmaschine ermittelten, sind nur zwei bis drei Prozent höher als der HEK.
Der Vertrieb der Lüfter sollte unbedingt mit anderen Produkten oder Serviceleistungen gekoppelt werden, da der Verkauf sonst nicht lohnt.
Vorteile für den Kunden
Der Kunde bekommt ein gut verarbeitetes Produkt mit viel Zubehör. Gemäß seinem eigenen Lärmempfinden kann er zwischen 12, 14 und 18 dbA Lautstärke wählen. Vor allem junge Kunden schätzten die LED-Beleuchtung als Blickfang im Rechnergehäuse. Der Magma-Kühler wurde mehrfach aufgrund der roten Farbgebung abgelehnt.
Packungs-Zubehör
Alle Lüfter werden mit vier Schrauben, vier Anti-Vibes und einem Stromadapter geliefert. Ebenso liegt eine mehrsprachige Einbauanleitung jeder Packung bei. Das transparente Modell Everest enthält zusätzlich drei farbige Sticker zur Verzierung der Rotorblätter.
Fazit mit Empfehlung
Wer selbst PCs baut, kann die Enermax-Lüfter links liegen lassen und sich billigerer Ware bedienen. Die LEDs sind bei Business-Kunden fehl am Platz. Private Kunden entscheiden sich für den Cluster und an zweiter Stelle für den Everest. Sie bemängeln aber die hohen Preise.
Auch unsere Favoriten sind die Modelle Everest und Cluster mit zwölf beziehungsweise 14 dbA Lautstärke. Das transparente beziehungsweise weiße Gehäuse ist ein dezenter Hingucker in Spiele- und Design-PCs mit Seitenfenster. Wer also eine entsprechende Klientel vorweisen kann, sollte die Kühler ins Sortiment aufnehmen.
Wertung:



