Conceptronic MediaGiantPlus CM3GP

CP product expert: Waldemar Spanier
Hersteller und Name des Testgeräts: Conceptronic “MediaGiantPlus CM3GP”
http://conceptronic.net/site/desktop…3020&pid=CM3GP
Testzeitraum: 12.12.2008 – 09.01.2009
UVP: 279 Euro
Distributoren: Actebis Peacock, API GmbH, Devil, Multitronic GmbH, Wortmann AG

Erster Eindruck:
Die Verpackung ist stabil. Das Gerät ist darauf abgebildet und die wichtigen Eigenschaften gut und deutlich hervorgehoben. Dies kann beim Verkaufsgespräch unterstützen.
Nach dem Auspacken überrascht die große Anzahl an Kabeln und Adaptern, die beigelegt sind. Sie reichen für alle erdenklichen Anschlussmöglichkeiten aus. Oft werden Anschlusskabel für solche Produkte als Zubehör verkauft und sind nicht im Lieferumfang enthalten.
In der Verpackung sind folgende Kabel und Adapter enthalten:
• RF-Antennenkabel
• Composite-Video-Kabel (roter, weißer, gelber RCA-Stecker)
• S-Video-Kabel
• Component-Videokabel (roter, grüner, blauer RCA-Stecker)
• Digitales Koaxial-Audiokabel (schwarzer RCA-Stecker)
• SCART-Adapter für Composite-Video-Kabel/ S-Video-Kabel
• HDMI A/V-Kabel (HDMI 1.3)
• Netzwerkkabel
• USB-Kabel

Ebenfalls enthalten sind die Fernbedienung und ein mehrsprachiges Handbuch in gedruckter Form. Dieses ist auch als Datei von der Herstellerseite herunterladbar. Leider ist es nicht sehr genau und hat ein paar Fehler. Zum Beispiel werden für die Fernbedienung im Handbuch Batterien des Typs CR2025 vorgegeben. Tatsächlich wer-den AAA Batterien verwendet, die der Packung auch beiliegen.
Die Fernbedienung liegt gut in der Hand und fühlt sich durch die Softlack Lackierung angenehm an.
Das Gerät hat sehr viele Anschlussmöglichkeiten und sogar einen Hauptschalter mit dem der Strom komplett abgeschaltet werden kann.
Hier die Ein- und Ausgänge
• Mini-USB-Buchse (für Anschluss an PC)
• USB-Host-Port
• DV-Eingang
• Taste zum ‚Öffnen’ der Frontblende
• TV-Tuner-Ausgang
• TV-Tuner-Eingang
• AV-Composite-Videoausgang
• Digitaler koaxialer SPDIF-Ausgang
• Haupt-Ein-Aus-Schalter
• LAN (RJ45)-Anschluss
• HDMI-Ausgang
• AV2-Component-Videoeingang
• AV2-Audioeingang (L/R)
• AV-Audioausgang (L/R)
• AV-Component-Videoausgang (Y/Pb/Pr)
• S-Video-Ausgang
• Optisch-digitaler SPDIF-Ausgang
• Wechselstromeingang (110 ~240V)

Inbetriebnahme
Das Gerät ist schnell angeschlossen und die Inbetriebnahme ist einfach. Der Anwender muss sich nur ein wenig mit den verschiedenen Anschlussarten auskennen. Das Einschalten des Gerätes dauert ca. 45 Sekunden bis es „hochgefahren“ ist. Eine sofortige Verfügbarkeit, wie bei einem normalen DVD Player, kann nicht erwartet wer-den.

Arbeiten.
Als erstes fällt auf, dass das Gerät mit einer Verzögerung von ca. 2 Sekunden auf Befehle der Fernbedienung reagiert. Man wird verleitet ein zweites Mal auf die Navigationstasten zu drücken und schon ist man im nächs-ten Menü in das man gar nicht wollte.
Die 640 GB Festplatte ist in 4 Partitionen unterteilt. Jeder Partition hat eine eigene Aufgabe und Verwendung:
Time-Shifting-Pufferpartition: ~ 4,85 GB
Aufzeichnungspartition: 50% des Festplattenspeicherplatzes.
FAT32-Medienpartition: 25% des Festplattenspeicherplatzes.
NTFS-Medienpartition: 25% des Festplattenspeicherplatzes.
Diese Aufteilung kann im Menü und auch über eine komplette Formatierung verändert werden.

Die Bedienung in der Praxis ließ zu wünschen übrig. Auch nach einer durch den Hersteller empfohlenen Aktua-lisierung der Firmware blieben einige Mängel weiterhin bestehen. Einzelne Mängel wurden durch dieses Update behoben und werden im Testbericht nicht mehr erwähnt.

Es kam immer wieder vor, dass Aufzeichnungen nicht gestoppt werden konnten. Das Gerät reagierte nicht mehr und konnte nur noch durch den Hauptschalter ausgeschaltet werden. Dadurch war die Aufzeichnung verloren was für einen Kunden sehr ärgerlich sein kann. Auch beim Löschen von Aufzeichnungen kam es vor, dass das Gerät nicht mehr reagierte. Erst nach einem Neustart konnte wieder eine Aufzeichnung gelöscht werden. Da dieses immer wieder passierte, habe ich entnervt die Festplatte neu formatiert. Dadurch gehen natürlich auch eventuell bereits aufgespielte Musik, Bilder oder DVDs verloren.
Wenn man Aufzeichnungen auf den PC überspielen will, müssen diese erst zeitraubend von der Aufzeichnungspartition auf die FAT32 Partition kopiert werden. Bei einer ca. 2 GB große Aufzeichnung dauert der Kopiervorgang etwa 40 Minuten, sofern das Gerät sich dazwischen nicht wieder aufhängt.

Musik wird in der Reihenfolge, wie diese im Verzeichnis abgespeichert ist, wiedergegeben. Playlisten können nicht erstellt werden. Ebenso fehlt eine Zufallswiedergabe. Die immer beliebter werdenden FLAC Musikdateien können leider nicht wiedergegeben werden.

Auf den integrierten analogen TV Tuner kann man im Zeitalter der Digitalen Settop Boxen und DVBT verzichten. Wer noch klassisch analog Fern sieht, kann die Programme direkt für eine Aufnahme programmieren. Ansonsten kann die Aufnahme über den entsprechenden Eingang aufgezeichnet werden.

Fazit, Verkaufsargumente, Marge, Vorteile für den Kunden
Mit dem MediaGiantPlus CM3GP erhält man ein Gerät das von der Idee hervorragend konzipiert und Hardwareseitig gut ausgestattet ist. Leider weist die Firmware noch gravierende Mängel auf die einen Endkunden oft überfordern und nerven. Dieser Kunde würde bei seinem Händler ständig im Laden stehen und sich beschweren.

Sollte Conceptronic es schaffen die Firmware und installierte Software optimal auf die Hardware abzustimmen wäre das MediaGiantPlus CM3GP ein empfehlenswertes Gerät. Damit könnte der Kunde unabhängig vom PC Multimedia Dateien abspielen und Fernsehsendungen aufzeichnen.

Der Preis liegt bei einem empfohlenen Hersteller VK von 279,00 Euro; das Gerät ist im Internet für 266,00 Euro erhältlich. Wenn man dem Händler EK die Frachtkosten der Distributoren und die Mehrwertsteuer hinzurechnet, bleibt keine Marge mehr übrig für den Händler!

PDF: conceptronic-mediagiant-plus_spanier

conceptronic-mediagiantplus-cm3gp_spanier

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