MaxDATA Belinea s.book 1

Der Hersteller Maxdata beschreibt das Belinea s.Book wie folgt:

„Mobilität in neuer Dimension

Technologie in ihrer kompaktesten Form: Das bietet das enorm leichte s.book 1 allen Profi-Anwendern, die unterwegs in jeder Situation produktiv arbeiten müssen. Mit hellem 7-Zoll-Touch-Screen, dreistündiger Akku-Laufzeit und Bluetooth VoIP-Phone.“

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Erster Eindruck
Der erste Eindruck ist auch überwältigend. Das Gerät kommt in einer stabilen Verpackung (auch für den Versand bestens geeignet).

Das Notebook selbst kommt in einer ansprechenden Verpackung mit kleiner Tasche aus feinem Nappaleder daher. Es lässt sicherlich das Herz eines jeden mobilen Benutzers höher schlagen. Das Format ist nicht wesentlich größer als A5 und entspricht somit ungefähr einem Terminplaner.

Für das trendige Design und den Auffallfaktor kann man Maxdata nur loben. So etwas findet man nur bei wenigen anderen Herstellern.
Die Ausstattung mit dem VIA C7-M 1,2GHz Prozessor, 1 GB Hauptspeicher, der 80GB Festplatte und Touch-Screen ist ordentlich.

Auch die Anschlussmöglichkeiten sind vielfältig. So sucht man eine DVI Schnittstelle bei den meisten Notebooks vergeblich, das s.book hat sie. Das Bluetooth VoIP-Phone ist wiederum trendig aber aus meiner Sicht eher als Spielzeug zu sehen. Heute im Zeitalter von Flatrates im Handy Bereich ist es nicht wirklich notwendig über VoIP zu sprechen, wenn man unterwegs ist. Zumal die dafür benötigte leistungsfähige Verbindung zum Internet erst einmal vorhanden sein muss.

Was mir auf dem ersten Blick aber wirklich fehlt, ist ein PCMCIA- beziehungsweise Express-Card Slot oder ein integriertes UMTS Modul. Dies entspricht den Anforderungen der heutigen Businessanwender eher als ein VoIP Telefon.

Die erste Inbetriebnahme war problemlos. Ich gehe aber davon aus, dass die eigentliche Installation schon von jemand Anderem durchgeführt worden ist. Es ist sofort und ohne weitere Fragen gestartet. Unangenehm aufgefallen ist mir, dass einige der vorinstallierten Softwarepaketen bereits abgelaufen waren.

Handhabung
Die Ernüchterung bei diesem Gerät kommt allerdings, wenn man es wirklich benutzen will.

So ist das Display einer der größten Kritikpunkte aus meiner Sicht. Es ist ohne Zweifel sehr hell und daher auch für den Einsatz bei starken Lichteinstrahlungen geeignet, hat aber eine sehr schlechte Darstellung. Erst nachdem ich die großen Schriftarten eingestellt habe war es in einem erträglichen Maß möglich die Schrift auf dem Display zu erkennen (ich bin kein Brillenträger und habe laut des letzten Sehtests sehr gute Augen). Sicherlich spielt die Tatsache, dass es sich um einen Touch-Screen handelt, beim Display eine Rolle. Leider ließ sich dieser auch mit Hilfe von Handbuch und Hotline nicht aktivieren.

Es gibt wirklich bessere Displays am Markt, die auch sehr hell sind. Es wäre sicherlich sinnvoller die gesamte Breite vom Gerät für ein Display zu nutzen und das Telefon entweder wegzulassen oder anderswo zu integrieren. Es wäre eine zeitgemäße Auflösung möglich und somit wirklich mobiles Arbeiten.

Ein weiterer Knackpunkt fällt beim Versuch auf, einen Text mit dem Gerät zu verfassen. Es fehlt die rechte Shift-Taste was sich beim Nutzer als sehr nervig erweisen kann. Natürlich muss man bei einem solchen Formatfaktor Kompromisse eingehen, aber dieser ist für jeden Schreibenden eklatant.

Das Touchpad für die Mouse ist rekordverdächtig, denn mit sagenhaften 13 x 19 mm ist es das kleinste das mir je vor Augen gekommen ist. Man kann es wirklich benutzen, aber auch da wäre eine elegantere Lösung vielleicht sinnvoller gewesen.

Was mir noch unangenehm auffällt ist, dass das Gerät sehr warm wird und der Auslass für den Lüfter an der Vorderseite ist. Auch da wäre eine bessere Lösung wünschenswert.

Die Akkulaufzeit von 3h ist ordentlich und entspricht den Vorgaben des Herstellers bei normalem Gebrauch. Was auffällt ist, dass der Akku im Gerät klappert. Was neben dem eigentlichen Geräusch auch einen erhöhten Verschleiß an der Arretierung zur Folge haben könnte.

Diesen Bericht wollte ich eigentlich auf dem Gerät selbst schreiben, habe es aber auf Grund des schlechten Displays, der Tastatur und der Wärme des Gerätes gelassen.

Die enthaltene Garantie mit 1 Jahr „Pickup und Return“ sowie weitere 2 Jahre „Return to Base“ sind gut und marktüblich.

Fazit
Das s.book ist ein solides Gerät im ansprechenden Design, welches für die gelegentliche mobile Benutzung durchaus geeignet ist. Es passt in die Handtasche einer jeden Frau und trägt auch bei den Herren nicht allzu sehr auf. Als businesstaugliches Subnotebook würde ich es aber nicht bezeichnen. Dazu fehlen einfach ein vernünftiges Display und die Möglichkeit das Gerät mit UMTS aufzurüsten. Auch hat es weder integrierte Sicherheit, wie TPM, noch die üblichen Recovery Funktionalitäten. Ob sich das Gerät am Markt platzieren lässt, wird die Zeit zeigen. Da mittlerweile Subnotebooks von fast allen Herstellern angeboten werden, ist die Konkurrenz groß.

Preislich ist das s.book auf jedem Fall eine Überlegung wert, da vergleichbare Konzepte oft mit wesentlich höheren Einstiegspreisen einher gehen.

Im punkto Display wäre ein Blick in Richtung XO(100$ Notebook „One Laptop Per Child“) sicher hilfreich. Denn das ist das beste Display was ich bis jetzt gesehen habe und ein Traum.

Datenblatt s.book
Herstellerseite MaxDATA

Weitere Infos im Internet (technische Daten und Zubehör) finden sich auf der Herstellerseite:

http://www.belinea.com/de/s_line/

Gerald Maitschke
E-Mail: Gerald Maitschke

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PDF: belinea_sbook_1_maitschke

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