Shuttle KPC K48 – Mini-Barebone

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CP product expert: Jürgen Wölfl, PC-Wölfl Computer Store
Hersteller und Name des Testgeräts: Shuttle KPC K48 Mini-Barebone (Zur Produktseite)
Testzeitraum: 01.09.2008 bis 20.09.2008
UVP: 130 Euro (brutto)
HEK: Angabe nur in der CP-Printausgabe oder im e-Paper
Offizielle Distributoren: Actebis Peacock, b.com, COS, Ingram Micro, Wave

Günstiger Würfel-Rechner mit DVI- und VGA-Videoausgang

Erster Eindruck / Haptik
Der Shuttle „KPC K48“ präsentiert sich – ebenfalls wie der Vorgänger „K45“ – schon vom optischen her als günstiger aber kompakter Rechner, der für die tägliche Arbeit geeignet ist. Im Vergleich zum K45 ist der neue K48 etwas größer, benötigt aber trotzdem nur ein Drittel des Platzes eines herkömmlichen PCs. Der K48 Mini-Barebone hat Platz für zwei Festplatten und ein normales DVD-Laufwerk. Die Acryl-Glasfront kann abgenommen werden und dahinter ein Farbbild, Logo oder Muster hinterlegt werden, sodass man das Gehäuse der jeweiligen Umgebung anpassen kann.

Einbau
Da es sich um ein Barebone handelt, ist der Assemblierungsaufwand geringer als bei normalen PCs, da Mainboard und Netzteil bereits integriert und verkabelt sind. Durch die etwas größeren Dimensionen gegenüber dem Vorgänger lassen sich Komponenten wie CPU, CPU-Kühler, Arbeitsspeicher, Festplatte und DVD-Laufwerk noch leichter einbauen. In knapp fünf Minuten ist der Einbau – zumindest für Fachkundige – aller Komponenten auch ohne Lesen der Anleitung erledigt. Weitere fünf Minuten kann man für das Frontdesign einkalkulieren, wenn man eine entsprechende Folie ausdruckt und dann hinter die Acrylfront legt.

Verkaufsargumente und Marge
Barebones sind einfach zu assemblieren, da die wichtigsten Komponenten schon vorhanden sind. Die K-Serie ist zudem die günstigste Produktserie von Shuttle, bisherige Barebones haben immer mindestens das Doppelte gekostet. Zwar enthalten diese Modelle nicht immer aktuelle Chipsätze, aber für Office-, Internet- und auch Multimedia-Anwendungen reicht die Leistung locker aus, zumal man günstige Intel-Prozessoren wie einen „Celeron“ bis hin zu einem „Core 2 Duo“ mit aktuellem Wolfdale Kern und max. 1.066 MHz FSB einbauen kann.
Das System eignet sich nicht nur als kompakter Office-Rechner, sondern kann auch zu Hause als Multimediamaschine oder HTPC eingesetzt werden, wenn nicht zu viel Leistung (vor allem von der Grafik) abverlangt wird. Interessant könnte auch der Einsatz als Home-Server sein. Derzeitige Produkte von HP, Maxdata, FSC starten alle ab 500 bis 600 EUR aufwärts. Mit einem Shuttle KPC sind Systeme schon ab 300 EUR Endkundenpreis denkbar. Kombiniert mit einer Celeron-CPU verbraucht das System zudem wenig Strom. Die Marge für den reinen Barebone ist mit guten zwölf Prozent allerdings gering.

Vorteile für den Kunden
Die Shuttle KPC Barebones bieten derzeit ein ausgewogenes Preis/Leistungsverhältnis. Der Kunde erhält einen günstigen Barebone beziehungsweise Komplettrechner, der für die tägliche Arbeit völlig ausreicht und auch das eine oder andere ältere Spiel erlaubt. Für moderne 3D-Games in hoher Auflösung fehlt dem System aber die Performance (Intel Grafikchip), zumal man keine PCI-E Grafikkarte einbauen kann. Trotzdem, ein Mini-Barebone ist im Vergleich zu herkömmlichen PCs unheimlich kompakt und findet somit leicht und überall Platz. Durch das anpassbare Frontdesign sieht der K48 auch am Schreibtisch richtig nett aus.

Packungs-Zubehör
Man sollte beachten, dass es sich hier um ein Budget Rechner handelt, weshalb die Verpackung an sich zwar gut, aber einfach gestaltet ist. Im Inhalt befinden sich die nötigen Kabel, Treiber-CD, Anleitung und sogar ein Schraubschlüssel für die 6-Kant-Schrauben der Acryl-Front.

Fazit mit Empfehlung
Der K48 führt das Shuttle Erfolgskonzept günstiger Mini-Barebone Rechner fort, allerdings mit ein paar Neuigkeiten wie Platz für zwei Festplatten und ein DVD Laufwerk sowie nun endlich ein DVI- und VGA-Ausgang, wodurch man nicht nur digitale Displays ansteuern kann, sondern auch Dual-Screen Modus möglich ist. Die Leistung reicht für die gängigsten Office, Internet und Multimedia Aufgaben aus. Für modernes Gaming ist der K48 zwecks fehlender starker Grafik und PCI-Express Slot nicht geeignet. Interessant ist dieser Rechner aber sicher für Büros, Institutionen oder Firmen wo man das Frontdesign einfach und günstig (nur Druckkosten) ersetzten kann. Zu Hause ist der K48 der geeignete Internetrechner oder günstige Rechner für Kinder. Auch als Home Server kombiniert mit stromsparenden CPUs kann der K48 gut dienen. Nach wie vor sollte Shuttle aber am Kühlkonzept arbeiten, da die eingebauten Lüfter immer noch zu laut sind. USB beziehungsweise Audioschnittstellen an der Front wären ebenfalls von Vorteil, um schnell mal einen USB-Stick oder Kopfhörer anzuschließen.
Fraglich ist, ob 30 EUR Aufpreis gegenüber dem K45 Modell berechtigt sind, wenn sich im K48 außer einem “zugänglichen” DVD-Slot und einenm DVI-Videoausgang technisch nichts verändert hat, da ja der gleiche Chipsatz verbaut ist. Zudem fehlt hier sogar der PCI-Slot, der im K45 noch vorhanden war. Vielleicht wäre es für Shuttle einfacher und kostengünstiger gewesen beim K45 einfach den DVI-Port hinzuzufügen und die Frontplatte so auszuschneiden, dass man das Slim-Line-Laufwerk auch verwenden hätte können, statt ein komplett neues Gehäuse zu entwickeln.

Wertung:

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