Shuttle XPC SG45H7 Mini-Barebone

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CP product expert: Jürgen Wölfl, PC-Wölfl Computerversand
Hersteller und Name des Testgeräts: Shuttle XPC SG45H7 (zur Produktseite, zu den technischen Daten)
Testzeitraum: 01.12 – 31.12.2008
UVP: 379 Euro
HEK: Angabe nur in der CP-Printausgabe oder im e-Paper
Distributoren: Actebis Peacock, Api, B.Com, Cos, Ingram Micro, Wave, Wortmann

Edel-Barebone aus Aluminium
Video zum Test:

Erster Eindruck / Haptik
Der neue Shuttle XPC SG45H7 Mini-Barebone sieht auf den ersten Blick äußerst schick aus und gehört wieder einmal zu den Top-Barebones auf dem Markt. Das Shuttle H7 Gehäuse ist eine Kombination des sehr beliebten G5 und des etwas größeren P2 Gehäuses. Von den Dimensionen her ist das H7-Gehäuse nicht viel größer als die Barebones mit G5 Case, bietet aber etwas mehr Raum im Inneren für größere Komponenten. Die Front ist aus schwarz eloxiertem und gebürstetem Aluminium, die Frontanschlüsse und das DVD-Laufwerk befinden sich hinter Blenden, so dass das schöne Design nicht beeinträchtigt wird. Hinter einer weiteren Blende kann ein 3,5″- Laufwerk eingebaut werden.
Die weiteren Highlights sind ein moderner Intel G45 Chipsatz mit integrierter DirectX10 fähigen Intel GMA 4500HD Grafikkarte. Bisher einmalig ist das Vorhandensein von insgesamt vier Speicherslots, in denen theoretisch bis zu 16 GB DDR2-800 Speicher eingebaut sein können. (Note: 1, Gewichtung 10%)

Einbau
Shuttle hat die eigenen Barebones stets optimiert, so dass sich der Einbau auch ohne Anleitung leicht bewerkstelligen lässt. Die Speicherriegel befinden sich zwar unter dem Laufwerkskäfig, aber auch dorthin gelangt man ohne größeren Aufwand. Mehr Zeit benötigt der Einbau der CPU, denn hierfür muss man die Shuttle ICE-Heatpipekühlung entfernen, die mittels vier Schrauben am Mainboard und vier Rändelschrauben am Case befestigt ist. Da das Mainboard bereits integriert ist, entfällt lästiges Schrauben oder Verkabeln der Frontanschlüsse, in knapp zehn Minuten lässt sich der komplette PC einrichten, Kabel für die Laufwerke sind werksseitig schon verlegt.
Aber Vorsicht: die Frontblende für das optische Laufwerk ist nicht mit jedem DVD- bzw. Blu-ray Laufwerk kompatibel. In unserem Test konnten wir die Schublade eines Samsung BD-Brenners durch Drücken der Öffnen Taste an der Front des Gehäuses nicht öffnen, da die Taste an der Frontblende nicht die Öffnungstaste des Laufwerkes berührte, sondern knapp verfehlte. Blöder Zufall vielleicht, dennoch sollten Assemblierer diese Problematik berücksichtigen, denn die Taste in der Frontblende lässt sich nicht verschieben. (Note: 3, Gewichtung 30%)

Verkaufsargumente und Marge
Es ist für Assemblierer einfacher mit einem Barebone einen Komplett-PC zu erstellen, da das Mainboard schon eingebaut und verkabelt ist. Nach wie vor problematisch ist die hohe UVP, die über 350 EUR liegt, und das nur für das Gehäuse mit Kühlung, Netzteil und Mainboard. Die restlichen Komponenten müssen dazu gerechnet werden, so dass in der Summe das System recht teuer wird. Derartige Preise sind nur wenige Kunden gewillt zu bezahlen. Zudem sollten sich Assemblierer Gedanken darüber machen, wie man die Lüfter-Geräusche weiter eindämmen kann, da immer mehr Kunden nach Silent-Systemen fragen und der SG45H7 Out-of-The Box nicht so leise ist wie gewünscht.
Im Vergleich zum High-End Modell, dem Shuttle XPC SP45H7 mit Intel P45 Chipsatz, schneidet der SG45H7 sogar besser ab. Denn er kostet deutlich weniger, enthält einen modernen Intel GMA 4500HD Grafikchip der DirectX10 kompatibel ist und HDTV-Videomaterial mit DHCP Verschlüsselung unterstützt. Die Marge vom Einkaufspreis zum UVP beträgt in etwa 15%, wo bei es wahrscheinlich wenige Händler geben dürfte, die den UVP vom Kunden auch bezahlt bekommen. (Note: 2 , Gewichtung 30%)

Vorteile für den Kunden
Der Kunde erhält ein kompaktes High-End Produkt mit modernem Chipsatz für leistungsstarke Intel Core 2 Duo und Core 2 Quad Prozessoren. Das Case selbst ist edel und ist in Sachen Design jedem anderen normalen Case überlegen. Generell sind Mini-Barebones eine interessante Produktklasse für all diejenigen, die höchste Leistung auf kleinstem Raum haben wollen. Assemblierer die diese Kaufargumente gut vermarkten, sollte dieses Produkt auch entsprechend verkaufen können.
Für Leistungsfreaks oder B2B Kunden, die eine kompakte Workstation benötigen, ist der Shuttle SG45H7 wegen der vier Speicherbänke ideal, in denen max. 16 GB DDR2-800 Speicher eingebaut werden können. Dennoch muss man beachten, dass 32-bit Betriebssysteme in der Regel nur drei GB Speicher adressieren können. Bereits beim Einbau von vier GB Speicher ist ein 64-bit Betriebssystem Pflicht, das aber meist mit Einschränkungen bei Programmen und Treibern (zum Beispiel nur von Microsoft signierte Treiber) verbunden ist. Von den möglichen 16 GB Arbeitsspeicher sollte man sich deshalb nicht täuschen lassen. (Note: 3 , Gewichtung 20%)

Packungs-Zubehör
Shuttle liefert zum Barebone bereits eine hochwertige – wenn auch nicht ganz leise – ICE Heatpipe-Kühlung mit so wie alle nötigen Kabel, die schon verlegt sind. Ein HDMI auf DVI Adapter sowie Wärmeleitpaste sind auch vorhanden. Treiber-CD und Quickstart Anleitung sind übersichtlich und für jeden verständlich. (Note: 2, Gewichtung 10%)

Fazit mit Empfehlung
Eine Kauf- bzw. Vertriebsempfehlung kann mit Einschränkungen ausgesprochen werden. Auf der einen Seite haben wir einen der schönsten Barebones überhaupt, auf der anderen Seite ist die Frontblende nicht mit jedem optischen Laufwerk kompatibel. Danach haben wir einerseits ein High-End Gerät mit top-modernem Chipsatz, hohe Performance, bis zu 16 GB Arbeitsspeicher, HDMI-Videoausgang und Blu-ray Unterstützung, andererseits einen sehr hohen Endkunden-Preis von 350 EUR, leider nur einen digitalen Videoausgang (HDMI + D-SUB), eine zwar hochwertige aber nicht leise Kühlung sowie die Speicherbegrenzung von drei GB bei 32 bit Systemen. Solange sich 64-bit Betriebssysteme nicht durchsetzen, machen mehr als vier GB RAM für den Konsumenten keinen Sinn.
Shuttle hat seit Beginn das große Problem, dass fast nur High-End Produkte zu einem sehr hohen Preis angeboten werden. Diese sind zwar hochwertig und bis ins Detail geplant, aber nach wie vor nur etwas für Shuttle – Liebhaber, die höchste Leistung auf kleinstem Raum haben möchten und deshalb auch bereit sind, locker 200 EUR Aufpreis im Vergleich zu einem Rechner mit gleichen Spezifikationen, aber mit Mini-Tower Gehäuse zu bezahlen.

Wertung:

Durchschnittsnote (Schulnotensystem): 2, entspricht 4 ChannelPoints

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Eine Antwort zu “Shuttle XPC SG45H7 Mini-Barebone”

  1. [...] Dies war nur eine Kurzfassung und die ausgiebigen Testberichte finden Sie in unserem PC-Wölfl – Blog oder auf ChannelPartner. [...]

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