Test Navigationsgerät Garmin Nüvi 760 TFM
Der erste Eindruck
Garmin liefert sein Navigationsgerät Nüvi 760TFM in einer relativ kompakten Verpackung, die es allerdings in sich hat. Neben der PKW-Halterung und dem KFZ-Ladekabel ist auch ein Netzteil, eine Tasche, eine Software für den PC und natürlich das TMC-Kabel enthalten. Eine Kurzbedienungsanleitung erklärt kurz und verständlich die Installation und Inbetriebnahme. Das Gerät im 16:9 Format wirkt sehr elegant, das Display ist recht groß.
Die erste Benutzung
Nach Freischaltung des Gerätes über den Computer und Installation der Software Navigator in der Version 9 untersuchte ich erst die Software auf dem PC. Sie erlaubt Offline-Planung der Reiserouten und enthält die gleichen Datenkarten wie das Navigationsgerät selbst. Ich suchte mir einige Points of Interest aus und übertrug diese geplanten Ziele als Favoriten ins Navigationsgerät. Dann ab zum Auto. Die Befestigung des Gerätes an der Windschutzscheibe war schnell durchgeführt, das Gerät saß bombenfest. Die Grundeinstellungen (Sprache, Zeitzone) sind schnell erledigt, nach zirka 45 Sekunden war das Gerät bereit und hatte die nötigen Satelliten gefunden. Das Display ist klar ablesbar, die Menüführung ist schnell erlernt und einfach strukturiert. Die Sprachausgabe war bei dem Testgerät nicht so toll und erinnerte eher an ein Transistorradio, das Freisprechen über Bluetooth sorgte beim Gesprächspartner für Unverständnis (beim Nüvi 360T ist die Akustik deutlich besser).
Die Routenführung
Auf schnellstem Wege nach Falkensee in die Meininger Straße lautete die Vorgabe. Das Gerät berechnete in etwa 10 Sekunden die Route und führte mich korrekt zum Fähranleger. Ich setzte über und wurde sicher zum Ziel geführt, wobei das Gerät sich auch bei Abweichungen von der Route nicht aus der Ruhe bringen ließ und schnell eine Alternative parat hatte. Lediglich die Zeitvorgabe für die Zielankunft ist etwas zu optimistisch und nur unter Missachtung sämtlicher Verkehrsvorschriften erreichbar. Ohne große Tipperei können Informationen über die geplanten Wegabschnitte, Staus, Fahrtgeschwindigkeit etc. abgerufen werden. Auf der Rückfahrt schloss ich die Fähre als Transportmittel aus. Folgerichtig wurde ich über die Autobahn geführt, wo mich allerdings ein Stau erwartete, der dem Verkehrsfunk und somit dem TMC-Empfänger noch nicht bekannt war.
Die Funktionen
Ich nutzte die Funktion der Umleitung, die nach Aktivierung sich sofort eine Alternativroute ausdachte, was in einem solchen Spontanstau sehr hilfreich ist. Sehr gut ist das Navteq Kartenmaterial für Westeuropa, was wirklich alle erdenklichen Straßen und POI’s enthält und mich zuverlässig geführt hat. Der enthaltene TMC-Empfänger zeigt alle empfangenen Verkehrsbehinderungen auf dem Display an und sorgt für eine entsprechende Alternativroute. Unglücklich ist, dass der zuletzt eingegebene Ort nicht wiederholt wird, was für einen Bewohner von Berlin mit Hauptzielen in Berlin immer wieder das Eingeben der Stadt erfordert, wenn das Ziel nicht gerade in den Favoriten enthalten ist. Als Zusatzfunktionen können über den integrierten SD-Card-Slot MP3-Musikstücke wiedergegeben werden oder JPG-Bilddateien betrachtet werden.
Fazit
Mit dem Garmin Nüvi 760TFM erhält der Kunde ein sehr zuverlässiges System, welches den Benutzer sicher zum Ziel führt. Lediglich die Tonausgabe und die optimistische Ankunftszeit lässt etwas zu wünschen übrig. Wen dies nicht stört, der erhält ein Spitzengerät, welches Seinesgleichen sucht. Das Garmin Nüvi 760TFM erhält man bei den Distributoren Actebis-Peacock, Eno, Komsa, NT Plusund Sonepar.
Herstellerlink: http://garmin.de/strasse/produktbesc…/nuevi_760tfm/



