Testbericht: Falk N240L

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Unsere Testfahrt mit dem Falk N240L führte uns von München nach Norden in die Autostadt mit einem Zwischenstop in einem kleinen Ort in Thüringen und wieder zurück nach München. Also rund 1500 Km mit einem guten Gemisch aus Autobahn Landstraße und Stadtverkehr.

In der Verpackung im bekannten Falk-Design befindet sich das Navigationsgerät mit Verbindungskabel für die Autosteckdose, Saugfußhalterung, Netzteil, USB-Kabel, TMC-Antenne und Dokumentation und Bedienungsanleitung, sowie die Memory-Card mit der Falk Software und 2 CDs mit Software, Handbücher, Kartenmaterial und ein Gutschein über 20€ für einen Einkauf im Falk Online Shop.

Der Ein/Aus-Schalter befindet sich an der rechten Seite des Gerätes. Sonst gibt es noch den Slot für die Memory-Card an der Oberseite, Anschluß für externe Satellitenantenne auf der Rückseite und Anschlüsse für USB und TMC-Antenne an der Unterseite an der sich auch der Zugang zum Reset-Taster befindet. Das große Display sorgt für eine kräftige Anzeige und ist, wie sich im Betrieb herausstellte, auch ausreichend entspiegelt und unempfindlich gegen Fremdlichteinfall.

Mit der mitgelieferten Saugfußhalterung und einer zusätzlichen Montageschiene läßt sich das Navi trotz seiner Größe vibrationsfrei montieren. Die TMC-Wurfantenne trägt ihren Namen zurecht, denn werfen und zwar möglichst weit weg, möchte man sie, wenn sie zum fünften Mal heruntergefallen ist, weil die Saugnäpfe an der Windschutzscheibe einfach nicht haften wollen.

So komplett wie die Hardwareausstattung ist mit der Abdeckung für Europa auch die Software. Sie ermöglicht kompromißlose, grenzüberschreitende Routenplanung und Navigation. Auch die Auswahl an Möglichkeiten das Gerät an persönliche Präferenzen anzupassen ist großzügig dimensioniert. Neben Routenoptionen für Fußgänger, Fahrrad, Motorrad und PKW stehen auch die Auswahlmöglichkeiten, ’Streckenoptimiert’, ’Zeitoptimiert’ und ’Ökonomisch’ zur Verfügung. Die Kartendarstellung ist nicht nur durch die verwendeten Farben etwas gewöhnungsbedürftig – hier gibt es keine Einstellmöglichkeiten – und nicht so optimal wie sie es mit dem großen Displays sein könnte. Vermißt haben wir auch die Möglichkeit die berechnete Route auf einfache Weise zu überprüfen. Will man auf der Karte kontrollieren ob man tatsächlich nach Frankfurt am Main und nicht nach Frankfurt an der Oder gelotst werden soll und welche Route gewählt wurde, ist das zwar möglich aber recht umständlich.

Das Navi bestand in allen Funktionen den “geht’s auch ohne Bedienungsanleitung Test“. Die Routenberechnung erfolgte in angemessener Geschwindigkeit. Allerdings war gleich die erste Adresse unserer Reise, eine allerdings –zugegebenermaßen- kleine Straße in einem kleinen Ort nicht anwählbar. Eine kurze Überprüfung bei Google Maps bestätigte aber die Richtigkeit unserer Eingabe und wir behalfen uns fürs erste mit einer Nachbarstraße, die wir Google Maps entnahmen.

Die Navigation selbst war gut und richtig. Die Ansagen kamen präzise und zum richtigen Zeitpunkt, hätten aber bei Autobahngeschwindigkeit gern etwas lauter sein können, besonders wenn außerdem auch das Radio in Betrieb ist. Da die Ansagen bei langsamer Fahrt wiederum fast zu laut sind, wäre (kleiner Tipp an den Hersteller für das nächste Modell) eine geräuschabhängige Lautstärkeregelung eine nützliche Erweiterung.

Aber das Falk N240L spricht nicht nur, es hört auch zu. Bei aller Skepsis mit der wir die Sprachsteuerung getestet haben – sie funktioniert einwandfrei. Auch die Bluetooth Freisprechanlage hat uns nicht enttäuscht. Die Kopplung mit dem Motorola L6 gelang ohne Handbuch. Die Bedienung ist einfach und selbsterklärend und die Verständigung in beide Richtungen zufriedenstellend.

Die TMC-Funktion konnten wir nur zum Teil beurteilen da wir nahezu keinen Stau auf unserer Route hatten. Das Gerät verfügt serienmäßig über TMC und TMCpro und listet die Verkehrsmeldung auch auf Abruf auf. In Einem Fall wurden wir auf einen Stau aufmerksam gemacht für den das Navi aber keinen Ausweichvorschlag machen wollte. Noch bevor wir in die Nähe kamen hatte sich der Stau aufgelöst.

Gut gefallen hat uns der City Guide, eine weitere Zusatzfunktion des Falk N240L, der nützliche Informationen zu größeren Städten in Europa bereithält. Die Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Hotels, Restaurants, öffentlichen Verkehrsmitteln, Messen und Einkaufsmöglichkeiten, sind umfangreicher als die üblichen POI-Beschreibungen auf anderen Geräten und zusätzlich mit Insider Tipps und Bildern angereichert. Des City Guide ist mit der Routenplanung integriert und erlaubt die Routenberechnung zum ausgewählten Museum, Hotel, Restaurant, etc. mit einem Klick.

Erhältlich ist das Falk N240L über folgende Distributoren:
Brightpoint (ehemals Dangaard), Ingram Micro, KOMSA AG, Eno Telecom, Bell Microproducts, NT Plus AG. Händler sollten sich über die Falk Abverkaufsaktionen im Falk online shop informieren, um ihre Vertriebsstrategie abzusichern.

Fazit: Gute Navigation und viele Zusatzfunktionen. Wer den vollen Funktionsumfang nutzen kann, wird mit dem Falk N240L zufrieden sein.

PDF: falk-n240l_wulfken

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