Testbericht: Falk P300
Das Navigationsgerät Falk P300 ermöglicht über eine als Zubehör erhältliche Dockingstation auch den Anschluß an die Bordelektronik des Fahrzeugs und die Platzierung in der Mittelkonsole.
Während des Tests wurde das Gerät klassisch mittels Saugnapf an der Windschutzscheibe befestigt.
Die Verpackung wirkt durch das schwarze Design edel. Das P300 liegt in einer Aussparung, darunter das Zubehör. Das Handbuch befindet in einer Klarsichthülle am Deckel.
Das Navi macht einen soliden Eindruck und ist in einem schlichten, ansprechenden Design gehalten. Das Gerät selbst hat die klassischen Anschlüsse für Stromversorgung und Mini-USB zur Kopplung mit dem PC. Ein zweiter Stromanschluß, sowie Anschluß für eine externe TMC-Antenne sind an der Halterung vorhanden. Ein großer Vorteil, der ermöglicht das Gerät am Parkplatz einfach abzuziehen, ohne an Steckern hantieren zu müssen. Die sehr flache, kompakte Bauweise, die das Gerät einfach in der Tasche verschwinden läßt, unterstützt den Benutzer dabei, nicht Oper eines Diebstahls zu werden.
Allerdings war bei dem Testgerät, die Steckverbindung zwischen Halterung und Navigation sehr schwergängig und ein 1/2 mm hat über Kontakt oder Nichtfunktion des TMC, bzw. der Stromversorgung entschieden. Die Akkulaufzeit war mit ca. 5 Stunden ok. Eine gute Idee ist, das das P300 über einen Magneten in der Fahrzeughalterung fixiert wird.
Die Satelliten wurden auch bei der ersten Inbetriebnahme sehr schnell erkannt. Der interne Speicher ist mit 2 GB dimensioniert und benötigt für die Navigation keine SD-Karte. Dieser Slot kann für dem MP3-Player genutzt werden.
Zur Software.
Im großen und ganzen läßt sich das Falk intuitiv bedienen. Die Adresseingabe erfolgt über den Touchscreen, die eingeblendete Tastatur ist groß genug, um ohne Stift auszukommen. Ein Stylus liegt als Zubehör in der Verpackung, läßt sich aber nicht im Gerät unterbringen. Die Software blendet jeweils die Buchstaben aus, die nach der bisherigen Eingabe nicht mehr möglich sind. Die Scrollliste der erkannten Orte oder Straßen ist dagegen mit nur zwei sichtbaren Zeilen etwas klein geraden.
Die Sprachbefehle kamen klar, deutlich und rechtzeitig. Ich war mit dem Falk P300 hauptsächlich im Raum Bayreuth, Nürnberg und Würzburg unterwegs. Dabei konnten keine Fehler in der Navigation festgestellt werden. Einen Schwachpunkt leistet sich die Software. So ist die Option, ob Autobahnen genutzt werden sollen oder nicht, in den Routenoptionen nicht einstellbar. Hier muß man über mehrere Stufen bis zum Benutzerprofil zurückgehen. Damit ist diese Option dann auch für zukünftige Berechnungen so fest eingestellt. Ein Punkt, der nachgebessert werden sollte.
Und hier war es auch aus mit intuitiver Benutzerführung. Ich wollte zwischen Volkach und Veitshöchheim nicht auf die Autobahn. Auch ein Blick in das Stichwortverzeichnis der Bedienungsanleitung brachte keine Lösung. Aber immerhin, die Neuberechnung der Route geht sehr schnell. Auch wenn bei den nächsten drei Straßen immer angezeigt wurde: Wenden und zurück zur Autobahn.
Neben den Navigationsdaten sind unter dem Namen City-Guide Marco Polo Reiseführer für die Städte Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Köln, Leipzig, München, Potsdam, Stuttgart, Paris, Wien, Zürich, Amsterdam, Brüssel, Dublin, Florenz, Mailand, Rom, Venedig, Lissabon, Porto, Barcelona, Granada, Madrid, Mallorca, Sevilla, Valencia, Birmingham, Edinburgh, London, Manchester integriert. Ein Feature, das sich in der Werbung gut macht. Im normalen Einsatz aber für die meisten Anwender nicht allzuviel bringen dürfte.
Der UVP liegt bei 399,95 EUR, die Marge im marktüblichen Bereich. Zu beziehen sind die Falk-Geräte z. B. bei Komsa. Ein Wermutstropfen für den Fachhändler ist ein Gutschein über 25,00 EUR, der dazu animiert Zubehör direkt im Falk-Shop einzukaufen und dort ab einem bestimmten Betrag einlösbar ist. Damit ist das Gerät vor allem für die interessant, die die Einbauleistung für die Car-Kits selbst mit anbieten können.
PDF:falk_p300



