Testbericht Garmin Nüvi 200 DACH incl. Topografischem-Kartenmaterial

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Erster Eindruck :

Das ca. 147g schwere und 9,7 cm x 7,1 cm x 2,0 cm (B x H x T) große Gerät ist das kleinste und günstigste Gerät von Garmin für die Straßennavigation. Es wird in einer recht kleinen und unscheinbaren Kartonverpackung ausgeliefert, die im Regal kaum auffallen wird.

Der Inhalt der Verpackung sind : nüvi 200 DACH, Kurz-Bedienungsanleitung, Zigarettenanzünderstecker ,Saugnapfhalterung, Klebeplatte für Saugnapfbefestigung.

Das getestete Gerät hatte Kartenmaterial von Deutschland inklusive des topografischen Kartenmaterials installiert. Das Gerät wurde mit einer veralteten Firmware geliefert, welche aber mittels eines „Firmware-Updaters“ von der Garmin-Webseite auf den neusten Stand gebracht werden konnte. Software war in der Verpackung des Garmin nicht vorhanden.
Die Bedienelemente des Gerätes sind klar und übersichtlich angebracht. Der Einschalter befindet sich an der oberen Gehäuseseite und lässt sich nach dem Ein- bzw. ausschalten in eine „Verriegelungs-Stellung“ bringen, die ein unerwünschtes Betätigen vermeidet.
Das Gerät wurde ungeladen geliefert und lies sich nach dem Auspacken nicht einschalten.
Ein Ladekabel für zu Hause befindet sich nicht im Lieferumfang.
Der in der Verpackung beigelegte kurze Leitfaden „Einrichten und Loslegen“ erläutert die grundlegenden Funktionen des Gerätes.
Der sehr übersichtliche Startbildschirm besteht aus 2 Optionen „Zieleingabe“ und „Karten“.
Unter „Zieleingabe“ verbergen sich weiteres Untermenüs, welches dem Benutzer die Möglichkeit geben zu einer bestimmten Adresse, zu PointsOfInterest(Orte von Interesse), kürzlich gefundenen Zielen, Favoriten, Benutzer-Sonderzielen, Kreuzungen, Städten oder Koordinaten zu navigieren. Ebenso besteht die Möglichkeit hier die Karte zu „durchsuchen“ um manuell ein Ziel festzulegen. Das ist sehr sinnvoll um Punkte im Gelände zu markieren.

Der Navigationsbildschirm :

Die TTF(Time to first fix = Zeit, bis das Gerät die erste Position nach dem Einschalten meldet) war sehr kurz. Dank des verbauten, hochqualitativen, SIRF-III-Empfängers konnte sehr schnell mit der Navigation begonnen werden. Ein mittiges Symbol markiert den aktuellen Standpunkt. Das Symbol kann vom Aussehen her verändert werden, so dass auch die Möglichkeit besteht hier ein anderes Fahrzeug abbilden zu lassen. Hier findet man die verfügbaren Fahrzeuge : http://www.garmin.com/vehicles
Die Zieleingabe mittels einer Adresse erweist sich als sehr intuitiv und schnell. Mit bisher keinem mir bekannten anderen Navigationssystem konnte ein Ziel so zügig eingegeben werden. Das System gibt nach Eingabe der ersten Buchstaben sofort den gefundenen Straßen/Städtenamen aus.

Ärgerlicher Kratzer:

Die Anbringung in einem Auto erwies sich als Katastrophe. Das Gerät wird mittels eines beiliegenden Mini-Saugnapfes an die KFZ-Scheibe angebracht. Trotz der gereinigter Innenscheibe meines gerade mal 1 Woche alten(neuen) Autos fiel mir der Garmin von der Scheibe ab und machte einen großen Kratzer auf den Bildschirm des Radios des KFZs. Bei erneuter Anbringung des Garmins achtete ich darauf dass das Gerät nun auf das Armaturenbrett fällt, was es auch ca. 7 Mal im Laufe des Tages tat. Der Saugnapf war von mir korrekt angebracht und die Scheibe definitiv sauber. Fazit : UNBRAUCHBAR und gefährlich. Man stelle sich vor das Gerät fällt in den Fußraum und behindert den Bremsvorgang.

Unterwegs im Auto :

Die Navigation im Auto erwies sich als gut. Die berechneten Routen waren absolut vorbildlich und übertreffen in deren Berechnungslogik alle von mir bereits getesteten Geräte. Die Kartendarstellung ist jedoch teilweise recht unübersichtlich. Riesige Pfeile überdecken wichtige Straßen-Knotenpunkte.
Die Sprachansage ist laut und deutlich zu hören, die Anweisungen klar und logisch. Hier kann das Nüvi punkten.
Allerdings gibt es auch hier einen kleinen Haken : Steht das Auto auf einem Feldweg, werden abstruse und unsinnige Routen berechnet, die einem einmal im Kreis führen und dann 10 Meter neben dem jetzigen Standpunkt wieder vorbei führen. So etwas darf bei einem modernen Navi (vor Allem mit topographischem Kartenmaterial) nicht passieren.

Die “Fahrrad-Halterung” :

Die Montage des optional erhältlichen Fahrradhalters für das Gerät
erwies sich anfänglich als unschlüssig, aber nach einer ausgiebigen Betrachtung und einer Gedenkminute lies sich der ca. €19.- teure Halter dann doch anbringen.

Und alles blieb dunkel :

Das Gerät verfügt über drei Profile : Fahrrad, Fußgänger, Auto
Die erst Probefahrt führte über das Feld in den Wald. Schon nach wenigen Metern musste man feststellen, dass die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung und die Qualität des Displays nicht einmal annähernd für den Betrieb unter freiem Himmel nutzbar sind. Auch die Kontrolle ob die Hintergrundbeleuchtung wirklich auf 100% steht bestätigte das.
Der Bildschirm erinnerte mich an meinen ersten Toshiba-Notebook vor 15 Jahren, als ich mit diesem damals versuchte in den Garten zu gehen und zu „arbeiten“.
Nach ca. 5 Kilometern Fahrt unter wolkenbedecktem Himmel (!) war klar, daß es keinen Sinn macht das Gerät hier weiter zu testen., da schlichtweg nichts zu erkennen war.

Mit dem Fahrrad auf der Bundesstraße :

Trotz eingestelltem Profil „Fahrrad“ routet das Gerät so, als wäre das Fahrrad ein Auto und führt fröhlich über Schnellstraßen und Bundesstraßen zum Ziel. Aus diesem Grund ergründet sich mir nicht der Sinn von verschiedenen Profileinstellungen.

Ein optionaler „Tachometer, der die aktuelle Geschwindigkeit und einige Wegdaten anzeigt, passt sich ebenfalls nicht an das Profil (Fahhrad, bzw. Fußgänger) an. Nur wozu benötigt man im KFZ eine Geschwindigkeitsanzeige und andere Werte die ständig die Blicke auf sich ziehen und mich ablenken können ?

Bildschirm-Flimmern

Nicht nur bei Helligkeit hat das 320 x 240 Pixel große Display Schwächen, sondern auch bei Dunkelheit :
Garmin nutzt zur Steuerung der Display-Helligkeit eine Technik die die LED-Hintergrundbeleuchtung pulsieren lässt (schneller=heller, langsamer=dunkler). Aufgrund dieser Technik flimmert der Bildschirm wenn er dunkler eingestellt ist fast unerträglich.
Ergo sum : Für „flimmer-empfindliche“ Menschen sind aktuelle Garmin-Geräte (welche überwiegend mit dieser Technik ausgerüstet sind) daher eher nicht geeignet.

Das Kartenmaterial :

Das Kartenmaterial ist aktuell und in Verbindung mit dem topografischen Kartenmaterial, welches Garmin für €199.- für Deutschland komplett anbietet ist es meines Erachtens das Beste auf dem Markt. Anhand der perfekten Darstellung findet man sich sehr schnell im Gelände zurecht und erhält auch nützliche Informationen über seine Umgebung.
.Die Topografischen Informationen beinhalten :
- Geländeinformationen mit Schummerungen
- Darstellung von Städten, Dörfer, Industrieflächen, teilweise bis zur Einzelgebäudedarstellung
- Höhenlinien, Straßen, Wälder, Seen, Gipfel und Berge
- Detailliertes Straßen- und Wegenetz bis hin zu kleinen Pfaden und POIs (Points of Interest wie Restaurants, Unterkünfte, Sehenswürdigkeiten, etc.)
- 6.000 km Fernwanderrouten
- Küstenlinien, Inseln, Wattflächen, Hafenanlagen
- Routen- und Wegpunktmanagementfunktionen
- Höhenprofil für erstellte Routen (dieses wird dur einfaches Antippen auf der Karte sichtbar gemacht)

Weitere-Funktionen und Akku-Leistung :

Das Gerät verfügt über einen eingebauten Bildbetrachter. Dafür wird der Anschluss mittels eines USB-Kabels (nicht im Lieferumfang) benötigt.
Die Akkuleistung des Gerätes wird mit 5 Stunden angegeben. Bei mehreren meiner Tests erreichte das Gerät allerdings maximal ca. 3 Stunden Betriebsdauer. Das kann bei einer längeren Route schon ein wenig knapp werden.

FAZIT :

Das Garmin nüvi200 ist ein kleines,günstiges Gerät, welches primär für den „leichten“ Navigationseinsatz im Auto zu empfehlen ist. Seine einfache Bedienung ermöglichen Anfängern einen leichten Einstieg in die “Welt der Navigation”.
Das getestete zusätzliche Zubehör (Fahrradhalter, TOPO-Kartenmaterial) zu kaufen empfiehlt sich für dieses Gerät aufgrund des schlechten Displays und der damit verbundenen “nicht-Benutzbarkeit” im Outdoor-Bereich eher nicht.

Preis (Marktpreis) : ca. €139.- incl. MwSt.
Zusätzlicher Preis für das topografische Kartenmaterial Deutschland : €199.-
Das Garmin Nüvi 200 erhält man bei den Distributoren Actebis-Peacock, Eno, Komsa, NT Plusund Sonepar.

Hersteller-Link : http://garmin.de/strasse/produktbesc…uevi_200_dach/

PDF: bewertungsbogen-navi200

Eine Antwort zu “Testbericht Garmin Nüvi 200 DACH incl. Topografischem-Kartenmaterial”

  1. Ich habe das Nüvi 200 Dach und stelle fest dass es ein Schei…..
    Navi ist, bei einem Ziel an der Autobahn führt es mich immer über Landstraßen egal was ich eingestellt habe, ich schmeiße es demnächst in den Müll und kaufe ein besseres.

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