Testbericht Medion 96130

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Die Verpackung des 96130 ist mit der Beschriftung etwas überfrachtet aber sonst in Ordnung. Den aufgedruckten Systemvoraussetzungen ist zu entnehmen, dass Windows 2000, XP, oder Vista und ein Intel Pentium 750Mhz oder höher, sowie ein DVD-ROM Laufwerk, eine USB Schnittstelle und ein 12V Zigarettenanzünder benötigt werden. Vermutlich sollen diese Komponenten, abgesehen von dem Zigarettenanzünder, in einem PC installiert sein. Also nicht geeignet für PCs mit AMD CPU, oder?

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Im Karton befinden sich außer dem 96130: eine stabile Saugfußhalterung, eine DVD mit Software, Kartenmaterial und Anleitung, ein USB-Kabel und ein Anschlusskabel für den Zigarettenanzünder. Neben Kurzbedienungsanleitung und der Garantiekarte findet man auch nützliche Broschüren die Auskunft über das verfügbare Zubehör geben sowie zwei Gutscheine. Einer über 5 Euro, der beim Kauf einer Navifit Einbaulösung eingelöst werden kann und ein zweiter über 10 Euro, der bei einer Bestellung des morepoi POI-Warners verrechnet werden kann. Da das Gerät nicht original verpackt war, kann nicht beurteilt werden ob der etwas unaufgeräumte Zustand normal ist, oder durch das erneute Einpacken hervorgerufen wurde.

Die äußere Erscheinung des Navis ist unspektakulär – schlicht. Oben rechts am Gehäuse befindet sich der Ein/Aus-Schalter, links gegenüberliegend ein Anschluss für eine externe Antenne. An der rechten Seite befinden sich ein Speicherkartenschacht und ein Kopfhöreranschluß. Der USB-Anschluss ist an der Gehäuseunterseite und dient auch als Anschluß für die Stromversorgung.

Nach dem Einschalten und Starten der Navigationssoftware Go pal fand sich das 96130 erstaunlich schnell zurecht. Obwohl es offenbar zuletzt im westdeutschen Raum eingeschaltet war, hatte es nach wenigen Minuten seine ungefähre Position ermittelt. Die Bedienungs- und Installationsanleitung für die Software gibt es nur auf der mitgelieferten DVD. Da mit dem Testgerät keine Speicherkarte geliefert wurde und die SW und das Kartenmaterial für Deutschland und Umgebung bereits installiert war, wurde auf eine Neuinstallation verzichtet. Da das Navi über das beiliegende USB-Kabel auch mit Strom versorgt und geladen wird, kann man sofort nach dem Auspacken mit der Installation beginnen und sich mit dem Gerät vertraut machen, ohne es umständlich zunächst im Auto aufzuladen.

Intuitive Bedienung
Die Benutzeroberfläche erscheint ordentlich aufgeräumt und die Bedienung erfolgt intuitiv. Für die Routenberechnung, die sehr zügig erfolgt, stehen die Varianten schnell, kurz und ökonomisch zur Verfügung. Obwohl neben der Routenplanung fürs Auto auch Fußgänger- und Radfahrermodus möglich sind, ist der Detaillierungsgrad des Kartenmaterials eher für die Benutzung mit dem KFZ ausgelegt.
Bei dem Versuch eine Route in die Umgebung von Wien zu planen, bot die Go pal-Software als möglichen Zielpunkt nur noch die Ortsmitte an, verweigerte dann aber die Routenberechnung. Auch Routen nach Italien waren nicht möglich, obwohl sich Italien bei der Zieleingabe auswählen ließ. Ob sich diese Situation bei Verwendung einer zusätzlichen Speicherkarte anders darstellt, kann nur vermutet werden, da eine passende Speichererweiterung nicht zum Lieferumfang gehört.

Ansagen zu leise
Bei unserer weit über 1000 Km ausgedehnten Testfahrt hat uns der elektronische Lotse präzise und richtig geführt. Obwohl die Routeninformationen wie verbleibende Fahrzeit, voraussichtliche Ankunftszeit, verbleibende Kilometer ständig eingeblendet werden, ist der Bildschirm nicht zugepflastert und es bleibt immer Platz für einen lesbaren Kartenausschnitt. Die Informationen zu anstehenden Aktionen, Abbiegen, Wechsel der Autobahn etc. kommen rechtzeitig und präzise, auch als Ansage. Hier liegt allerdings auch die einzige Schwachstelle des 96130. Die Ansagen kommen viel zu leise. Selbst bei dem wirklich niedrigen Geräuschpegel in unserem “Sternenkreuzer“ waren die Ansagen ab 120Km/h nicht mehr zu hören. Aufs Radiohören musste sowieso verzichtet werden. Im Nachtbetrieb erregt das Navi dadurch Aufsehen, dass es ca. 5 Km vor einer Kreuzung oder Autobahnkreuz “aufblendet“. Diese eigentlich gute Eigenschaft kann aber nach längerer Nachtfahrt doch irritierend wirken, da das Display plötzlich ziemlich grell aufleuchtet. Besonders gefiel die schnelle und gute Reaktion des 96130 auf Abweichungen von der berechneten Route. Für den Fall dass man, aus welche Gründen auch immer, der Planung nicht folgen kann oder will, hat das 96130 stets bessere Alternativen bereit als: „bei der nächsten Gelegenheit bitte wenden“.

Zusätzlich zu Navigation bietet das 96130 noch einen Picture Viewer und einen europaweiten Polyglott Reiseführer, der zwar den gedruckten nicht ersetzen kann, aber viele nützliche Informationen zu den großen Städten bereithält und besonders dann wenn man unvorhergesehen auf Reisen gehen muss fürs erste recht hilfreich sein kann.

Distributions-Modell bei Komsa
Die Distribution des Navis erfolgt mit modifizierter Ausstattung unter der Modellbezeichnung PNA315 über Komsa. Laut eigener Angabe wird Komsa auch das Zubehör ins Programm nehmen. Das Gerät mit dem im Test beschriebenen Lieferumfang wurde von Aldi für 199.- Euro angeboten.
Den angestrebten Verkaufspreis über Komsa sowie die ausführliche Benotung der einzelnen Testkriterien entnehmen Sie bitte der angehängten PDF-Datei.
Fazit: Das richtige Gerät für denjenigen der schnell loslegen will und keinen großen Wert auf Sprachausgabe legt.

PDF: medion-96130_wulfken

Eine Antwort zu “Testbericht Medion 96130”

  1. Dieses Navigationssystem habe ich mir auch damals zugelegt und muss sagen, dass ich wirklich sehr zufrieden bin. Die leisen Ansagen sind leider bei allen Medion Navis normal und sind hier keine Ausnahme. Bei mir hat es sich allerdings sowieso eingebürgert hauptsächlich mit den optischen Mitteln des Navigationssystems zu arbeiten, da ich oftmals Musik höre bei der Autofahrt. Bisher hat mich das Gerät auch noch überall hingebracht wo ich hinwollte und liefert für mich deshalb ein durchgehend positives Ergebnis.

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