Test Bericht: Canon Xeed SX800 LCOS Projektor
Erster Eindruck…
Die Verpackung ist stabil, sagt aber wenig über den Inhalt aus – keine Verpackung, die das Verkaufsgespräch unterstützen würde. Dafür sind aber die Einzelteile sehr gut untergebracht und gegen normale Transportschäden gut geschützt. Das hat sich bezahlt gemacht, denn zur Testzeit war das Modell noch nicht in Europa erhältlich das Testgerät ist nagelneu und kam direkt aus Japan. Leider war die Bedienungsanleitung noch nicht fertig, weshalb ich diese leider noch nicht auswerten konnte. Auch auf der CanonWebseite war zu Testzeit keine Anleitung zu finden.
Optisch sieht er gut aus. Die Tasten sind etwas weiter hinten angebracht und gut aufgeteilt – sauber, nur das Nötigste ist vorhanden, aber es reicht vollkommen. Nur die Ein/AusTaste ist beleuchtet. Die Fernbedienung leuchtet zwar im Dunkeln, ist aber nicht aktiv beleuchtet.
Anschlüsse sind auf der rechten Seite, aber gut platziert mit ausreichend Platz, um mehrere oder alle Anschlüsse gleichzeitig zu verwenden. Das Objektiv ist mit einem abnehmbaren Deckel geschützt. Im Lieferumfang ist eine Tragetasche enthalten, die auch ein wenig Platz für die Fernbedienung und die nötigsten Kabel bietet.
Testbedingungen
Vorab ein paar Worte zu den Testbedingungen. Wie immer, handelt es sich um einen Anwendertest, wir gehen also davon aus, dass der Anwender kein Profi ist (wie im Büro üblich) und wir testen inwieweit sich das Gerät ohne besondere Vorkenntnisse bedienen lässt. Natürlich gehen wir weiter ins Detail und kommentieren die eine oder andere Funktion entsprechend.
DVD über Component Adapter
Für den ersten Test wurde „Casino Royal“ eingelegt. Der DVDPlayer wurde mit dem von Canon mitgelieferten ComponentVGAAdapter an den PC2/ComponentAnschluß angeschlossen. Die SchwarzweißAufnahmen waren kontrastreich und scharf (dort wo es der Film erlaubt) Blau und Grünwerte waren angenehm. Die CasinoSzenen wurden aber durch einen sehr starken Gelbstich dominiert. Dies konnte aber durch eine leichtere Anpassung der GammaWerte reduziert werden.
Zusätzlich wurde ein Audiokabel angeschlossen, der Lautsprecher ist auf einer Seite des Beamers angebracht (auf der anderen Seite sind die Lüfter). Leider ist der erzeugte Monoklang nicht besonders gut und keineswegs geeignet für aufwändige Videopräsentationen. Schon ab Lautstärke 8 (von 20) verliert er an Deutlichkeit und Qualität. Für normale Präsentationen in kleineren Räumen ist der MonoSound ausreichend, aber für den gelegentlichen Filmabend zu Hause nicht tauglich. Ein Pluspunkt ist der individuelle AudioEingang für die PC und CompositeEingänge sowie der AudioAusgang.
Das Bildqualität ist abgesehen vom Gelbstrich erstaunlich gut. Natürliche Meeres und Himmelsfarben, klares Bild ohne störende Rauschen oder RainbowEffekte, die LCOSTechnologie (Liquid Crystal on Silicon) sorgt für ein glattes, hochauflösendes Bild. Experten werden mit Sicherheit die perfekten Werte aus den umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten finden können. Auch bei maximalem digitalen Zoom wurde kein Fliegengittereffekt wahrgenommen.
Für den zweiten Test wurde „Hero“ gewählt. Der chinesische KungfuFilm ist für besonders leuchtende Rot und Gelbtöne, schnelle SchwarzweißKampfszenen und kontrastreiche Landschaften bekannt und eignet sich sehr gut für Testzwecke.
Auch hier waren die Farben fast zu stark, eine kleine Änderung bei den GammaEinstellungen (+5) korrigiert dies erstaunlich gut. Dabei blieben die Gelb und Hautfarben scharf und klar. Allerdings war bei den schnellen Schwertkämpfe in schwarzweiß ein leichtes Rauschen um die Schwerter zu erkennen – ein Härtetest für viele Projektoren und auch manche Flachbildschirme. Trotzdem war der Film mit dem Beamer gut zu genießen. Die Einstellung für Rauschminderung (stark) half ein wenig das Rauschen um die Schwerter in den SchwarzweißKampfszenen zu reduzieren.
Die Einstellungen für die dynamische GammaEinstellung brachte bei diesem Film aber keine wirklich sichtbare Änderung.
Für den dritten Test wählte ich den Klassiker „Dr. Seltsam oder Wie ich lernte, die Bombe zu lieben“. Ein SchwarzweißFilm ohne große Actionszenen. Hier kam insbesondere der 900:1 positiv zum Tragen.
DVD über MacBook
Das MacBook erkennt den SX800 sofort und erlaubt eine maximale Auflösung von 1.600 x 1.200 Pixel. So viel benötigen wir nicht für die Wiedergabe einer DVD nicht, aber bei Präsentationen kann kann die Auflösung sich bezahlt machen. Soweit dies der Film „Hero“ erlaubte, wurde er mit natürlich wirkenden Farben gut wiedergegeben. Bei den wenigen Stellen mit hohem Kontrastunterschied war lediglich ein leichtes Rauschen erkennbar. Insgesamt war dies allerdings kaum auffällig und somit kein wirklicher Störfaktor.
Daten über MacBook und andere Notebooks
Präsentationen, Internet, YouTube et cetera wirken sehr lebendig. Der Kontrast ist mit 900:1 ausreichend, Schwarzwerte sind sehr gut. Der motorisierte Focus (manuell) funktioniert einwandfrei und auch bei hellem Tag präsentiert der XEED exzellente Bilder. Mit der maximalen Auflösung von 1.600 x 1.200 Pixel (nativ: 1.400 x 1.050) und 1,5 fachen Zoom (auch motorisiert) können Präsentationen in beinahe jedem Raum gehalten werden.
Auch mit dem Acer Aspire One sind gute Resultate zu sehen. Die Grafikleistung ist bei dem Netbook zwar nicht sehr stark, aber hier geht es bei den Anwendungen in der Regel um Daten und nicht um Spiele oder Videos. Mit dem Lifebook waren die Ergebnisse nicht anders, der Canon brilliert als Datenprojektor, mehr brauchen wir darüber nicht zu sagen…
DVD über Composite
Bond is back… Diesmal über den einfachen CompositeEingang, ohne Ton. Farben werden leuchtend wiedergegeben, das Gelb ist immer noch ein bisschen zu stark, aber mittels GammaEinstellung wird dies gut ausgeglichen, ohne dass die andere Farben darunter leiden. Das Bild ist so scharf, wie man es über diese einfachen (und billigen) Kabel erwarten kann.
AnalogVideo über Composite
Für diesen Test wurde ein Sony Video8Gerät über Composite mit dem XEED verbunden. Die alten Bänder machen sich ganz gut im 4:3Modus. Auch hier wurde eine leichte GammaKorrektur vorgenommen, die Farben wirken danach natürlich und das Bild scharf.
Fazit
Der SX800 eignet sich hervorragend als allgemeiner BusinessProjektor. Mit einer klaren, kontrastreichen und hellen Bildwiedergabe wirken Datenpräsentationen sehr lebendig. Bei DVD und Videowiedergabe dominierte ein Gelbstich, der sich aber über die Farbeinstellungen gut ausgleichen lässt.
Der MonoLautsprecher (nur rechts) ist für einen raumfüllenden Klang oder Filmabend nicht geeignet, aber ein AudioAusgang ist ebenfalls vorhanden (wurde aber von uns nicht getestet). Die LCOSTechnologie sorgt für ruckelfreie Bilder, egal welcher Dateneingang verwendet wird.
Es gibt Presseberichte im Internet, welche behaupten, dass durch die Lampengarantie keine zusätzlichen Wartungskosten innerhalb der dreijährigen Garantiezeit anfallen werden. Dies ist laut CanonSupport nicht der Fall. Die Lampen haben jeweils eine 90 Tage Garantie, bis zu 3 Lampen werden innerhalb der Garantiezeit ausgetauscht.
Den ausführlichen Bericht und die Bewertung erhalten Sie in der Anlage.
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Weitere Informationen zu den Canon XEED SX800 erhalten Sie unter: http://www.canon.de



