Test: Sony VAIO VGN Z41MD/B
Praxistest Sony VAIO VGN Z41MD/B
(Der Test wurde im Auftrag von Harald Krczizek durch die Redaktion publiziert)
CP product expert: Harald Krczizek, pc-einfach.net
Hersteller und Name des Testgeräts: Sony “VGN-Z41MD/B” (Produktseite und technische Daten)
Testzeitraum: 07.07.09 - 22.07.09
UVP: 1.899,00 Euro
HEK: Angabe nur in der Printausgabe oder dem epaper
Distributoren: b.com, Delo, Ingram Micro, Tech Data, Wave
Um es vorneweg zu sagen: mir fiel es schwer, das Notebook wieder abzugeben. Das Vaio VGN Z41MD/B ist ein erstklassiges Business-Gerät mit modernen Multimediafunktionen.
Schon beim ersten Begutachten fühlt man, dass man hier etwas Besonderes in der Hand hält. Das 13,3 Zoll Vaio, nicht viel größer als eine A4 Seite, vermittelt einen sehr guten Eindruck, hochwertige Materialien, bestens verarbeitet - reichlich vorhandenene Anschlüsse und ein gutes Design.
Das Gerät welches ich zwei Wochen testen konnte, war ein Vorserienmodell und kam in einer Standard Verpackung ohne weiteres Zubehör. Das mir zur Verfügung gestellte Bildmaterial zeigte das komplette Zubehör und die Verpackung im Sony-Style.
Aussehen
Das schwarze Karbonfasergehäuse sorgt für die Leichtigkeit und Stabilität des bestens ausgestatten Subnotebooks. Es verfügt zwar nur über 2xUSB, dafür Firewire und HDMI Anschluss.
Das silberfarbene zylindrische Scharnier gibt dem Vaio nicht nur eine besondere Design-Note, es gestattet auch, dass das Display sehr weit geöffnet werden kann. An den Seiten des Scharniers befindet sich rechts der Einschalter und links die Netzteilbuchse. Genial gelöst - diese Buchse ist sehr flexibel, so dass das Gerät bei einem versehentlichen Anstoßen nicht gleich zerstört wird.
Auffällig ist das Tastaturfeld (Isolation Keyboard aus einer Aluminiumplatte) welches wohl aus Aluminium gefertigt ist. Eleganter Schwung und die eigene Form der Tasten sehen richtig gut aus. Neben dem optischen Reiz hat dies auch praktische Gründe. So bleibt die Handauflage stets angenehm kühl obwohl die Temperatur am linksseitigen Luftaustritt sehr hoch werden kann (siehe weiter unten).
Herausragende Ausstattungsmerkmale
Das Notebook wird von einem P8600.Prozessor (2,53 GHz und 1066 MHz FSB) angetrieben. 4GB DDR3 Arbeitsspeicher sorgen für einen flüssigen Arbeitsablauf, auch mit Vista Business (64bit). Die Festplatte (serielle ATA-Festplatte mit 5400 U/min) mit 320 GB Fassungsvermögen bietet ausreichend Platz für Dokumente und Dateien jeglicher Art.
Das 13,1″-LC-Display (WXGA, 1366 x 768) mit X-black und LED-Technologie ist angenehm hell und gut ausgeleuchtet, so dass ein ermüdungsfreies Arbeiten auf längere Zeit möglich ist. Die Bildschirmauflösung eignet sich hervorragend zur Wiedergabe von HD Filmen im Breitbildformat. Der HDMI Anschluss gewährleistet eine qualitativ hochwertige Übertragung von Bild und Ton auf einen externen Monitor oder TV. Das Vaio verfügt über einen Anschluss für eine Dockinstation.
Die Grafiklösung beruht auf einer NVIDIA GeForce 9300M GS Grafikkarte und einer Intel Graphics Media Accelerator 4500MHD und verfügt bei Bedarf über ca. 1370 MB (davon 128 MB GDDR3 VRAM) Grafikspeicher, welcher zum einem für anspruchsvolle Multimediainhalte ausreichend Leistung bereitstellt, zu anderen im Stromsparmodus soweit reduziert werden kann, dass neben anderen Stromsparmaßnahmen die Akkulaufzeit erheblich gesteigert werden kann. Im Praxistest konnte ich etwas mehr als 5 Stunden ohne Steckdose arbeiten, also nicht Einschalten und warten bis es dunkel wird - nein, ganz normale Office-Anwendungen nutzen.
Software
Die Softwareausstattung ist Sony-typisch sehr umfangreich. Angefangen von DVD-Software bis hin zu speziellen Sony-Tools, welche das Arbeiten stark erleichtern. Besonders die Kommunikationssoftware Sony Vaio Network ist sehr bedienerfreundlich. Es lassen sich Kommunikations-Profile einrichten und diesen dann Geräte z.B. Drucker zuordnen. Damit kann man je nachdem an welchem Standort man sich gerade befindet, die vorhandene Infrastruktur nutzen ohne umständlich ständig die Netzwerkeinstellungen neu konfigurieren zu müssen.
Am Rande des Tastaturfeldes befinden sich der Schalter für den CD/DVD-Auswurf, der Umschalter zwischen Leistungsmodus und Stromsparmodus (Stramina) und zwei weitere Schalter S1 und S2 zur Umschaltung zwischen eventuell angeschlossenen Projektoren oder Displays.
Das Everywair - UMTS Modul haben wir hier nicht getestet. In einem früheren Test eines Sony-Notebooks (http://www.channelpartner.de/haendlertests/2009/02/sony-vaio-vgn-tz31wn-g4-everywair/) konnten wir feststellen, dass dieses Modul prima funktionierte, nachdem Norton Internet Security deinstalliert wurde. Das vorliegende Modell ist mit der McAfee Internet Security Suite (60 Tage Testversion) ausgestattet, welche reibungslos mit dem System harmonierte.
Als Betriebssystem ist Vista Business (64bit) SP1 vorinstalliert. In der Verkaufsversion des Modells soll auch XP Professional als Downgrade dabei sein. Das Betriebssystem und die Applikationen liefen flüssig und störungsfrei.
Kritikpunkte
Bei all den positiven Aspekten sollte man nicht vergessen auch die weniger guten Seiten zur Sprache zu bringen. Der Kensington-Schlitz ist an der linken Seite neben dem VGA-Anschluss angeordnet. Das stellt den Nutzer vor die Alternative zwischen externem Monitor/ Projektor oder Diebstahlschutz. Vielleicht gibt es auch schmalere Kensington Schlösser.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die hohe Temperatur am Luftaustritt von gemessenen 50°C, z.B. bei der Wiedergabe eines Videos. Auch ist es etwas gewöhnungsbedürftig, die Bildlaufeigenschaften mit FN + Pfeiltasten zu steuern.
Des Fachhandels plus?
Auch wenn ich ein Vorserienmodell im Test hatte, ist das Gerät bereits bei einigen Distributionen und auch im Internet verfügbar. Der Online-Einstiegspreis stand zum Zeitpunkt des Tests bei 1731,55 € incl. MwSt. , der Einkaufspreis im EGIS beginnt knapp darüber (ohne evtl. Versandkosten) bei den großen Distributoren.
Naja, wie handhaben Sie das, liebe Kollegen? Wie oft gelingt es Ihnen diese Differenz mit besserem Serviceversprechen wegzubügeln und noch etwas daran zu verdienen?
Also wenn man mit diesem VGN Z41 Geld verdienen will, bleibt einem immer noch die Option über Datenverträge, da das UMTS Modul vertragsfrei und nicht gesimlockt ist. Nur stellt sich für mich die Frage, warum ich das tun und damit solche Preispolitik weiter unterstützen sollte.
Zusammenfassung
Ich habe selten ein so gutes Notebook in den Händen gehabt, wie dieses Subnotebook. Lange Akkulaufzeiten, vielseitige Kommunikationsmöglichkeiten, hilfreiche Tools und ein sehr ansprechendes Aussehen bei einem Gewicht unter 1,5 kg.
DVD-Brenner und umfangreichen Anschlüssen machen dieses Gerät zu einem vielseitigen Begleiter mit nur wenigen kleinen Kritikpunkten. Bei diesem Preis ist nicht zu erwarten, dass das VGN-Z41 den Massenmarkt erobert - eigentlich schade, denn selten habe ich ein Subnotebook gesehen, welches so flexibel einsetzbar, ausdauernd und formschön ist und bei dem Hard- und Software so gut zusammen arbeiten.
Die ausführliche Benotung der einzelnen Testkriterien können Sie der PDF-Datei entnehmen: sony-vaio-vgn-z41md1




Bei einem Preis von über 1700 Euro sollte man auch wirklich exzellente Qualität und Leistung voraussetzen können. Immerhin befinden sich die meisten Konkurrenzprodukte in der Größenordnung eher bei 300 - 700 Euro. Da ist es wohl klar, dass das Vaio für 1731 Euro besser ausgestattet und verarbeitet ist. Ich bin selber Sony Vaio User und muss wirklich sagen, dass ich nach den 2 Jahren Vaio-Nutzung wirklich enttäuscht vom Preis-/Leistungsverhältnis bin. Dieses Subnotebook wird mit Sicherheit gut sein, aber ob es wirklich so viel Geld wert ist !?…