Außergewöhnliches Mini-ITX-Gehäuse im Cube-Format

CP product expert: Jürgen Wölfl
Hersteller und Name des Testgeräts: Silverstone SST-SG05B Sugo (zur Produktseite, zu den technischen Daten)
Testzeitraum: 01.09.09 - 03.09.09
UVP: 89,90 Euro
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Distributoren: B.Com, Caseking, Wave

Außergewöhnliches Mini-ITX-Gehäuse im Cube-Format

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Erster Eindruck / Haptik
Da wir schon seit Jahren mit den Gehäusen des Edelherstellers Silverstone arbeiten und deren hohen Qualitätsstandard gewohnt sind, sind wir dementsprechend gespannt, ob dieses Mini-ITX Case diesen Standard wieder erreichen bzw. halten kann.

Der erste Eindruck beim Auspacken lässt schon Gutes erhoffen und es ist schon mit bloßem Auge erkennbar, dass dieses „Sugo”-Gehäuse wieder einmal bis ins letzte Detail durchdacht und gefertigt ist. Trotzdem kann man sich wegen der gewöhnungsbedürftigen Front des Eindruckes nicht erwähren, dass mehr Wert auf die Kühlung als auf die Optik gelegt wurde. Das wiederum muss aber keineswegs negativ betrachtet werden, denn durch den großen 12 cm einblasenden Frontlüfter  ist ein guter Luftdurchzug nach hinten gegeben, welcher dann vom Netzteillüfter hinten raus geblasen wird. Allgemein ungewöhnlich für dieses Mini-ITX Gehäuse ist, dass hier sogar Grafikkarten von NVIDIA bis 9800GT und ATI bis HD4850 eingesetzt werden können. Das Netzteil verfügt über einen entsprechenden Stromanschluss. (Note: 1, Gewichtung 10%)

Einbau
Nimmt man den durch drei Schrauben angeschraubten Deckel ab, kann es auch gleich mit der Assemblierung losgehen. Wie bei den kleinen Gehäusen gewohnt ist der Einbau der Komponenten nichts für große Hände. In unserem Test wurde ein Intel „D945GCLF Mini-ITX” Mainboard, eine 320 GB 3,5″ WD-Festplatte, ein 2 GB DDR2-800 RAM-Modul von Take MS und ein IDE-Slimlinelaufwerk von Samsung verwendet. Die Festplatte wird dabei in einem ausziehbaren Käfig eingeschraubt. Für das optische Laufwerk liegt ein IDE-Adapter im Zubehör bei. Auch sonst lief alles reibungslos und der Zeitaufwand für den Zusammenbau lag bei etwa 20 Minuten. Zu beachten ist lediglich, dass nur CPU-Kühler bis 7,8 cm Höhe und Einsteckkarten (Grafikkarten und PCI-Karten) bis eine maximale Länge von 22,8 cm eingesetzt werden können. (Note: 1, Gewichtung 30%)

Verkaufsargumente und Marge
Als Verkaufsargument Nummer 1 dient natürlich die überdurchschnittliche Verarbeitung, was eine lange Lebenszeit mitbringt. Ein anderes Argument ist die Einsetzbarkeit sämtlicher Konfigurationen und Komponenten. Als Billigheimer sehen wir dieses Gehäuse nicht und der Einsatzbereich sollte unserer Meinung nach schon im High-End Bereich liegen.

Der Preis an sich ist für die gute Qualität die man bei diesem Produkt erhält keinesfalls zu hoch. Die Marge allerdings zum UVP ist eher gering und daher empfehlen wir dieses Case nur als Komplett-PC anzubieten. (Note: 2, Gewichtung 30%)

Vorteile für den Kunden
Der Vorteil liegt sicherlich darin, dass der Kunde im Prinzip alles was im Mini-ITX Bereich möglich ist einsetzen kann. Auch durch den hohen Qualitätsstandard erhält er ein langlebiges Produkt und kann sich über Jahre hin daran erfreuen. Überzeugend ist auch die Kühlung, welche gut funktioniert und dazu noch leise ist. Das Design ist zwar Geschmackssache, aber dennoch ein Blickfang und passt in fast jede Umgebung. (Note: 1, Gewichtung 20%)

Packungs-Zubehör
Als Zubehör liegt der bereits erwähnte Slimline-Adapter für das optische Laufwerk. Zusätzlich ist folgendes im Lieferumfang: Mehrsprachiges Handbuch, Netzkabel, Schrauben für sämtliche Komponenten, anonyme Austauschblende für das Firmenlogo an der Front und klebbare Gummifüsse. (Note: 1 , Gewichtung 10%)

Fazit mit Empfehlung
Egal ob man „normale” Intel Atom Mainboards einsetzt oder die leistungsstärkeren Mainboards von Zotac und Point of View, dieser Cube legt dem Anwender keine Einschränkungen in den Weg und ist für alle erdenklichen Einsatzbereiche ausgelegt. Was man auch nicht unterschätzen darf, ist, dass es möglich ist einen Strom sparenden PC zu erstellen und dabei keine großen Abstriche an der Leistung und Performance machen zu müssen. Ein kleines Manko stellt der Einsatz eines optischen IDE-Slimline-Laufwerkes dar, da solche Laufwerke kaum noch erhältlich sind. Da würden wir dem Hersteller anraten das Gehäuse auf ein SATA-Laufwerk anzupassen und das Netzteil dementsprechend anzupassen. Ansonsten lässt das Gehäuse keine Wünsche offen und man kann es absolut empfehlen!

Wertung

Durchschnittsnote (Schulnotensystem): 1,3, entspricht 5 ChannelPoints

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