Testbericht: HTC Hero - Google-Smartphone mit Knick

CP product expert: Daniel Uhlir, danuh@gmx.de, hardsoft

Hersteller und Name des Testgeräts: HTC Hero (zur Produktseite, Technische Daten)

Testzeitraum: 24.9.09 – 01.10.09

UVP: 598 Euro (inkl. MwSt., ohne Vertrag)

HEK: Angabe nur in der Printausgabe oder im ePaper

Distributoren: NT-Plus

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HTC HERO – HTCs neuer Held

Erster Eindruck

Wenn man die Produktpackung in den Händen hält, könnte man zuerst denken, dass einen hier nichts Besonderes erwartet, so schlicht ist der weiße Karton, auf dessen Front lediglich ein Bild des Smartphones abgebildet ist. Beim Öffnen folgt dann allerdings der „Aha“-Effekt: Das handliche Smartphone in weiß, dessen Touchscreen fast die gesamte Oberfläche einnimmt, sieht mit dem silbernen Rahmen rund um den Touchscreen recht edel aus. Was sofort auffällt ist der untere Knick im Gehäuse und der kleine Trackball. Das Gehäuse hinterlässt einen stabilen Eindruck. Nichts knarzt, knirscht oder wackelt.

(Note: 1,0 Gewichtung: 10 Prozent)

Arbeiten mit dem Smartphone

Obwohl der Knick im Gehäuse nicht gerade Hosentaschentauglichkeit oder eine bequeme Handhabung vermuten lässt, stört das abgeschrägte Ende nicht in der Hosentasche. Außerdem lässt sich das Gerät durch die Abschrägung gut in der Hand halten und man hat eine perfekte Daumenauflage. Der Trackball und die anderen Tasten liegen gut erreichbar und das Handy lässt sich problemlos mit einer Hand bedienen.

Der Touchscreen ist wie beim iPhone kapazitiv, was bedeutet, dass er auf das elektrische Feld im Finger reagiert und nicht auf den ausgeübten Druck. Dadurch lassen sich z.B Texte sehr entspannt tippen. Die Farben und Ablesbarkeit sind sehr gut und im Freien noch gut. Mit 480×320 Pixeln ist die Auflösung für ein modernes Smartphone eher niedrig, trotzdem wirkt der Bildschirminhalt recht scharf.

Die Ausstattung ist mit WLAN, Bluetooth, GPS, USB, 5MP-Kamera mehr als komplett. Die Kamera macht für ein Handy brauchbare Bilder. Die Farben und das Rauschverhalten gehen in Ordnung, es fehlt lediglich etwas an Schärfe. Die Videofunktion ist eher mittelmäßig. Leider nimmt das Smartphone die Videoclips nicht flüssig mit 25fps oder 30fps wie die meisten anderen Multimediahandys auf.

Wer mit dem Hero navigieren will, dürfte seine Freude daran haben. Der Satfix geht sehr schnell und braucht weniger als 30 Sekunden. Eine erneute Positionierung dauert ca. 10 Sekunden. Navigationssoftware ist als extra (z.B ALK Co-Pilot) erhältlich, es gibt aber auch Karten von „Open Street Map“, die man kostenlos nutzen kann. Passende kostenlose Navisoftware, die mit den Karten funktioniert gibt es ebenfalls für das Android-Betriebssystem.

Der eigentliche Sinn eines Handys soll in früheren Zeiten mal das Telefonieren gewesen sein. HTC hat dieses Ur-Feature beim Hero im Gegensatz zu manch anderem Hersteller nicht vernachlässigt. Absolut unaufregend wählt man über sein virtuelles Zahlenfeld die gewünschte Nummer, oder nutzt das einfach gehaltene, aber übersichtliche Telefonbuch. Die Gesprächsqualität ist gut. Das Gegenüber klingt nicht zu blechern oder zu tief. Der eingebaute Lautsprecher ist laut genug. Verbindungsabbrüche hatte ich beim Test keine. Auch bei schlechterer Netzabdeckung hat das HTC Hero nie den Empfang verloren.

Dem Hero hat HTC eine Mini-USB-Buchse spendiert, über welches sowohl der Datenaustausch per USB als auch die Ladefunktion funktioniert. Das Betriebssystem ist „Android“ und kommt von Google. Dementsprechend eng ist das Smartphone mit dem Internet verknüpft. Wer also keine Datenflatrate hat, sollte als erstes in den Verbindungseigenschaften die automatische Einwahl ins Internet ausschalten, damit es keine bösen Überraschungen gibt. Wer dennoch z.B. zuhause surfen will, kann das per Wireless LAN tun. Das geht flott und die Verbindung lässt sich denkbar einfach herstellen: Einfach über den Touchscreen den WLAN-Schalter auf „on“ stellen und sich mit dem heimischen WLAN verbinden.

Google – Maps, Mail und Talk sind vorinstalliert. Ebenso ein Youtubeplayer, Video- und Audioplayer für die gängigsten Audio- und Videoformate. Für das mobile Office ist ein PDF-Viewer, Quickoffice, Taschenrechner etc. vorinstalliert. Eine Besonderheit ist der Android Appstore. Ganz nach dem Vorbild von Apple, kann man sich online direkt über das Handy kostenlose bzw. kostenpflichtige Software herunterladen und auf dem Handy installieren. Es gibt mittlerweile tausende Applikationen, so dass für jeden Geschmack und Bedarf etwas dabei sein sollte.

Bis zu 440 Stunden Standby traut HTC dem Akku seines Hero zu.Eine durchaus glaubwürdige Angabe. Bei meinem Test, hielt der Akku bei gelegentlicher Telefonie, etwas WLAN-Einsatz und kurzer GPS-Nutzung ca. 1 Woche.

(Note:1,9; Gewichtung: 60 Prozent)

Vorteile für Händler und Marge

Wie immer liegen HEK und Straßenpreis sehr nah bei einander. Auch besonderes Zubehör wie z.B. beim iPhone, was für Zusatzmarge sorgen könnte gibt es nicht. Der Verkauf allein wird sich wohl kaum besonders lohnen, außer man Vertreibt z.B. Datentarife. Denn eigentlich ist das Googlehandy am interessantesten, wenn man von unterwegs sämtliche Funktionen wie Mail, Maps und Co. nutzen kann.

(Note 2,8; Gewichtung: 30 Prozent)


Fazit mit Empfehlung

Das HTC Hero kann man durchaus empfehlen wenn:

  • der Kunde eine mobile Flat hat oder dazu abschließen möchte

  • Telefonie und Internetfunktionen im Vordergrund stehen

  • Wert auf Spiele und andere Zusatzsoftware gelegt wird

Durchschnittsnote: 2,0

ChannelPoints: 4

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