Mobotix Mx2wire Knüpft (Power-over-) Ethernet-Verbindung über Zweidrahtleitung

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CP product expert: Peter Mietzelfeldt, Mietzelfeldt Hardware & Software

Hersteller und Name des Testgeräts: Mobotix  “Mx2wire” Testzeitraum: 02.11.2009 -24.11.2009

UVP in Euro: ab 298 Euro

HEK und Bezugsquellen: www.channelpartner.de/produkt-scout

Erster Eindruck / Haptik
Die Umverpackung ist sehr einfach gehalten, technische Details oder Abbildungen findet man hier nicht. Da das Produkt nicht direkt für den Endkunden bestimmt ist, ist das auch in Ordnung. Die Adapter kommen mit allem Zubehör, welches eventuell für die Montage nötig ist.
(Note 1; Gewichtung 10 Prozent)

Einbau
Auch wenn man es bei so einem hochwertigen Produkt machen sollte, ein Blick ins Handbuch muss nicht unbedingt sein, wenn man eine einfache Verbindung aufbauen will. Mit dem Mx2wire System lässt sich ein Ethernet-Netzwerk mit 10/100 Mbit/s Bandbreite inklusive Stromversorgung (PoE) über eine Zweidrahtleitung verbinden. Verwendet werden können beispielsweise Klingeldraht und Telefonleitungen. Aber auch alte, nicht mehr Strom führende Stromleitungen sowie Koax-Antennenkabel sind verwendbar. Damit bietet es sich auch an, alte Anlagen der Analogtechnik einfach mit PoE-Kameras zu modernisieren.
Vor den Mx2wire muss lediglich ein PoE-Versorger (z.B. Switch) vorhanden sein, welcher die Spannung einschleift. Dort wird das erste Gerät des Mx2wire Kits angeschlossen. Dieses wird über zwei Schraubklemmen mit einer vorhandenen zweiadrige Leitung verbunden. Diese kann, je nach Qualität der Kabel, bis zu 500 Meter lang sein. Zum Abschluss wird das zweite Gerät des Mx2wire Kits angeschlossen. Hier kann jetzt ein Gerät nach dem 802.3af  Standart (IP-Kamera, Access Point o.ä.) angeschlossen werden. Damit können dann auch an abgelegenen Orten Komponenten mit Strom versorgt werden. Es ist aber nicht möglich, Kits wie das D-Link DWL-P200 oder TP-Link TL-POE200 zu betreiben. Hier kommt an den Receivern der Kits keine Spannung an. Es muss immer ein PoE Endgerät nach dem Standart 802.3af sein. Wenn das Mx2wire Kit mit einem PoE-Injector betrieben wird, kann am Ende der Strecke auch jedes normale Netzwerkgerät angeschlossen werden. Ein Test an einer neuen noch aufgerollten 250 Meter JYSTY-Kabelrolle ergab, dass 10 Mbit Datendurchsatz dauerhaft möglich sind.
(Note 2, Gewichtung 30 Prozent)

Verkaufsargumente und Marge
Das ist ein Gerät für eine Nische, es wird also nicht einfach im Regal liegen. Allerdings ist der Einsatzbereich recht groß, wenn Kunden mit weiten Geländebereichen oder zum Beispiel Schulen vorhanden sind.  Dort kann eine Vernetzung über Telefonleitungen oder brach liegende Stromleitungen erfolgen. Der Preis ist recht hoch. Es gibt 2-Draht Kits ohne PoE schon um die 200 Euro.
(Note2, Gewichtung: 30 Prozent)

Vorteile für den Kunden
Der Kunde bekommt ein Gerät welches ihm hohe Kosten für Arbeiten an der Infrastruktur ersparen kann. Die Geräte lassen sich perfekt auch in Wohnhäusern unterbringen, da das komplette Montagematerial auch für Unterputzinstallation mitgeliefert wird.
(Note:1, Gewichtung: 20 Prozent)

Packungs-Zubehör
2 Einzelgeräte des Mx2wire, 2 Aufputzrahmen, verschiedene Adapter für vorhandene Steckdosensysteme, 2 Rigips-Unterputzdosen und eine sehr ausführliche deutsche Anleitung.
(Note:1, Gewichtung: 10 Prozent) )

Fazit mit Empfehlung
Mobotix hat hier ein tolles Kit produziert, welches in der Alarmtechnik, der Videoüberwachung wie auch der entfernten Vernetzung eine Bereicherung ist.

Wertung

Durchschnittsnote (Schulnotensystem): 1,6 entspricht 4 ChannelPoints

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