Synology DS509+: 5-Bay-NAS mit komfortabler Bedienoberfläche

CP product expert: Christian Fasold, FaSoft, cfasold@fasoft.de
Hersteller und Name des Testgeräts: Synology Disk Station DS509+
Testzeitraum: 01.09.2009 – 21.09.2009
UVP: 946 Euro
Bezugsquellen und HEK: www.channelpartner.de/produkt-scout

Distributoren: 21byte, EET GermanyIntosMemq, Twocom

5-Bay-NAS mit komfortabler Bedienoberfläche

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Erster Eindruck

Beim Auspacken des Gerätes fiel uns direkt positiv auf, dass zwei Netzwerkkabel mitgeliefert wurden. Hier wurde also schon mal nicht bei der Grundausstattung gespart. Das Gerät selbst ist in schwarz gehalten und ist breiter als hoch (es hat 5 Hotplug-HDD-Schächte) und sieht durch das Design, die Farbe und die Bauform etwas „unförmig” aus.

Die HDD-Schächte sind einzeln abschließbar um ein versehentliches Entnehmen der HDD zu verhindern. Ein Display zur Anzeige des Systemzustandes sucht man bei diesem Gerät leider vergeblich. Daraus ergibt sich auch dass das System nicht direkt in Betrieb genommen werden kann (da es z.B. keine Möglichkeit am Gerät gibt, eine IP-Adresse einzustellen) sondern erst mit seiner eigentlichen Firmware bestückt werden muss. Dies geschieht dann über einen angeschlossenen Rechner. Es müssen vorher Festplatten eingebaut werden, da das Betriebssystem wohl auf diesen Festplatten gespiegelt abgelegt wird.

Als Betriebssystem kommt leider keine bekannte Linux-Distribution zum Einsatz, sodass man nicht einfach neue Software nachrüsten kann. Es gibt aber einige Pakete im Netz direkt für diese Geräte zum Download, die wohl die meisten Wünsche erfüllen können sollten. Auf das eingebaute Linux kann man auch per SSH zugreifen.

Das Gerät besitzt zwei LAN-Ports, zwei USB-Ports und hat 1 GB RAM. Eine interessante Idee ist die Erweiterbarkeit mit einem weiteren 5-Port System (DX5) über die eingebaute eSATA-Schnittstelle. Damit kann man das System später nochmal um fünf weitere HDDs erweitern. Was leider fehlt ist ein Hardware-Knopf mit dem man z.B. vorher gespeicherte Backup-Aufgaben direkt ausführen lassen kann. Das System kann auch IP-Kameras für Überwachungszwecke ansteuern, besitzt die Möglichkeit sich per PPPOE ins Internet einzuwählen und als Firewall zu fungieren (dazu fehlt momentan aber noch ein direkt in der Firmware eingebauter DHCP-Server um auch wirklich als Router fungieren zu können).

Die Möglichkeiten, die die Firmware bietet, sind enorm. Diese reichen von normalen NAS-Funktionen wie NFS- und SMB-Server hin zu SAN-Funktionen wie iSCSI. Auch eingebaute Torrent-Download-Server und Multimedia-Server (z.B. SqueezeCenter) sind vorhanden.

(Note: 1,0; Gewichtung: 10 Prozent)

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Arbeiten mit dem Gerät

Um das System das erste Mal zu starten, wird ein Rechner mit Windows benötigt (seit DSM 2.2. geht das auch unter Linux) um die Firmware bzw. das Betriebssystem („DSM”) auf das Gerät zu laden.

Ab diesem Zeitpunkt kann das Gerät bequem über ein sehr praktisches und optisch ansprechendes AJAX-Webinterface bedient und eingestellt werden.

Bei der gesamten Arbeit mit dem Gerät gefällt das geringe Betriebsgeräusch der beiden großen Lüfter. Durch den großen Durchmesser der Lüfter können diese relativ langsam laufen und ermöglichen diesen leisen Betrieb.
Sobald Festplatten in das System eingeschoben werden, können diese dann in Volumes zusammenfasst werden. Wir haben bei unserem Testgerät drei SATA-HDDs mit 80GB mitgeliefert bekommen, die wir als RAID5 konfiguriert haben.

Wenn man allerdings eine HDD aus dem Verbund entfernt und dann wieder einsteckt, wird leider nicht automatisch das RAID neu wiederhergestellt sondern man muss die „neue” HDD manuell in das degradierte RAID-Volume einbinden. Das sollte automatisch funktionieren. Laien würden sich bestimmt über ein „intelligentes” RAID (analog zu X-RAID2 bei NetGear) freuen, bei dem das System automatisch und im Hintergrund immer das beste RAID-Level wählt, je nachdem wieviele HDDs eingesteckt sind. Solch eine Funktion fehlt hier zwar, aber es gibt gute Wizards, welche die Konfiguration des Gerätes auch für Laien ermöglichen.

Auch der Betrieb des DS509+ als iSCSI-Storage für VMware ESX 4.0 hat problemlos funktioniert.

Wir haben das System an unseren Mess-Server direkt über einen Gbit-Switch angeschlossen, um den iSCSI-Durchsatz beim Schreiben und Lesen verschieden großer Dateien zu messen. Dabei wurden immer vier Lese- und Schreibvorgänge gleichzeitig ausgeführt. Diese Tests führen wir mit dem „ATTO Disk Benchmark” durch. Das Ergebnis zeigt folgende Grafik:

atto_synology_509_iscsi_20_09_2009.jpg

Wie man in der obigen Grafik ersehen kann schafft es das DS509+, sich geschwindigkeitsmäßig deutlich von der breiten Masse der NAS-Geräte abzusetzen.

(Note: 2,2: Gewichtung: 60 Prozent)

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Vorteile für Händler und Marge

Die Themen Backup und Storage sind schon länger wichtig, durch den Preisverfall bei SATA-Festplatten sind sie aber nochmals deutlich stärker in den Fokus gerückt. Denn eigentlich jeder Kunde benötigt eine sichere, einfache und praktikable Backup-Lösung. Hier bietet sich für den Händler eine gute Möglichkeit, sowohl Hardware also auch Know-How an den Kunden zu verkaufen. Denn jedes gute System muss eingerichtet und gewartet werden. POS-Material etc. gibt es über die entsprechenden Distributoren, leider gibt es aber keine Hotline in Deutschland.

(Note 2,7; Gewichtung: 30 Prozent)

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Fazit mit Empfehlung

Wir waren von dem DS509+ sehr positiv angetan. Das DSM ist eine wirklich gute Bedienoberfläche, die Funktionen sind zahlreich und die Geschwindigkeit ist für Backupzwecke absolut ausreichend, sogar für kleinere SAN-Gehversuche reicht die Geschwindigkeit aus. Insgesamt können wir das Gerät problemlos empfehlen.

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Die ausführliche Benotung der einzelnen Testkriterien finden Sie in der folgenden PDF-Datei:
Bewertungstabelle Synology DS509+

Eine Antwort zu “Synology DS509+: 5-Bay-NAS mit komfortabler Bedienoberfläche”

  1. Interessant

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