Garmin-Asus Nüvifone M10
Testbericht: Garmin-Asus Nüvifone M10
CP product expert: Daniel Uhlir, danuh@gmx.de, Hard & Softshop Hamminkeln
Hersteller und Name des Testgeräts: Garmin-Asus Nüvifone M10
Produktinformationen: Herstellerseite
Testzeitraum: 10.08.2010 – 24.08.2010
UVP: 399 Euro (inkl. MwSt., ohne Vertrag)
Bezugsquellen und HEK: www.channelpartner.de/produkt-scout
Distributoren: Actebis Peacock, BHS Binkert, Duttenhofer, Eno, Komsa, Michael Telecom, NTplus, TechData
Garmin Nüvifone – das smarte Naviphone
Erster Eindruck
Das Nüvifone kommt in einer schicken kleinen Box. Wenn man Sie geöffnet hat, fällt einem als Erstes das smarte Mobiltelefon ins Auge. Das Smartphone wird übrigens von Asus gefertigt. Eine gute Idee, da Asus selber schon einige Erfahrungen mit Smartphones hat.
Die Rückseite des Gerätes ist gummiert. Das fühlt sich nicht nur gut an, es verhindert auch ein Herumrutschen auf nassen Handflächen. Der Akkudeckel sitzt schön fest – und auch sonst knarzt und wackelt nichts. Von den Abmessungen her ist das Nüvifone nicht zu gross und nicht zu schwer. In der Hosentasche wirkt es nicht störend.
Erfreulich: Zum Lieferumfang des Gerätes gehört reichlich Zubehör wie Ohrhörer, Ladekabel und – als Highlight – eine Autohalterung inklusive Ladekabel für das Auto.
(Note: 1,0; Gewichtung: 10 Prozent)
Arbeiten mit dem Smartphone
Das Nüvifone hat einen 3,5 Zoll grossen Touchscreen mit der üblichen WVGA-Auflösung von 800 x 480 Pixeln. Dem 600-MHz-Prozessor stehen 512-MB-Arbeitsspeicher zur Seite. Als Betriebssystem verwendet Garmin eine leicht angepasste Version von Windows Mobile 6.5.3. Im Test lief das System immer stabil; es stürzte während des Testzeitraums kein einziges Mal ab.
Das Besondere am Nüvifone ist natürlich die Navigation. Garmin hat die Oberfläche von Windows Mobile kaum angerührt und lediglich um drei Buttons ergänzt: Telefon, Suchen und Karte. Der Bildschirm ist also nicht unnötig überladen, was mir persönlich gut gefällt.
Besonders gut gefällt mir auch das Handling im Fahrzeug. Die mitgelieferte Halterung sitzt absolut fest an der Scheibe. Nichts wackelt, und so lässt sich zu jeder Zeit das Display gut ablesen. Das Display an sich ist matt. Trotzdem spiegelt sich die Umgebung etwas. Bei normaler Anwendung bei hellem Sonnenlicht gestaltete sich das Ablesen schwierig. Im Auto gab es allerdings während der Testfahrten auch bei viel Sonne keine Schwierigkeiten.
Absolut top: Wird das Nüvifone in die Halterung gesteckt, dann schaltet sich sofort der GPS-Empfänger ein und aktiviert sich die integrierte Freisprecheinrichtung. So startet die Navigation schnell und kann der Fahrer die Hände am Lenkrad lassen. Die Qualität der Freisprecheinrichtung ist mit der einer externen zu vergleichen.
Außerdem kennen wir alle diese Situation: Man macht nicht, was das Navi sagt, und prompt muss die Route neu berechnet werden. Blöderweise lässt sich ein normales Navi damit so lange Zeit, dass man auch an der nächsten Abfahrt vorbei ist… In diesem Fall rechnet das Nüvifone allerdings so zügig, dass man eigentlich nichts verpassen sollte. Sehr erfreulich sind die klaren Ansagen und der Fahrspur-Assistent. Damit verlieren Ansagen wie „ halb rechts, dann halb links“ ihren Schrecken. Und selbst so Anti-Orientierungsgenies wie mir gelingt es mühelos, den Anweisungen des Navis zu folgen.
Dabei wird die erlaubte Höchstgeschwindigkeit immer eingeblendet. Auf zu schnelles Fahren reagiert das System mit einer Warnung. Das ist durchaus hilfreich, wenn man nicht ortskundig ist. Auch aktuelle Wetter- und Verkehrsinformationen lassen sich abrufen. Mit einer Datenbank von 1,7 Millionen Points of Interest lassen sich auch auf die Schnelle ein Parkplatz, ein Restaurant oder andere Sehenswürdigkeiten finden.
Das Kartenmaterial umfasst 43 europäische Länder und ist auf dem integrierten 4-GB-Speicher installiert. Außer der sehr guten Navigation ist noch Office Mobile, ein Audio/Videoplayer und diverse Windows Mobile Standardsoftware an Bord. Leider wählt sich das Nüvifone häufig ins Internet ein, etwa sobald es in der Autohalterung steckt. Das kostet natürlich. Ich habe keine Möglichkeit gefunden, die Verbindung dauerhaft abzustellen. Entweder löscht man den Zugangspunkt für das Internet, was dann Fehlermeldungen mit sich bringt oder man nutzt eine kleine Daten-Flaterate. Dann kann man auch von den Zusatzfunktionen der Software Gebrauch machen wie zum Beispiel den aktuellen Wetter- oder Verkehrsdaten.
Die vom Hersteller angegeben Standby-Zeit von 25 Tagen wird man vielleicht nicht ganz erreichen. Auch acht Stunden Dauergesprächszeit sind vielleicht etwas optimistisch. Eine Woche Standby und vier bis sechs Stunden Gesprächszeit sind aber erreichbar.
Die 5-MPix-Kamera macht leider nur durchschnittliche Bilder, und die Videoaufnahme ist mit 24 Fps (frames per seconds) auch nicht ganz flüssig. Dagegen gibt die Gesprächsqualität keinen Anlass zur Kritik.
(Note: 1,7; Gewichtung: 60 Prozent)
Vorteile für Händler und Marge
Für das Garmin Nüvifone braucht man kein Extra-Zubehör. Es ist nämlich schon alles dabei, was man so braucht. Inklusive Ladekabel, Autohalterung und vollständiger Navigationssoftware für Europa! Will man alle Features nutzen, ist eine Datenflat sinnvoll. Das Gerät ist vergleichsweise günstig, und Garmin wie auch Asus sind bekannte Marken. Eventuell ist eine Zusatzmarge über die Einweisung des Geräts möglich.
(Note: 2,1; Gewichtung: 30 Prozent)
Fazit mit Empfehlung
Das Nüvifone ist eine Top-Empfehlung für alle, die ein Navi zum Telefonieren oder eine Telefon mit der derzeit vielleicht besten integrierten Navifunktion suchen.
Wertung
Durchschnittsnote (Schulnotensystem): 1,7 entspricht 4 ChannelPoints
Die ausführliche Bewertung der einzelnen Testkriterien finden Sie in der folgenden PDF-Datei: bewertungstabelle-garmin-asus-nüvifone-m10






Auch ich hatte mit meinem Asus Nüvifone M10 im Offline-Betrieb Fehlermeldungen “Verbinden nicht möglich” teilweise im 8-Sekundentakt, die eine Bedienung schlichtweg unmöglich machten. Mit 3 Massnahmen bin ich diese mitlerweile losgeworden:
1) Windows Live abschalten:
Man kann es zwar nicht deinstallieren, da im ROM, aber man kann den Service stoppen. Dazu muß man sich einen anständigen Task-Manager installieren (z.B. von FdcSoft, gibts gratis im Web) und unter Services den Windows Live Service stoppen und danach auf Manuell umschalten.
2) Active Sync:
Unter Verbindungen “Wenn in Cradle” – “Alle PCs synchronisieren” abklicken. Sonst versucht das Gerät, wenn es in der Autohalterung steckt, sich mit PCs über USB zu synchronisieren (bescheuert!). Damit es aber wieder automatisch mit dem Heim-PC synchronisiert, muß man es wieder anklicken.
3) Unter Navigation – GPS: Automatische Aktualisierung deaktivieren.
Vielleicht habe ich noch ne Massnahme vergessen, aber inzwischen kommen bei mir im Offline-Betrieb keine Fehlermeldungen mehr, und mein nüvifone und ich sind richtig gute Freunde geworden