NZXT Phantom Big-Tower
CP product expert: Peter Mietzelfeldt, Mietzelfeldt Hardware & Software
Hersteller und Name des Testgeräts: NZXT Phantom
Testzeitraum: 13.09.2010 – 22.10.2010
UVP: 139,90 Euro
HEK und Bezugsquellen: www.channelpartner.de/produkt-scout
Distributoren: Caseking
NZXT Phantom – ein fast genial durchdachtes Gehäuse
Erster Eindruck / Haptik
Der Big-Tower kommt in einer optisch ansprechenden und sehr robusten Verpackung. Alle interessanten Details sind mehrsprachig angegeben und auf Fotos dargestellt. Das beeindruckend große Gehäuse sollte in dieser Verpackung immer heil ankommen. Das dynamisch wirkende Gehäusedesign ist optisch sehr ansprechend. Die Laufwerke verschwinden hinter einer leichtgängigen Tür; alle Bedienelemente und Buchsen sind auf der Oberseite untergebracht.
(Note 1; Gewichtung: 10 Prozent)
Wie gestaltet sich der Einbau?
Das Gehäuse benötigt eigentlich keine Erklärung. Rändelschrauben erleichtern das Öffnen des Gehäuses, und die Verarbeitung ist perfekt. 5,25-Zoll-Laufwerke können komplett ohne Werkzeug eingebaut werden – diese werden nur eingeschoben und dann per Clip verriegelt. Laufwerke mit 3,5 Zoll Größe werden in einem Einbaurahmen schwingungsgedämpft aufgenommen. Allerdings zeigen die Anschlüsse der Festplatten dann nach hinten. Für einen schnellen Wechsel der Festplatten müssen immer beide Seitenteile des Gehäuses geöffnet werden. Dann wird es eng, wenn alle Festplattenkäfige bestückt werden. Das ist aber auch das einzige Manko beim Design.
Bei Auslieferung sind hinten oben ein 200-mm-Lüfter, hinten an der Rückseite ein 120-mm-Lüfter und in der linken Seite zwei 120-mm-Lüfter verbaut. Diese Lüfter können über Schieberegler auf der Oberseite gesteuert werden. Zusätzlich wird hier noch mit blauen LEDs angezeigt, welcher Lüfter gerade aktiv ist. Selbst wenn alle Lüfter auf voller Drehzahl laufen, ist nur ein leises Säuseln zu vernehmen.
Gummierte Öffnungen auf der Rückseite des Gehäuses und der Mainboardträgerplatte erlauben es, Kabel und eventuelle Wasserkühlungen ohne Beschädigungen zu verlegen. Auf der Rückseite der Mainboardträgerplatte sind Unmengen von Ösen vorhanden, an denen Kabel sicher und ordentlich fixiert werden können. Oben links auf dem Gehäuse befinden sich griffgünstig Taster für die Funktionen Ein/Aus und Reset sowie zwei USB-Anschlüsse, eine ESATA-Buchse und Klinkenbuchsen für Mikrofon und Kopfhörer. Die vordere wie auch die obere Kunststoff-Front lassen sich einfach abnehmen, so dass die Lüfter einfach gereinigt beziehungsweise der Staub von den Lüftungsgittern entfernt werden kann. Auch lange Grafikkarten bereiten in diesem Gehäuse keine Probleme.
(Note 2; Gewichtung: 50 Prozent)
Vorteile für Assemblierer/Händler
Dieses Gehäuse ist einfach zu bestücken, sehr leise zu kühlen und optisch ansprechend. Der Preis ist für die gebotene Kühlerbestückung samt Lüftersteuerung und der Verarbeitungsqualität in Ordnung. Die Montageposition der Festplatten ist nicht zu verstehen – das würde nur bei einem PC mit durchsichtigen Seitenteilen Sinn machen. Auch ist die Marge für das Preissegment recht mager. Das Gehäuse lohnt sich so nur beim Aufbau eines Komplett-PCs.
(Note 3; Gewichtung: 20 Prozent)
Vorteile für den Kunden
Der Kunde bekommt ein ansprechendes Gehäuse, in das eigentlich alles rein passen sollte, was man in einem Gamer-PC so unterbringen will. Dazu lässt es sich auch ohne Wasserkühlung mit Boardmitteln sehr gut kühlen. Außerdem verfügt es über sehr leise Lüfter. Die Bedienelemente und Buchsen sind gut erreichbar.
(Note 1; Gewichtung: 20 Prozent)
Packungszubehör
Dem Gehäuse liegen eine verständliche Kurzanleitung, eine Unmenge schwarzer Schrauben für wirklich jeden Verwendungszweck und Kabelbinder bei.
(Note 1; Gewichtung: 10 Prozent)
Gesamtfazit
Das Gehäuse ist für jeden Gamer eine Empfehlung, der einen hochwertigst verarbeiteten PC bauen oder haben will, der sich leise kühlen und sich eventuell sogar noch mit einer Wasserkühlung erweitern lässt. Allerdings sollte der HEK so liegen, dass der Händler auch noch was daran verdienen kann.
Wertung
Durchschnittsnote (Schulnotensystem): 1,9 entspricht 4 ChannelPoints





