Shuttle XS35-GT
CP product expert: Jürgen Wölfl, PC Wölfl
Hersteller und Name des Testprodukts: Shuttle XS35-GT
Testzeitraum: 11.10.10 – 13.10.10
UVP: 283 Euro (inkl. Mwst.)
Bezugsquellen und HEK: www.channelpartner.de/produkt-scout
Distributoren: Actebis Peacock, api, b.com, Ingram Micro, Wave, Wortmann
XS35-GT: Der bisher kleinste Mini-Barebone von Shuttle
Erster Eindruck / Haptik
Mit der Barebone XS35-Serie schlägt Shuttle einen neuen Weg ein, um eine komplett passive Kühlung zu erreichen, in dem es einfach das Design mit der Kühlung verbindet. Dadurch entsteht ein außergewöhnlicher „Look“, den man in diesem Ausmaß im Mini-PC-Bereich bisher so noch nicht gesehen hat. Praktisch über die ganze Gehäuseoberfläche sind Löcher gestanzt, hinter denen sich ein Drahtgitter befindet. Auf diese Weise wird ein komplett lüfterloser Betrieb erreicht.
Damit aber die volle Kühlleistung erreicht wird, ist die vertikale Aufstellung des XS35 unerlässlich. Das Gerät kann daher nicht liegend aufgestellt werden. Welche weiteren Vor- und Nachteile sich daraus noch ergeben, wird der weitere Test noch zeigen. Da wir schon bei der vertikalen Aufstellung sind: Auf dem durchaus schweren Standfuß, der für Stabilität sorgen soll, ist der PC nur darauf gestellt und mit einigen Verbindungsteilen gegen das Verrutschen gesichert. Hier wäre eine richtige Befestigung oder eine Verriegelung zwischen Ständer und PC besser gewesen, denn bei Unachtsamkeit kann diese Konstruktion schon mal ins Auge gehen.
Bereits integriert sind ein Multiformat-Cardreader und WLAN-Anschluss mit bis zu 150 MBit/s. Mit den Abmessungen von 25,2 x 3,8 x 16,2 Zentimetern (Tiefe, Breite, Höhe) zählt er zu den kleineren Mini-PCs. Zudem ist er mit den Anschlussarten USB (5x), Audio, VGA und HDMI gut ausgestattet und holt sich damit weitere Pluspunkte.
(Note 2,0; Gewichtung: 10 Prozent)
Wie gestaltet sich der Einbau?
Bevor man mit der Assemblierung anfängt, sollte man unbedingt erst die beiliegende und übersichtliche Installationsanleitung lesen, damit nicht schon am Anfang der Spaß sein Ende findet. Denn die einzige Gehäuseschraube befindet sich auf der Rückseite hinter einer aufgeklebten Plastikabdeckung, wo man sie sicher nicht vermuten würde. Ist die Schraube raus, dann kann man beide Deckel leicht abziehen.
Da der Prozessor bereits integriert ist, müssen nur noch der Notebook-RAM-Riegel, eine Festplatte und das optische Slimline-Laufwerk eingesetzt werden. Dies stellt überhaupt kein Problem dar, und für das optische Laufwerk und die 2,5-Zoll-Festplatte liegt jeweils eine Extra-Halterung bei, welche angeschraubt wird. Im Prinzip geht alles sehr schnell vonstatten und sollte innerhalb von zehn Minuten erledigt sein.
Wird das optische Laufwerk nicht benötigt, kann sogar eine zweite Festplatte eingesetzt werden. Der dafür benötigte Adapter PHD2 muss extra erworben werden.
(Note 1,0; Gewichtung: 50 Prozent)
Vorteile für Assemblierer/Händler
Insgesamt ist der Barebone sehr gut verarbeitet, klein und zudem lautlos. Damit kann er sehr gut an Arbeitsplätzen und Platz sparend hinter dem TFT-Monitor (die optionale VESA-Halterung PV01 vorausgesetzt) angebracht und auch im heimischen Wohnzimmer eingesetzt werden. Der Grundpreis scheint angemessen und sollte für jedermann erschwinglich sein. Die Performance des Mini-PCs ist gut und für Office- und Internetanwendungen völlig ausreichend. Zudem kann er mit sämtlichen Windows 7 Betriebssystemen betrieben werden.

Wie erwartet ist die Marge für den reinen Barebone leider nicht hoch, der teilweise im Internet schon wieder zum Einkaufspreis verhöker wird. Daher empfiehlt es sich, dem Kunden ein Komplett-System mit vorinstallierter Software anzubieten. Für bei Shuttle registrierte Fachhändler wird ein 24-monatiger Pick-up-and-Return-Service angeboten.
(Note 2,0; Gewichtung: 20 Prozent)
Vorteile für den Kunden/Anwender
Die Vorteile für den Kunden liegen auf der Hand: Zum einen sind da der lautlose Betrieb und zum anderen der Platzvorteil gegenüber herkömmlichen Desktop-PCs. Nicht zu unterschätzen ist der Umweltfaktor, da dieser Mini sehr wenig Strom verbraucht (im Maximum 29 Watt bei Volllast) und dadurch das Bewusstsein für GREEN-IT voll unterstützt. Durch die integrierte HD-taugliche NVIDIA ION Grafikkarte (ION2, 512 MB DDR3) ist sogar das eine oder andere 3D-Spiel machbar.
(Note 1,0; Gewichtung: 20 Prozent)
Packungs-Zubehör

Als Zubehör liegen ein lüfterloses externes 40-Watt-Netzteil, die Einbaurahmen für ODD und HDD, eine Installations-CD, mehrsprachige Einbauanleitungen und der Ständer für den Vertikalbetrieb, bei.
(Note 1,0; Gewichtung: 10 Prozent)
Gesamtfazit
Da wir beim letzten Test eines Shuttle-Barebones die Preispolitik des Herstellers anmahnten, scheint dieser nun die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Denn mit dem Shuttle XS35-GT ist ein wirklich guter und bezahlbarer Mini-Barebone am Markt positioniert worden, der sicherlich seine Abnehmer finden wird. Auch wenn die vertikale und nicht vollends stabile Aufstellung mittels Standfuß nicht ganz überzeugen mag, sind sonst keine Kritikpunkte erwähnenswert.
Der PC lies sich problemlos installieren und lief mit Windows 7 Professional stabil und einwandfrei. Für geräuschsensible Umgebungen ist der Mini mit dem völlig lüfterlosen Betrieb die erste Wahl. Die Idee, die Kühlung mit dem Design zu verbinden, ist insgesamt begrüßenswert, da sich daraus wesentlich mehr Vorteile als Nachteile ergeben. Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass durch die zwei Monitorausgänge der Anschluss von zwei Bildschirmen möglich ist.
Wertung
Durchschnittsnote (Schulnotensystem): 1,4 entspricht 5 ChannelPoints










[...] Wie gesagt wird dieses Gerät sowohl seine Anwendung im Wohnzimmer als auch auf dem Schreibtisch finden. Der nahezu lautlose Betrieb und die schnelle Verarbeitung von Daten lassen im Wohnzimmer und im Büro keine Wünsche offen. Der Fachhändler guckt allerdings in die Röhre, da die Marge nicht der Rede wert ist und der HEK teilweise sogar über dem offiziellen VK liegt. Das erklärt auch, warum die Endnote des getesteten Mini-PCs etwas schlechter ist als die des verwandten Barebone-Modells Shuttle XS35-GT. Dieses wurde vor einigen Wochen von einem Händlerkolle… [...]