Shuttle XS35-703

CP product expert: Lutz Monden, Computerservice Monden

Hersteller und Name des TestgerätsShuttle XS35-703

Testzeitraum: 01.10.2010 – 14.10.2010

UVP: 318 Euro (inklusive Mehrwertsteuer)

HEK und Bezugsquellen: www.channelpartner.de/produkt-scout

Distributoren: Actebis Peacockapib.com, Jacob ElektronikIngram Micro, MaxcomWave, WippermannWortmann

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Shuttle Mini-PC: Optimal für den Wohnzimmer-Einsatz

Erster Eindruck / Haptik

Der erste Eindruck des Mini-PCs war sehr gut. Vom Prinzip entspricht das Gerät einem Thin Client. Es ist sehr gut verarbeitet. Leider darf man das Gehäuse an manchen Stellen nicht zu fest anfassen, da die Außenhaut mit 38 Millimetern sehr dünn ist und dadurch schnell verbogen werden kann.

(Note 2; Gewichtung: 10 Prozent)

Wie gestaltet sich der Einbau?

Der Anschluss des Gerätes an vorhandene Geräte wie Drucker, Monitor, Maus und Tastatur gestaltet sich völlig problemlos. Das Betriebssystem Windows 7 war vorinstalliert und brauchte nur wenige Minuten für die restliche Installation, bis ich den Rechner voll in Anspruch nehmen konnte. Laut der Produktbeschreibung auf der Hersteller-Website gehört eigentlich kein Betriebssystem zum Lieferumfang - hier wurde wohl für den Test eine Ausnahme gemacht. Demnach ist das Gerät aber kompatibel mit Windows 7,  Windows XP und Linux. In dem Mini-PC arbeitet ein Intel Atom D510 Dual Core Chipsatz mit integrierter Grafikkarte Intel GMA 3150. Ansonsten stecken in dem Gerät ein zwei Gigabyte starker DDR2-Arbeitsspeicher, eine 160-GB-Festplatte, eine WLAN-Verbindung und ein Kartenleser.

(Note 1; Gewichtung: 50 Prozent)

Vorteile für Assemblierer/Händler

Ob sich der Verkauf dieses Gerätes lohnt, ist sehr fraglich. Trotz der sehr variablen Einsatzmöglichkeiten ist der Rechner im Vergleich zu herkömmlichen Geräten nicht gerade günstig. Die eigentlichen Gewinne lohnen sich für den Reseller kaum, da die unverbindliche Preisempfehlung teilweise unter dem Händler-Einkaufspreis liegt.

(Note 5; Gewichtung: 20 Prozent)

Vorteile für den Kunden

Wie gesagt muss sich der Kunde das passende Betriebssystem selber besorgen und aufspielen. Die Vorteile für den Kunden liegen hauptsächlich darin, dass das Gerät sehr klein ist und mit einer zusätzlichen Halterung hinter einem Fernseher einfach verschwinden kann. Das Gerät erzeugt fast keine Geräusche, da der Hauptprozessor und die Grafikkarte lüfterlos sind. Für einen Multimedia-Einsatz im Wohnzimmer ist dies genau das richtige Gerät! Es ist in seiner Ausstattung sehr schnell, so dass sich mit ihm auch Spiele realisieren lassen. Das Gerät verfügt über fünf USB-2.0-Schnittstellen, einen D-Sub-VGA-Anschluss, einen Mikrofon-Eingang und Kopfhörer-Ausgang sowie über einen 4-in-1-Cardreader. Damit kann man leicht einen vollwertigen PC ersetzen. Das Gerät wird sowohl privaten Nutzern als auch Geschäftsleuten im Büro sehr gefallen. Der fast lautlose Betrieb ist unschlagbar – es sei denn, man entfernt noch die Festplatte.

(Note 1; Gewichtung: 20 Prozent)

Packungszubehör

Der Verpackung lagen ein Netzteil, ein Geräteständer für den Tisch und eine Halterung für die Montage des Gerätes auf der Rückseite eines Flachbildschirms bei.

(Note 1; Gewichtung: 10 Prozent)

Gesamtfazit

Wie gesagt wird dieses Gerät sowohl seine Anwendung im Wohnzimmer als auch auf dem Schreibtisch finden. Der nahezu lautlose Betrieb und die schnelle Verarbeitung von Daten lassen im Wohnzimmer und im Büro keine Wünsche offen. Der Fachhändler guckt allerdings in die Röhre, da die Marge nicht der Rede wert ist und der HEK teilweise sogar über dem offiziellen VK liegt. Das erklärt auch, warum die Endnote des getesteten Mini-PCs etwas schlechter ist als die des verwandten Barebone-Modells Shuttle XS35-GT. Dieses wurde vor einigen Wochen von einem Händlerkollegen in diesem Forum mit der Endnote 1,4 bewertet.

Wertung

Durchschnittsnote (Schulnotensystem): 2,4 entspricht 4 ChannelPoints

testlogo-shuttle-xs35-703

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Eine Antwort zu “Shuttle XS35-703”

  1. Hallo,

    mein HEK liegt lt Liste bei 244,00€, also immerhin fast 10% unter der UVP – dass das nicht erstrebenswert ist, steht auf einem anderen Blatt.

    Als optisch ansprechender Thin-Client Ersatz ist er mit der Einschränkung tauglich, dass man TFTs nur mit VGA anbinden kann. Für einen Büro-PC ist das Preis-/Leistungsverhältnis verglichen mit einem Einsteiger-Ahtlon Dual Core eher traurig, auch wenn man letzteren nicht hinter einen Monitor schrauben kann.

    Was die Aussage, es liessen sich auch Spiele realisieren angeht, halte ich es wie bei Tooltime und sage “Das denke ich nicht, Tim!” Welches Spiel funktioniert denn? WoW auf niedrigen Details? Ich bin nicht mal da sicher.

    Und was die Anwendungsperformance angeht: Packt man 334MB mit WinRAR, braucht ein 299€ Büro-PC mit Ahtlon II 250 etwa 2:10 min, ein Atom 510 braucht über 6:30 min. Wandeln von Wave zu AAC, stichwort “IPod betanken”, für 53 min braucht der AMD knapp 2 min, der Atom über 8:30 min. Das ist weder effizient noch macht es Spaß.

    Mir persönlich wird also noch nicht klar, welche Nische hätte besetzt werden sollen, für mich sieht die Gleichung derzeit so aus:

    HTPC:
    —-
    + Leise
    + Verschwindet hinter dem Flatscreen
    - Nur VGA Ausgang
    - Zu langsam für flüssige FullHD-Wiedergabe

    Home + Office:
    ————–
    + Leise
    + Ansehnlich
    - Performance
    - Preis/Leistung
    - Kein optisches Laufwerk

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