Toshiba Portégé R700

CP product expert: Christian Fasold, FaSoft

Hersteller und Name des Testgeräts: Toshiba Portégé R700-172

Testzeitraum: 01.01.2011-31.03.2011

UVP: 2.232 Euro (inklusive Mehrwertsteuer)

HEK: www.channelpartner.de/produkt-scout

Distributoren: Actebis/AlsoIngram MicroTech Data

Toshiba Portégé R700-172: Fast problemloses Arbeiten im mobilen Einsatz

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Erster Eindruck / Packungsinhalt / Haptik

Wir hatten bereits den Vorgänger des Toshiba Portégé R700, das R600 (und dessen Vorgänger) einem ausführlichen Test unterzogen. Den Test des R600 finden Sie unter: http://www.channelpartner.de/haendlertests/2010/01/toshiba-portege-r600-ultraportables-notebook-mit-outdoor-display/

Umso interessierter waren wir nun zu sehen, was sich bei der neuen Version, dem R700, geändert und auch verbessert hat:

Auch dieses Gerät gefällt beim Auspacken durch das schicke Design, das geringe Gewicht und die kompakten Abmessungen. Das Gehäuse sieht sehr schick und edel aus, und die Konstruktion wie zum Beispiel die Displayscharniere macht einen sehr stabilen Eindruck. Diese Punkte verleihen dem Gerät ein sehr wertiges Aussehen.

Beim sehr wichtigen Thema Netzteil hat Toshiba leider immer noch nichts gelernt. In diesem Punkt können wir direkt wieder die Bewertungen aus den Tests der Vorgängermodelle R600 und R500 zitieren

Negativ fällt dann aber direkt das Netzteil auf, welches für ein solch ultraportables Gerät deutlich zu groß ist. Außerdem ist das Netzteil nicht mit einem zwei-poligen Netzanschluss, sondern einem drei-poligen („Mickey-Mouse“) Anschluss-Stecker mit Kaltgeräte-Stecker am anderen Ende ausgestattet. Dies ist für ein mobiles Arbeitsgerät nicht akzeptabel, denn allein der Kaltgeräte-Stecker benötigt viel zu viel Platz, von dem Problem ganz abgesehen, dass man, wenn man den Netzstecker vergessen sollte, beim Kunden ein solches Kabel nicht vorfinden wird und dann ohne Netzkabel dasteht. In der Anleitung ist interessanterweise sogar neben dieser Version des Netzteils eine zwei-polige Version dargestellt. Da bleibt die Frage offen, warum überhaupt diese drei-polige Version existiert. Toshiba sollte direkt bei der Bestellung die Auswahl für eines der beiden Netzteile anbieten.

Das R700 hat im Gegensatz zum R600 nun auch einen USB-3.0-Port mit an Bord. Das ist sehr praktisch, wenn große Datenmengen schnell kopiert werden müssen. Auch eine im Displaydeckel integrierte WebCam ist wieder mit an Bord.

Weiterhin positiv ist der eingebaute GPS-Chip, wobei wir diesen nicht wirklich einsetzen konnten, da wir nicht wussten, wofür eigentlich. Ein integriertes UMTS-Modem ist inzwischen bei Business-Notebooks ein Muss und auch hier vorhanden.

Nun zu (weiteren) negativen Punkten:

Der eingebaute Solid State Drive ist mit 128 Gigabyte Speicherplatz doch sehr klein ausgefallen. Wir haben es nicht geschafft, unsere ganzen Arbeitsdaten auf das Notebook zu verfrachten. Somit lief der Test etwas umständlich ab, da immer wieder Daten vom Netzwerk (wohin wir diese Daten temporär ausgelagert hatten) hin- und hertransferiert werden mussten. Hier sollte Toshiba auf jeden Fall ein SSD-Laufwerk mit einer größeren Speicherkapazität verwenden.

Was uns auch gefehlt hat, waren der Hardware-Lautstärke-Regler und ein Schiebeschalter, um die Funksysteme des Notebooks zu deaktivieren.

Der größte Negativpunkt, der uns stark enttäuscht hat, ist allerdings das Display: Toshiba verbaut beim Portégé R700 kein sonnenlichttaugliches transreflektives Display mehr! Wie konnte das passieren? Dieses „Spezialdisplay“ war eines der herausragenden positiven Eigenschaften der vorigen Portégés und fiel hier anscheinend dem Rotstift zum Opfer. Es wird zwar ein mattes Display verbaut – allerdings ist damit an bequemenes Arbeiten in Sonnenlicht nicht zu denken. Dies ist für uns wirklich DER Negativpunkt bei diesem Gerät.

Ein weiterer Unterschied zum R600 ist die Größe und das Gewicht des Gerätes: Das R700 hat ein 13,3 Zoll großes Display (R600: 12,1 Zoll) und wiegt rund 1.7 Kilogramm (R600: 1.1 kg). Das Gerät ist damit nicht mehr so kompakt und leicht wie sein Vorgänger. Dafür hat sich allerdings „unter der Haube“ einiges getan: Das R700 wartet mit einem Intel Core i7 Prozessor und einem Arbeitsspeicher bis zu 8 GB RAM auf.

Eine Docking-Station wird leider nicht mitgeliefert. Diese empfehlen wir allerdings trotz des stolzen Preises von etwa 200 Euro, da es sich am Schreibtisch deutlich einfacher arbeitet, wenn man an einem „normalen“ Bildschirm, Tastatur und Maus sitzt.

Installation und Arbeiten mit dem Notebook

Bei Anlieferung war auf dem Gerät Windows 7 installiert, das leider auch wieder mit, unserer Meinung nach, unsinniger Software überfrachtet ist. Das ist eine „Krankheit“, die leider auch viele Notebooks anderer Hersteller „befällt“. Somit war erst einmal eine gründliche Reinigung des Systems von diesen ganzen Plagegeistern angesagt. Zwischen all dem „Schund“ fand sich allerdings auch das eine oder andere praktische Werkzeug. Hier sei beispielhaft der „Toshiba Sicherheits-Assistent“ erwähnt, der dem eher unbedarften Anwender mit praktischen Tipps rund um die Absicherung des Notebooks zur Seite steht.

Wenn man von der zu kleinen Festplatte und dem leider nicht mehr outdoor-tauglichen Display absieht, war das Arbeiten mit dem R700 aber absolut problemlos und hat Spaß gemacht. Die Anwendungen reagieren Dank der schnellen SSD, dem großen Arbeitsspeicher und dem schnellen Prozessor sofort. Im Normalbetrieb ist auch der Lüfter sehr leise. Die Lüftersteuerung reagiert prompt, sodass auch das Lüftergeräusch schnell wieder nachlässt, wenn die CPU wieder weniger zu tun hat.

Das multitouch-fähige Touchpanel macht auch das Arbeiten mit Windows angenehmer, da man zum Beispiel mit zwei Fingern praktisch in Dokumenten oder im Explorer scrollen kann.

Das Handels-Plus-Minus

Hier kommt wieder mal die unerfreuliche Nachricht für die Händler: Marge ist fast keine vorhanden. Die Preise für das Gerät differieren im Netz zwar, aber der preiswerteste Händler hatte das Gerät genau zum Einkaufspreis zu bieten. Das heißt: Dieser Händler macht damit schon Gewinn, der „normale“ Händler nicht.

Hier heißt es also mal wieder (das wird bald zum Standard-Leitsatz): UMTS-Vertrag mit anbieten und über den Support versuchen, noch etwas Geld zu verdienen. Da allerdings die Kosten für Datenverträge immer weiter sinken, erleichtert das natürlich etwas die Argumentation für einen Datenvertrag. Leider fällt mit diesem Gerät das Argument einer lichtgeschützten Outdoor-Anwendung weg. Allerdings hat das R700 ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis, sodass man das Gerät doch einigermaßen gut anbieten kann.

Fazit

Trotz einiger Mängel wie dem nicht mehr outdoor-tauglichen Display und der zu kleinen Festplatte ist das R700 ein guter Begleiter für alle wirklich mobilen Notebook-Nutzer. Von unserer Seite her ist das eine Empfehlung wert.

Die Benotung der einzelnen Testkriterien können Sie der angehängten PDF CP Product Experts Bewertungstabelle Toshiba Portege R700 entnehmen.

Eine Antwort zu “Toshiba Portégé R700”

  1. Die Angabe über die Lüftergeräusche suggeriert hier eine gefährlich falsche Einschätzung. Tatsächlich weist das immer noch im Verkauf befindliche Notebook im Vergleich zu “normalen” Notebooks nicht etwa ein leicht rauschendes, sondern ein stark heulendes, sinusartiges Lüftergeräusch auf, das in der Tonhöhe in Abhängigkeit von der Lüfterdrehzahl auch noch stark schwankt (heult). Dies ist nach Angabe des Toshiba-Service Deutschland normal und stört vor allem stark in Umgebungen wie Geschäftsbesprechungen. Dies macht das Notebook in vielen Situationen unbrauchbar.

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