Genius Ring Mouse

CP product expert: Christian Fasold, FaSoft

Hersteller und Name des Testgeräts: KYE Systems Genius Ring Mouse

Testzeitraum: 01.06.2011 – 30.06.2011

UVP: 59,99 (in Euro inklusive Mehrwertsteuer);

HEK und Bezugsquellen: www.channelpartner.de/produkt-scout

Distributoren: Actebis Peacock, api Computerhandel, bluechip Computer, GR Kabel, MicroCity, soft-carrier

Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein.

Genius Ring Mouse:

Ein Ring, sie alle zu steuern, zu kontrollieren und kreuz und quer durch das Betriebssystem zu treiben…

Erster Eindruck/Haptik

Die Verpackung des Produkts macht einen guten Eindruck und gibt direkt den Blick auf diese spezielle Maus von Genius frei. Beim Auspacken fällt das mitgelieferte Zubehör auf: eine – leider etwas große – Transportbox mit Verlängerungskabel/Ladekabel und einem sehr kompakten Empfänger für den (mobilen) Computer.

Die Maus selbst besteht aus einer Art Ring, welchen man an den Finger steckt. Ein ähnliches Produkt mit dem Namen „The Owl“ gab es schon vor vielen Jahren von der Firma Pegasus. Damals war dies eine Maus mit Ultraschall- und IR-Sensoren sowie einem Empfänger-Rahmen für den Bildschirm, mit der man neben der normalen Mausbewegung auch Bewegungen im 3D-Raum durchführen konnte. Das kann die Genius Ring Mouse nicht, die lediglich die üblichen Mausbewegungen ausführt.

Diese werden durch eine Art miniaturisiertes Touchpad auf dem Ring ermöglicht. Einen Linksklick erreicht man durch einen Druck auf das Touchpad. Es gibt noch zwei Hardware-Tasten: Die eine schaltet das Touchpad von „Mausbewegung“ um auf „Scrollen“ (und wieder zurück), die andere Taste ist für „Rechtsklick“ zuständig. Weiterhin gibt es noch einen Schiebeschalter, um die Maus ein- und auszuschalten. Leider lässt sich der eingebaute Akku nicht selbst tauschen, sodass sich hier zeigen muss, wie lange dieser Akku bei häufigerem Gebrauch hält.

(Note 1; Gewichtung 10 Prozent)

Arbeiten mit dem Gerät

Die Ersteinrichtung geht schnell von der Hand: Der kleine Empfänger wird in den Rechner gesteckt und ist tatsächlich so kompakt, dass man ihn auch direkt im Notebook belassen kann, wenn man die Maus nicht gerade verwendet. Die Treiber findet Windows 7 vollautomatisch und so steht der Verwendung der Maus nichts mehr entgegen. Die ersten Schritte mit dem Gerät sind schon etwas „gewöhnungsbedürftig“, denn man muss erst einmal herausfinden, wie die Maus genau funktioniert. Das Problem ist, dass der Finger auf dem Touchpad leicht springt und damit die Genauigkeit zu wünschen übrig lässt. Mit der Zeit wird die Oberfläche des Touchpads allerdings immer etwas „fettiger“ (unter anderem durch Fingerabdrücke), und damit lässt sich dann auch das Touchpad deutlich feiner bedienen.

Sehr praktisch ist die Umschaltfunktion von „Mausbewegung“ in „Scrollen“ und umgekehrt. Damit lässt sich schnell und bequem durch das Internet surfen. Wir haben das Produkt mehrfach in ICE-Zügen ausprobiert. Hier ist ja auch der eigentliche Einsatzbereich für die Maus, denn an diesen Orten ist der verfügbare Platz deutlich limitiert. Die Maus lässt sich bequem am Finger tragen und stört auch bei längerem Tragen nicht. Außerdem ist weiterhin das Tippen am Rechner möglich, ohne die Maus vom Finger abziehen zu müssen. Einzig nervt es manchmal, dass man nicht weiß, ob man momentan im „Scroll-Modus” oder im „Zeigerbewegungs-Modus” ist. Hier wäre eine LED oder ähnliches am Ring ganz praktisch.

(Note 2; Gewichtung 50 Prozent)

Vorteile für den Kunden

Wie gesagt eignet sich diese Maus vor allem zum mobilen Arbeiten bei engen Räumlichkeiten. Der Anwender ist im Gegensatz zu üblichen PC-Mäusen unabhängig von einer geeigneten Unterlage und hat beide Hände frei. Die Ringmaus ist sehr kompakt und handlich und mit der Zeit intuitiv zu bedienen. Die Installation und der Betrieb verlaufen komfortabel und problemlos.

Gewöhnungsbedürftig ist allerdings am Anfang die genaue Handhabung, aber Übung macht eben den Meister. Jeder Anwender sollte vorher ausprobieren, wie ergonomisch er die Ringmaus empfindet.

(Note 2; Gewichtung 20 Prozent)

Verkaufsargumente und Marge

Diese Maus ist schon etwas Spezielles, sie ist ziemlich gut für den Anwendungsfall „Bedienung des Notebooks an engen Orten“, wie zum Beispiel in der Bahn. Daher kann man dieses Gerät vor allem an Business-Kunden verkaufen; im rein privaten Bereich wird man das Gerät kaum verkaufen können.

Die Marge wird sich allerdings mal wieder als katastrophal erweisen, da sich hier die Internethändler schon wieder einen gnadenlosen Preiskampf liefern.

(Note 2; Gewichtung: 20 Prozent)

Gesamtfazit

Wenn man viel im Zug unterwegs ist, dann ist das Gerät recht praktisch. Im Flugzeug besteht momentan noch ein Verbot für Funkgeräte, aber gerade hier wäre es praktisch, wenn man den Ring mit einem (längeren) Kabel nicht nur zum Laden, sondern auch zum Bedienen des Rechners via Kabel, also ohne Funk, verwenden könnte. Da über kurz oder lang die Funkbeschränkung im Flugzeug wegfallen soll, kann man das Gerät dann auch für den dortigen Einsatz empfehlen.

Wertung

Durchschnittsnote (Schulnotensystem): 1,9 entspricht 4 ChannelPoints

Hinterlasse einen Kommentar