Shuttle SH61R4
CP product expert: Jürgen Wölfl, PC Wölfl
Hersteller und Name des Testgeräts: Shuttle SH61R4
Testzeitraum: 28.11.11 – 29.11.11
UVP: 199 Euro inklusive Mehrwertsteuer
HEK und Bezugsquellen: www.channelpartner.de/produkt-scout
Distributoren: ALSO Actebis, api, b.com, Ingram Micro, Wave, Wortmann
Shuttle XPC SH61R4: Barebone mit Cougar Point Chipset
Erster Eindruck/Haptik
Mit dem XPC SH61R4 bringt Shuttle einen Budget-Barebone auf dem Sockel-Standard 1155 in Umlauf. Dies ist der günstigste Shuttle-Barebone mit diesem Standard. Mit zwei Ausgängen USB 3.0 und Dual-DVI- (DVI-I und DVI-D) lässt sich ein großer Einsatzbereich vermuten, wobei die Zielgruppe durch den fehlenden HDMI-Anschluss doch mehr im Businessbereich, denn im Multimedia-Bereich liegen sollte.
Bei dem R4-Design ist das optische Laufwerk nicht wie sonst üblich hinter einer Blende versteckt, sondern auf Sicht an der Front angebracht. Durch den weggelassenen Öffnungsmechanismus soll wohl an Produktionskosten eingespart werden. Ansonsten stellt das Gehäuse das übliche ansehnliche Shuttle-Design dar. Wegen der eingesparten Laufwerksblende scheitert er aber an der Bestnote.
(Note: 2, Gewichtung 10 Prozent)
Einbau
In diesem Punkt hat sich zu seinen Vorgängern eigentlich nichts verändert: Für den Einbau die hinteren drei Rändelschrauben lösen und den Deckel nach hinten abheben. Anschließend den Laufwerkskäfig mittels Lösen zweier Schrauben herausnehmen. Jetzt lässt sich der Prozessor einsetzen, welcher mit der Shuttle I.C.E. Heatpipe gekühlt wird. Da kann man beim CPU-Kauf getrost auf die meist günstigere Tray-Version zurückgreifen. Nebenbei bemerkt wurde die Heatpipe bei den Vorgängern noch geschraubt – nun wird das Wärmerohr mittels Dübeln montiert.
Jetzt noch das Arbeitsspeicher-Modul einstecken und die Festplatte in den Laufwerkskäfig einsetzen. Zunächst sollte das optische Laufwerk eingeschoben und der Käfig wieder ins Gehäuse eingesetzt werden. Dann diesen festschrauben. Das optische Laufwerk nun an der Front bündig setzen und ebenso festschrauben. Es fehlt jetzt nur noch die Verkabelung, für die schon die passenden Stellen vorbereitet sind.
Insgesamt verläuft der Einbau schnell und zügig. Leichte Abzüge gibt es nur für die verwendeten Push Pins bei dem Heatpipe-Kühler. Bei den Vorgängermodellen wurden Schrauben verwendet, welche stabiler waren als die vorliegenden Plastiknadeln.
(Note: 2, Gewichtung 30 Prozent)
Vorteile für Assemblierer/Händler
Für Assemblierer und Händler findet sich ein gut funktionierender und schnell montierter Barebone vor. Nicht zuletzt durch das mögliche Dual-Monitoring ist der Einsatzbereich im Business-Segment sehr flexibel angelegt. Auch ist er preislich im unteren Bereich angesiedelt, und damit lassen sich durchaus ansprechende Angebote gegenüber dem Kunden erstellen.
Die optionalen Zubehörteile, wie der Backpanel-Adapter für eine serielle RS232 Schnittstelle (H-RS232), die Wireless LAN Modul 802.11n (Mini-PCIe-Karte), das 300W Netzteil – 80Plus Bronze (PC61J) oder 500W Netzteil – 80Plus Bronze (PC63J), erweitern den Einsatzbereich.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich für bei Shuttle registrierte Fachhändler, welche ein 24-Monate-Pick-up-and-Return-Service angeboten bekommen.
(Note: 1, Gewichtung 30 Prozent)
Vorteile für den Kunden/Anwender
Auch hier seien die vorher genannten Vorteile genannt. Wer einen günstigen PC im Shuttle-Design haben möchte und dabei auch nicht auf die neuesten Technik-Standards wie USB 3.0 verzichten möchte, ist mit dem getesteten Modell bestens beraten. Als Büro-PC oder Einstiegsrechner wird er jedenfalls eine gute Figur abgeben. Die Erweiterungsmöglichkeiten – jeweils ein Steckplatz PCI-Express X16 v2.0 Steckplatz (PEG, nur für Grafikkarten), PCI-Express X1 v2.0 und Mini-PCI-Express X1 v2.0 half/full-size Steckplatz (für eine optionale WLAN-Erweiterung) – lassen viel Platz für eine umfangreiche Ausstattung. In dieser Preisklasse ergibt sich dadurch die Bestnote.
(Note: 1, Gewichtung 20 Prozent)
Packungszubehör
Als Zubehör liegen eine mehrsprachige Einbauanleitung, eine Installations-CD, ein Stromkabel, eine CPU-Wärmeleitpaste sowie Montageschrauben bei.
(Note: 1, Gewichtung 10 Prozent)
Fazit mit Empfehlung
Da dieses Modell schon seit einiger Zeit bei einigen unserer Kunden in Einsatz ist und bei Nachfragen zur Zufriedenheit ein einhelliges „Ja“ als Antwort kommt, können auch wir es guten Gewissens weiterempfehlen. Der Lautstärkepegel ist zwar nicht der leiseste, aber durchaus im annehmbaren Bereich und wird nicht als störend empfunden. Auch die Möglichkeit von zwei Festplatten, insbesondere eine SSD als Master-Festplatte und eine herkömmliche SATA-Festplatte als Datenspeicher zu nutzen, sind interessant. Alleinig der fehlende SATA 6 GB/s Standard lässt noch zu wünschen übrig. Das stellt aber momentan noch kein Problem dar, da dieser theoretische Geschwindigkeitsvorteil kaum in Erscheinung tritt.
Wertung
Durchschnittsnote (Schulnotensystem): 1,4 entspricht 5 ChannelPoints






Hallo,
ich kann den Eindruck des Autos nur bestätigen. Habe schon einige Shuttle-Systeme auf der SH61R4 Basis gemacht und die Kunden sind zufrieden und vor allem die Systeme laufen durchweg allesamt äußerst stabil.
Das Gehäuse an sich ist nichts Neues, das wird auch schon seit März für den Shuttle SG41J4 benutzt (jedoch ohne Heat-Pipe).
Eine andere Alternative stellt für meine Begriffe auch das neue AMD-Barebone SA76R4 da, was ebenfalls auf dem gleichen Gehäuse basiert und für AM2/AM3 CPUs gemacht ist und ebenfalls wie das SH61R4 USB 3.0 bietet. Da ist das Heat-Pipe auch mit enthalten und mit Schrauben, was definitiv einfacher und stabiler ist (die SH67 Serie hat auch ein Heat-Pipe mit Schrauben, allerdings auch deutlich teurer).