MSI Wind Top AP2011

CP product expert: Guido Munkert, CreativeDesign and IT

Hersteller und Name des Testgeräts: MSI Wind Top AP2011, auch: AP2011-G6245W7H

Testzeitraum: 26.01.2012 – 13.02.2012

UVP: ab rund 799 Euro (inklusive Mehrwertsteuer)

HEK und Bezugsquellen: www.channelpartner.de/produkt-scout

Distributoren: Also Actebisapi Computerhandel, b.comDevil, Ingram Micro,  Wave Computersysteme

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MSI Wind Top AP2011: Hervorragende Ausstattung, Funktion und Handhabung

Erster Eindruck/Haptik

Wir waren im Büro schon sehr gespannt, wie wohl der All-in-One-PC MSI Wind Top AP2011 aussieht und verarbeitet ist. Das Gerät kam dann in einem Karton, auf dem die wichtigsten Informationen zum Produkt aufgebracht waren. Im mitgelieferten zweiten Paket war der optional erhältliche Standfuß verpackt. Beim Öffnen der Kartons waren sämtliche Teile und das Zubehör so sicher verpackt, dass das Gerät auch einen holperigen Transport überstehen kann. Tastatur, Maus und Anschlusskabel waren dem großen Rechner-Karton in kleineren separaten Kartons beigelegt. Das Gerät selber war zusätzlich in einem großen Schaumstoffbeutel untergebracht.

Nach dem Auspacken zeigte sich dann ein sehr gut verarbeitetes Gerät. Hier gibt’s keine scharfen oder überstehenden Kanten sowie ein mattes entspiegeltes Display und zum Glück sehr viele Anschlussmöglichkeiten. Die Beipackzettel mit den Kurzanleitungen waren sehr verständlich.

(Note 1; Gewichtung 10 Prozent)

Arbeiten mit dem Gerät

Das Aufstellen des  Gerätes geht ganz einfach: Den angeschraubten Fuß aufklappen und das Gerät auf den Schreibtisch stellen. Dann Tastatur und Maus über den USB-Port anschließen und nach dem Verbinden mit dem Stromkabel starten. Der PC geht in die vorinstallierte Windows-Umgebung zum Abfragen der Werte für Benutzer, Passwort und Co. Diese können über die Tastatur oder auch direkt über den Touchscreen eingegeben werden.

Nach der Installation startet der Rechner noch einmal neu und schon kommt der Windows 7-Desktop. Auffällig ist, dass das Gerät angenehm leise und ruhig läuft. Der CPU-Lüfter wird durch die Lüftungsschlitze auf der Rückseite als nicht störend wahrgenommen. Das haben die Ingenieure wirklich gut hinbekommen. Aufgestellt auf dem Schreibtisch macht der Tablet-PC auch optisch was her.

Ein kleines Manko hat leider die vorinstallierte Software. Nach dem Neustart kommt die Frage, ob zusätzliche Software installiert werden soll, und die nicht gewünschte Software kann angeblich über Haken deaktiviert werden. Das funktionierte aber auf unserem Testsystem leider nicht. Es ließen sich einfach keine Haken deaktivieren – auch nicht nach einem Reset des Systems und einem Neuaufsetzen des vorinstallierten Systems. Somit blieb uns nur die Wahl, das MSI-Patch, die Bing-Bar und den Acrobat-Reader zu installieren oder das Ganze zu verneinen und die Installation komplett abzubrechen.

Obwohl in dem Gerät nur ein Intel G620-Prozessor verbaut ist, läuft das Gerät flüssig und im Office-Betrieb sehr schnell. Die Installation von Programmen wie die G Data InternetSecurity geht zügig vonstatten genauso wie die Installation der Adobe Creative Suite. Nicht anders war es nach der Recovery-Wiederherstellung mit anderer Software. Auch die Installation von AVG Internet Security, Open Office und Java setzte der Rechner erstaunlich schnell um. Die Office-Anwendungen liefen flüssig und schnell. Die Ausstattung mit 4-GB-Speicher zeigt hier im Zusammenspiel mit dem Prozessor gute Leistungsdaten.

Der Anschluss an das Netzwerk oder Internet geht problemlos über LAN-Kabel (10/100/1000) oder die integrierte WLAN-Karte (b/g/n). Der Datendurchsatz ist bei beiden Lösungen gut.

Spieletechnisch gehen nur alte Titel in moderaten Auflösungen, aber es handelt sich ja hier auch nicht um einen Spiele-Rechner. Sehr gut gefallen hat uns der Touchscreen. Zum Einen bleiben sehr wenig Fingerabdrücke auf dem Display, und zum Anderen reagiert der Touchscreen sehr sauber auf die Bewegungen und Eingaben. Zum Eingeben können der beiliegende Digi-Pen oder die Finger benutzt werden. Die Gesten-Steuerung war flüssig und schnell. Das Verkleinern oder Vergrößern von Anwendungsfenstern oder Bildern sowie das Drehen von Objekten erfolgte einwandfrei. Die Handschriftenerkennung, egal ob mit dem Fingernagel oder dem Digi-Pen geschrieben, übersetzte das Programm gut in Word-Dateien.

Die Reinigung des Touchscreens mit dem mitgelieferten Reinigungstuch war problemlos möglich.

Das Display war auf unserem schwarzen Testgerät sehr gut ausgeleuchtet. Die Auflösung mit 1.600 x 900 Bildpunkten bedeutet zwar nicht Full-HD-Qualität, ist aber für den Office-Bereich bei einer 20 Zoll (50,8cm) großen Diagonale mehr als ausreichend. Das Display  hatte keine blassen Flecken und einen guten Kontrast. Zum Arbeiten, selbst in Word mit weißem Hintergrund, war das Display in den Grundeinstellungen nicht zu hell oder grell.

Die Lautsprecher klingen leider etwas blechern wie bei einem Notebook. Der Sound ist aber für die Systemklänge und leises Hören von Internetradio im Hintergrund optimal.

Sehr überzeugend ist die Anschluss-Vielfalt mit vier USB-Anschlüssen hinten, zwei COM-Anschlüssen, HDMI, Netzwerk, Sound sowie den seitlichen Kartenlese-Einschüben und den zwei USB 3.0-Anschlüssen. Die Anschlüsse funktionieren und lassen den Wind-Top auch als zweiten Monitor für ein Notebook nutzen. Das ist schon ein sehr gutes Feature in dieser Preisklasse.

Natürlich haben wir auch den optional erhältlichen Standfuß  ausprobiert. Der Austausch geht leicht von der Hand: Einfach die vier Schrauben auf der Rückseite von Original-Fuß lösen, Fuß abnehmen und den Standfuß anschrauben. Jetzt lässt sich der Monitor um 90 Grad drehen. Über die Pivot-Funktion dreht sich der Bildschirm – und schon kann man seine Briefe komplett im Hochformat auf dem Display sehen. Auch die Höhenverstellung und Neigung ist sehr gut umgesetzt. Auch hier ein Kompliment an MSI. Bevor ich es vergesse, den Fuß kann man auch um einige Grad nach links und rechts drehen. Somit kann man problemlos einem Kunden mal kurz den Monitor zudrehen, ohne das der Schreibtisch verkratzt.

Etwas verwundert mich die Tatsache, dass der Wind Top mit mehr Arbeitsspeicher aufgerüstet werden kann. Schließlich klebt auf der Speicherabdeckung ein Garantiesiegel, welches bei Beschädigung die Garantie einschränkt. Hier sollte MSI auf jeden Fall nochmal nachdenken, ob das so gewollt ist. Trotzdem gibt es für die Funktion, Ausstattung und Handhabung sowie das Design eine Top-Bewertung

(Note 1; Gewichtung 50 Prozent)

Vorteile für den Kunden

Der Kunde erhält ein sehr gut vorkonfiguriertes Gerät in einem angenehmen Design in Schwarz oder Weiß. Das Gerät ist vielfältig einsetzbar, wobei hier die Schwäche des G620-Prozessors den Einstieg in den Multimedia-Bereich etwas bremst. Auch als Spiele-Lösung mit integrierter Grafikkarte außer Browserspielen oder älteren Titeln ist der Wind Top nicht zu empfehlen, da ja keine Grafikkarte nachgerüstet werden kann. Das Gerät ist aber für den normalen Büroeinsatz uneingeschränkt zu empfehlen. Es benötigt wenig Platz, kann mit dem Standfuß nachgerüstet werden und bringt so viele Vorteile in der Arbeitswelt mit sich.

(Note 2; Gewichtung 20 Prozent)

Verkaufsargumente und Marge

Da es das Gerät in Schwarz oder Weiß sowie mit Home-Premium- oder Professional-Variante von Windows 7 gibt, ist es sehr gut als Desktop-Rechner für Büros mit kleineren Schreibtischen geeignet. Auch im Heimbereich macht der Rechner eine gute Figur. Im Business-Bereich sind der Touchscreen und der optional erhältliche drehbare Fuß sehr gut einzusetzen, etwa für Arzt-Praxen, da auch eine Eingabe mit Einweg-Handschuhen auf dem Display funktioniert hat. Somit könnte zum Beispiel ein Zahnarzt einem Patienten direkt am Bildschirm per Touchscreen das Röntgenfoto zeigen, ohne hierfür eine Tastatur benutzen zu müssen. Über die Anschlussmöglichkeiten steckt noch mehr Potenzial in dem Gerät.

Das vorinstallierte System ist ordentlich konfiguriert und schnell und nicht wie bei einigen anderen Herstellern mit unnötiger Software überlastet.

Die Marge ist bei der schwarzen Variante um fünf Prozent niedriger als bei der weißen Variante. Diese beträgt momentan mehr als zehn Prozent ohne Berücksichtigung von Online-Anbietern wie Amazon. Somit ist die Handelsspanne im Vergleich zu manch anderem Herstellern mit All-in-One-PCs als angenehm zu bezeichnen.

Das MSI-Gerät gibt es bei den üblichen Distris für MSI-Produktes. Hier weichen allerdings die Preise im Einkauf voneinander entgegen der Hersteller-Preisliste ab. Ein Vergleich lohnt sich also.

(Note 2; Gewichtung: 20 Prozent)

Gesamtfazit

Der All-in-One-PC MSI Wind Top AP2011 überzeugt rundum. Das Gerät wird sicher und komplett verpackt geliefert. Es bietet ein gutes und abgerundetes Design sowie sehr verständliche Kurzanleitungen und lässt sich problemlos starten. Die Software-Installation von Software geht gut und schnell von der Hand. Allerdings ließen sich im Test die nicht gewollten Programme keinesfalls über die Häkchen-Funktion deaktivieren. Ansonsten lief das Gerät bis hin zur Pivot-Positionierung und Gestensteuerung erstaunlich leise, schnell und unkompliziert und eignet  sich vor allem für Büroanwendungen. Da hier neben den praktischen Vorteilen für die Kunden auch noch die Marge für den Händler stimmt, erhält das Gerät das Top-Ranking.

Wertung

Durchschnittsnote (Schulnotensystem): 1,4 entspricht 5 ChannelPoints

Eine Antwort zu “MSI Wind Top AP2011”

  1. [...] sind wieder fleissig dabei die neusten Produkte für Sie zu testen. Diesemal war es der “MSI Wind Top AP2011″. Den dazu aktuell veröffentlichten Artikel finden Sie auf der Seite der Computerzeitung [...]

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