Asus Eee Pad Slate B121
CP product expert: Arno Beier, Beico.net
Testzeitraum: 17.01.2012 – 17.02.2012
Hersteller des Testgerätes: Asus
Modellbezeichnung des Testgerätes: Eee Pad Slate B121
Zielgruppe laut Hersteller: Business-Kunden
UVP: 1.149 Euro (inklusive Mehrwertsteuer)
HEK: www.channelpartner.de/produkt-scout
aktueller Straßenpreis: 1.092 Euro (inklusive Mehrwertsteuer)
Distributoren: Also Actebis, api Computerhandel, b.com, Devil, Tech Data
Asus Eee Pad Slate B121: Flottes und abwechslungsreiches Arbeiten
Erster Eindruck / Packungsinhalt / Haptik
Auf dem schlichten weißen Karton ist das Produkt in Hochglanz abgebildet. Mal sehen, wie es in Wirklichkeit aussieht. Packt man den Karton aus, kommt ein edel wirkendes Tablet zum Vorschein. Das getestete Slate-Modell leitet sich sprachlich vom englischen Wort für Schiefertafel ab und bezeichnet damit eigentlich einen stiftgeführten Tablet-PC. Im Gegensatz zu einem üblichen Notebook besteht das Gehäuse aus einem einzigen Block; es wird um eine externe und eine virtuelle Tastatur ergänzt. Die kompakte und gewichtsreduzierte Bauform dieser Geräte soll ein längeres Arbeiten auf dem Arm ermöglichen. Allerdings bringt das Testgerät ein stolzes Gewicht von 1,16 Kilogramm auf die Waage.
Das Asus Eee Pad Slate B121 verfügt über ein 12,1 Zoll (30,7cm) großes Display, welches per Stift oder auch mit den Fingern zu bedienen ist. Das Multitouch-fähige Gerät ist mit einem Strom sparenden Intel-Core-i5-Prozessor ausgestattet, der dem Gerät ausreichend Leistung verleiht. In das Gerät ist ein Wacom Digitizer ingebaut, und zum Schreiben längerer Texte ist eine Bluetooth-Tastatur beigefügt. Als Betriebssystem kommt Windows 7 Professional zum Einsatz, das auch die Integration in ein Firmennetzwerk zulässt. Für ausgeprägte Sicherheitsstandards ist ein TPM-Modul (Trusted Platform Module) integriert.
Installation und Arbeiten mit dem Tablet
Das Tablet ist richtig schnell, es lassen sich alle gewünschten Programme in guter Geschwindigkeit ausführen. Die mit einem Speicher von 64 Gigabyte ausgestattete SSD ist zwar nicht sehr groß, aber mehr als ausreichend schnell. Das Tablet startet das Windows-Betriebssystem in rund 25 Sekunden.
Die Arbeit mit der Touch-Bedienung funktioniert gut, wenn auch nicht besonders präzise. Das liegt aber weniger am Tablet, als vielmehr an Windows 7, das noch nicht an eine entsprechende Bedienung angepasst ist. Hier werden wir uns mal von Windows 8 überraschen lassen, das ja bereits in den Startlöchern steht. Es empfiehlt sich, auf der Internetseite von Asus nach Treiberaktualisierungen zu suchen, denn mit neueren Treibern funktioniert die Stiftbedienung viel präziser. Vor allen Dingen wird nun auch der Stiftdruck erkannt und damit eine Funktion, die besonders Grafiker und Bildprofis interessieren dürfte!
Das Hochglanz-Display ist auch bei Sonneneinstrahlung noch einigermaßen ablesbar. Dabei hat mich das Phänomen verblüfft, dass die Oberflächenstruktur gleichzeitig entspiegelt zu sein scheint. Jedenfalls stören die Spiegelungen weitaus weniger, als man sie von anderen Hochglanz-Displays gewohnt ist.
Ein wenig enttäuschend fand ich die Akkulaufzeit von nur etwa 3 Stunden. Diese kann aber dem Umstand geschuldet sein kann, dass ein Akku erst nach mehrmaligem Laden und Entladen seine volle Kapazität erreicht, und das Testgerät in diesem Punkt noch jungfräulich war. Die vom Hersteller angegebenen bis zu 4,5 Stunden für Standardanwendungen konnte ich jedenfalls nicht erreichen. Das kleine, schöne, weiße Netzteil wird nicht übermäßig warm und punktet mit einem zusätzlichen USB-Port zum Laden externer Geräte wie zum Beispiel. Da hat mal jemand mitgedacht mit dieser praktischen Kleinigkeit, die jedem Notebook gut zu Gesicht stünde!
Zu guter Letzt seien noch die Microsoft Anwendungen aus dem „Touch Pack für Windows 7“ erwähnt. Das sind ein paar nette Programme zur Abwechslung, die dem Nutzer zeigen, wie man Anwendungen schön mit einem Tablet steuern kann. Dazu gehören das Physik-Puzzle-Spiel “Blackbird”, das Origami-Spiel “Garden Pond”, das elektrisierende Ballkatapultier-Spiel “Rebound”, das mit Fingern und Stift steuerbare Bildarrangement “Surface Collage”, der komplett steuerbare “Surface Globe” und der entspannende Bildschirmschoner “Surface Lagoon”.
Das Handels-Plus-Minus
Das Gerät ist in der Distribution gut verfügbar und der Preis über fast alle Kanäle ausgewogen. Leider erreicht die Marge mit knapp zehn Prozent schon das Maximum. Diese Handelspanne ist gerätetypisch nicht als hoch zu bezeichnen. Da das Gerät mit Tasche und Tastatur ausgeliefert wird, kann durch Zusatzverkäufe auch kaum zusätzliche Marge generiert werden. Durch die Vorführung des Modells habe ich jedoch ein solches Gerät sowie ein großes Business-Notebook verkaufen können, so dass ich den Test als vollen Erfolg verbuchen kann.
Fazit
Das Tablet hat keine wirklich herausragenden Features, leistet sich aber auch keinen Ausrutscher. Das Asus Eee Pad Slate B121 punktet auf hohem Niveau. Die Nutzung ist sicherlich für einige Anwender sehr interessant, zumal in dieser Leistungsklasse bisher kaum vergleichbare Geräte zur Verfügung stehen. Das wird sich aber sicherlich in Kürze ändern, etwa mit Blick auf die CeBIT 2012. Der Preis ist für ein Gerät dieser Leistungsklasse sicherlich in Ordnung, wenn auch nicht günstig zu nennen. Die Arbeit mit dem Gerät macht richtig Spaß und geht flott vonstatten.
Die Benotung der einzelnen Testkriterien können Sie der PDF CP product experts Tablets Asus Eee Pad Slate B121 entnehmen.





