Hewlett-Packard HP Folio 13-2000

CP product expert: Alexandra Schaefer, info@abc-schaefer.de

Hersteller und Name des Testgeräts: Hewlett-Packard HP Folio 13-2000

Testzeitraum: 20.03.2012-28.03.2012

UVP: 1.069 Euro (inklusive Mehrwertsteuer)

HEK: www.channelpartner.de/produkt-scout

Distributoren: Also Actebisb.com, drecomEverIT, Ingram MicroJacob Computer, Maxcom, Tech Data

HP Folio 13-2000: Akkuleistung für mehr als einen ganzen Arbeitstag

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Erster Eindruck / Packungsinhalt / Haptik

Der Test befasst sich mit dem HP Folio 13 von Hewlett-Packard und somit mit der jungen Notebook-Unterklasse der Ultrabooks. Der Begriff wurde vom Prozessorhersteller Intel geprägt und meint besonders dünne Notebooks, die kaum mehr als ein Kilogramm wiegen. Zugleich sollen diese Geräte relativ lange Akkulaufzeiten für Büroanwendungen bieten.

Die Spannung steigt, als der Versandbote einen rechteckigen schwarzen Karton von HP bringt. Der Karton ist recht klein und leicht. Er ist ohne Grifflaschen und lässt sich nur mit einem Messer entlang der Klebefolie öffnen. Das Ultrabook ist seitlich mit zwei festen Schaumstoffformen sicher verpackt und blitzt schon hervor. In einem ebenfalls seitlich abgetrennten Kartonfach findet sich eine Plastikfolie mit dem Netzteil und Netzkabel. Außerdem stecken die HP-Broschüren in einer Plastikhülle in einem weiteren Seitenfach.

Das Gerät ist sehr leicht mit einem Gewicht von weniger als 1,5 Kilogramm, als ich es mit dem Styropor und der Plastikhülle herausziehe. Von der Plastikhülle befreit erscheint es in seiner ganzen handlichen Pracht. Das gebürstete Aluminium der Oberflächen und die abgerundeten Ecken sorgen für ein edles Aussehen. Das Ultrabook ist gerade mal 1,5 Zentimeter tief. Auf der Unterseite befinden sich vier Gummifüße von jeweils rund zwei Millimetern Höhe, welche einen festen Stand auf glatten Oberflächen geben. Insgesamt macht das Gerät einen sehr stabilen Eindruck.

An der Rückseite sind die Lüftungsschlitze mit sechs Zentimetern Breite verteilt. Die Anschlüsse sind schnell aufgezählt: An der linken Seite liegt der Stromanschluss, ein LAN-, ein HDMI-, ein USB 3.0-Port, sowie ein Cardreader (SD/MMC) und an der rechten Seite hinten noch ein USB 2.0-Port und ein kombinierter Kopfhöreraus-/Mikrofoneingang. Wer einen Beamer anschließen möchte, vermisst einen VGA-Anschluss. Auch lediglich zwei USB-Anschlüsse, die auf beiden Seiten verteilt sind, machen zum Beispiel den Gebrauch eines Y-Kabels für eine externe Festplatte unmöglich.

Der Deckel lässt sich mit einer schmalen Griffleiste leicht öffnen und bleibt in jedem Winkel, den ich einstelle, standhaft.

Installation und Arbeiten mit dem Notebook

Besonders erfreulich war der schnelle Start, der tatsächlich nur 22 Sekunden gedauert hat – und schon konnte die erste Anwendung geöffnet werden. In dem vorliegenden Gerät war die englische Version des Betriebssystems Windows 7 Professional installiert. Zum Glück reicht inzwischen mein Englisch für einen gängigen Gebrauch des Folio aus. HP könnte aber innerhalb Deutschlands ruhig die deutsche Version liefern. Dafür war hier keine aufwändige Systemeinrichtung erforderlich.

Neben den inzwischen üblichen umfangreichen Windows-Komponenten sind alle notwendigen Anwendungsprogramme vorinstalliert wie etwa CyberLink YouCam und Adobe Reader X. Allerdings wurde hier auf die Testversionen von Office oder ein Virenprogramm verzichtet, so dass ich diese nicht lange deinstallieren muss, wenn Sie nicht meiner Wahl entsprechen. Das abschließende Recovery zur Herstellung des Originalzustandes verlief mit rund 40 Minuten Dauer relativ schnell und problemlos.

Das Arbeiten mit dem Ultrabook gestaltet sich von Anfang an als sehr angenehm und problemlos. Die Tastatur hat eine samtige schwarze Oberfläche und die Gesamtform abgerundete Ecken. Die Tastatur hat eine QWERTY-Anordnung, die von Vorteil ist, wenn man blind tippen kann. Insgesamt liegen die Hände beziehungsweise Finger bei der Arbeit sehr angenehm auf. Angenehm ist auch die Hintergrundbeleuchtung in dämmrigem Licht. Neu für mich ist, dass die Spezialfunktionen in der Funktionstastenreihe automatisch aktiviert sind, das heißt: ohne Kombination mit der fn-Taste zu betätigen sind.

Das Touchpad hat eine schwarze Glasoberfläche und hat die Fläche von 10 mal 6,3 Zentimetern. Die Navigation des Mauspfeils ist präzise und die Multitouch-Gesten sind unterstützt. Die Klickbuttons unten im Pad reagieren mit einem etwas stärkeren Druck. Leichter Druck reicht hier nicht aus.

Nun betrachte ich den Bildschirm etwas genauer. Als erstes fällt mir die doch deutliche Spiegelung bei normalen Lichtverhältnissen im Büro auf. Da ich auch gerne draußen arbeite, nahm ich das Ultrabook auch gleich mit raus. Absolut unmöglich bei Sonnenlicht zu arbeiten! Es wirkt fast so, als ob man in einen Spiegel schaut. Schade eigentlich bei so einem hochwertigen Gerät – mobile Geräte sollten auch für den mobilen Gebrauch draußen geeignet sein. Im Innenbereich war das Bild in verschiedenen Blickwinkeln wirklich gut.

Die Webcam mit 1,3 Megapixeln Auflösung war sofort ohne weitere Einstellungen einsatzbereit und übertrug gute Bilder, für mich subjektiv sehr klar. Auch die Lautsprecher geben einen klaren Klang aus. Die Lautstärke war im Maximum überraschend hoch. Hier könnte ich bei Schulungen auf den CD-Recorder verzichten, da die Lautstärke einen normal großen Schulungsraum ausfüllt. Außerdem zeigte der Test des Mikrofons eine brauchbare Aufnahmequalität. Unangenehm fällt mir immer wieder das laute Lüftergeräusch auf, das selbst bei kleinen Anwendungen häufig und lange läuft. Bei normaler Auslastung bleibt das Gerät allerdings so angenehm kühl.

Die Leistung des Gerätes war für den getesteten Bedarf sehr flott.  Superschneller Systemstart, schneller Start von Programmen, auch das Schauen von Videos oder Bildern war ohne Verzögerung möglich. Allerdings ist die Grafikeinheit HD 2000 im Intel Core i5 nicht unbedingt für anspruchsvolle Spiele geeignet. Dafür kann ich die angepriesene lange Akkulaufzeit durch den Strom sparenden Prozessor bestätigen. Im Normalgebrauch wie etwa bei Textverarbeitung oder dem Surfen per WLAN musste ich das Gerät nach dem Aufladen fast sechs Stunden nicht ans Netz nehmen. Allerdings verfiel es auch in den Pausen nach den voreingestellten zehn Minuten in den Schlafmodus beziehungsweise nach fünf Minuten schaltete sich das Display von alleine aus. Ohne WLAN mit Energiesparmodus reichte der Akku tatsächlich neun Stunden und fünf Minuten!

Zur Erweiterung bietet HP das übliche Zubehör wie Dockingstation, Notebook-Maus, WiFi-Maus,  65-Watt-Slim-Adapter, Tragetasche und Bildschirm- und Notebook-Standfuß.

Das Handels-Plus-Minus

Die Premium-Ausstattung des Ultrabooks bietet mit den neuen Sandy-Bridge-Prozessoren von Intel, der hybriden Grafiklösung und Fast-Boot eine Lösung für jegliche Anforderung. Lediglich die Lautstärke des Gebläses ist bei der Arbeit störend. Der empfohlene Verkaufspreis des Gerätes bleibt nach dem Produktlaunch im vergangenen Jahr auch bei den großen Online-Anbietern stabil. Dies wäre mit der nicht gerade zu Jubelgesängen verleitenden Marge von acht Prozent zu erklären. Ein Zusatzgeschäft versprechen passende Zubehörprodukte von der USB-Reisemaus über Slim-Adapter bis hin zu Notebook-Tasche und Business-Rucksack.

Fazit

Wer das HP Folio 13-2000 von Hewlett-Packard draußen nicht benutzen möchte, keinen VGA-Anschluss benötigt und auf  Actionspiele verzichten kann, findet hier ein edles, schnelles und zuverlässiges Ultrabook vor. Besonders das leichte Gewicht, die extrem lange Akkulaufzeit und die guten Kommunikationskomponenten sind für den mobilen Einsatz bestens geeignet

Die Benotung der einzelnen Testkriterien können Sie der angehängten PDF CP Product Experts Bewertungstabelle HP Folio 13-2000 entnehmen.

Eine Antwort zu “Hewlett-Packard HP Folio 13-2000”

  1. Das HP selbst bei solchen etwas höherpreisigen Produkten lediglich 1 Jahr Herstellergarantie anbietet ist eigentlich ein absolutes KO-Argument. Irgendwie merkt man das man als Kunde nicht geschätzt wird und HP wenig Selbstvertrauen in seine “Qualität” hat. Schade eigentlich wenn man als 2. Kerngeschäft Carepacks verkauft.

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