Samsung Galaxy Note

CP product expert: Stefan Eichler, Compulink Multimedia

Testzeitraum: 07.03.2012 – 19.03.2012

Hersteller des Testgerätes: Samsung

Modellbezeichnung des Testgerätes: Galaxy Note

Zielgruppe laut Hersteller: Business-und ambitionierte Anwender

UVP: 699 Euro (inklusive Mehrwertsteuer, ohne Vertrag)

HEK: www.channelpartner.de/produkt-scout

aktueller Straßenpreis: 485 Euro (inklusive Mehrwertsteuer, ohne Vertrag)

Distributoren: Eno, Chris Keim, Herweck, ICS Com, Komsa, Michael Telekcom, NT plus/Also Actebis, Selectric Nachrichtensysteme

Samsung Galaxy Note: Fast schon ein Tablet-Gerät

Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein.

Erster Eindruck

Das in der handytypischen Kartonverpackung gelieferte Samsung Galaxy Note wird zusammen mit einem Netzteil, USB-Kabel, Köpfhörer und Eingabestift ausgeliefert. Zu unserer Überraschung war das Handy vollständig geladen, was aber vielleicht auf das Testgerät zurückzuführen ist.

Die Verarbeitung des Gerätes ist sehr hochwertig, wie man es von Samsung gewohnt ist, und erinnert an die Galaxy Tablet-Serie von Samsung. Bei der Größe des Testgerätes mit einer Bildschirmdiagonale von 5,3 Zoll (13,5 Zentimeter) und der Stiftführung wird man teilweise aber auch an die Bedienung eines Tablets erinnert. Allerdings hält man mit dem Smartphone ein vollwertiges Android-Telefon in der Hand, welches bei entsprechender Handgröße sehr gut zum Telefonieren geeignet ist.

(Note: 1,1; Gewichtung: 10 Prozent)

Arbeiten mit dem Smartphone

Nach dem Einlegen einer SIM-Karte und des Akkus konnte man direkt mit der Ersteinrichtung des Gerätes beginnen. Als Betriebssystem kommt Android in der Version 2.3 zum Einsatz. Im Laufe des gut drei Wochen andauernden Testes wurde die Version von 2.3.3 auf 2.3.6 aktualisiert. Das Update wurde automatisch via Internet verteilt und zum Download beziehungsweise zur Installation am Handy angeboten. Die Aktualisierung ist mit einigen Neustarts verbunden und hat jeweils einwandfrei funktioniert. Alle Einstellungen am Handy bleiben bei jeder Aktualisierung erhalten.

Der bei Android übliche Einrichtungs-Assistent Wizard funktioniert gewohnt gut. Dafür ist eine Google eMail-Adresse nötig, die direkt angelegt werden kann. Die Verbindung zu einem vorhandenen WLAN-Netz funktioniert nach Eingabe der persönlichen Authentifizierungsangaben problemlos. Nach der Ersteinrichtung können direkt Emails über die Google eMail-Adresse versendet werden. Wenn vorhanden, kann zusätzlich ein Microsoft-Exchange-Email-Konto mit Push-Email konfiguriert werden. Die Einrichtung und die Benachrichtigung bei neuen Nachrichten hat auch bei Exchange-Push-Mail während der gesamten Testzeit sehr gut funktioniert.

Der große Bildschirm erlaubt insbesondere ein angenehmes Surfen auf Internetseiten. Dies kann entweder mit dem integrierten Android-Browser oder über einen per Android-Market installierten Browser wie etwa Dolphin HD oder Firefox erfolgen. Die Installation von weiteren Apps ist über die genannte Plattform kein Problem. Hier findet sich mittlerweile für jede gewünschte Anwendung das passende kostenlose oder auch kostenpflichtige Programm.

Die Auflösung des Displays ist mit 1.280 x 800 Bildpunkten mehr als hoch. Sie zeigt Fotos und Videos gestochen scharf und sehr brilliant an. Ein Vergleich mit dem Platzhirsch Apple iPhone braucht das Samsung Galaxy Note hierbei überhaupt nicht zu scheuen. Es ist dem Gerät aus den USA an Farbbrillianz und Darstellungsqualität mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen.

Der Dual-Core Prozessor mit einer Taktfrequenz von 1.4 Gigahertz zeigt alle Anwendungen verzögerungsfrei und erlaubt eine sehr flüssige Bedienung. Trotz der Größe passt das Galaxy Note noch gut in die Gesäß- oder Hemdentasche. Das extrem flache Gehäuse mit nur 9,7 Millimetern Tiefe und der geriffelten Oberfläche auf der Rückseite liegt dabei sehr gut in der Hand. Mit einem Gewicht von nur 177 Gramm ist es der Größe angemessen.

Die Sende- und Empfangsleistung empfanden wir als normal, ähnlich unseren anderen in Verwendung befindlichen Handys. Auf dem Gerät befinden sich eine Reihe von vorinstallierten Apps. Hierzu zählen unter anderem ein Foto-Editor, Video-Editor, ein Notizbuch, ein DLNA-Client (Digital Living Network Alliance) und das Synchronisations-Programm Kies air. Letzteres nutzt Browser eines PCs für den direkten Zugriff auf Fotos, Videos, Musik, Klingeltöne, Nachrichten, Kontakte, Anruflisten und Handydateien. Ein Datenaustausch ist somit ohne weitere Installation einer PC-Software möglich. Weitere Programme dieser Art hält zudem der Google Market (Play) bereit.

Zur Kommunikation bietet das Note WLAN, UMTS und Bluetooth. WLAN- und UMTS -Verbindungen funktionierten tadellos. Die Verbindung mit dem Autoradio in unserem Testfahrzeug funktionierte ebenfalls einwandfrei und wurde beim jeweiligen Einsteigen automatisch immer wieder hergestellt. Somit war die Freisprech-Funktion direkt über das im Fahrzeug integrierte Autoradio möglich.

Der interne Speicher des Testgerätes hatte eine Kapazität von 16 Gigabyte, wovon rund zwölf Gigabyte nutzbar waren. Eine Erweiterung mit microSD-Karten um weitere 32 Gigabyte ist möglich. Eines der Hauptmerkmale, der drucksensitive Eingabestift S-Pen kann unten aus dem Gerät gezogen werden. Zusätzlich zur Bedienung per Finger kann hier mittels Stift eine genauere Bedienung sowie das Zeichnen von Notizen und Skizzen erfolgen.

Die mit acht Megapixeln Bildauflösung ordentlich ausgestattete Kamera auf der Rückseite machte im Test sehr gute Bilder. Der integrierte Blitz war wie bei Handys üblich nicht gerade üppig, ist aber für Schnappschüsse zu gebrauchen. Die Frontkamera mit zwei Megapixeln Auflösung dient für Videokonferenzen mittels Skype und ähnlichem. Videos können in HD Auflösung bis 1.920 x 1.080 Bildpunkten aufgenommen werden.

Die Akkulaufzeit des Testgerätes war über den Tag mit moderater Nutzung sehr gut, so dass es eigentlich nur jeden zweiten Tag aufgetankt werden müsste. Bei Smartphones empfiehlt sich aber aus Erfahrung, diese einfach abends ans Ladegerät anzuschliessen, um bei Bedarf ein voll geladenes Gerät zur Hand zu haben.

(Note: 1,8; Gewichtung: 60 Prozent)

Das Handels-Plus-Minus

Das große Gerät ragt in einem Showroom beziehungsweise in einer Ausstellung heraus und animiert den Kunden zum Ausprobieren. Die für den Fachhändler geringe Marge kann eventuell  durch den Verkauf von Zubehör wie Taschen, Autohalterung oder ähnlichem kompensiert werden. Durch zusätzliche kostenpflichtige Dienstleistungen wie Einrichtung, Virenschutz oder ähnliches kann dem Kunden ein kostenpflichtiger Mehrwert geboten werden. Das Gerät wird aktuell auch in der Fernsehwerbung von Samsung beworben.

(Note: 2,9; Gewichtung: 30 Prozent)

Fazit

Das Samsung Galaxy Note ist ein wunderschönes Telefon und schon fast ein kleines Tablet. Wer von Natur aus über eine größere Griffigkeit verfügt, bei dem liegt das Smartphone sehr gut in der Hand. Für kleinere Hände ist es weniger geeignet beziegungsweise dann muss es mit zwei Händen bei der Bedienung gehalten werden. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, das Gerät und vor allem seine Handlichkeit in einem Ladengeschäft ausgiebig auszuprobieren.

Die Benotung der einzelnen Testkriterien können Sie der PDF CP Product Experts Bewertungstabelle Samsung Galaxy Note entnehmen.

4 Antworten zu “Samsung Galaxy Note”

  1. Handy oder Tablet?
    Man kann natürlich sagen, das ist ein tolles großes Handy und sich darüber freuen, dass es fast die Größe eines Tablets hat. Man kann jedoch auch sagen, dass es für ein Handy zu groß ist (87x147x10) ist und nicht gerade passend für die Hosentasche. Und dass es für ein Tablet viele zu klein ist (5,3″). Aus meiner Sicht ist das Note weder ein brauchbares Handy (zu groß) noch ein brauchbares Tablet (zu klein) es ist ein “weder-noch-Gerät”. (Ich kaufe mir doch auch keinen Businessanzug aus Neopren, nur weil der dann wasserdicht ist udn ich damit auch tauchen kann.) Wer gern ein zu groß geratenes Handy bzw. ein zu kleines Tablet sein eigen nennen möchte, ist mit diesem Gerät sicher gut bedient.

    Wer jedoch wirklich nur ein Handy benötigt und auf einem Tablet wirklich arbeiten möchte, sollte lieber auf zwei Geräte setzen. Wie wäre es mit iPhone und iPad? Jedes Gerät kann das, was es soll, und das sehr gut.

  2. Ich zähle zu den glücklichen Besitzern eines Notes.
    Als ein digital native habe ich kein Problem mit dem Gerät, ich bin überaus zufrieden.

    Die Kamera ist top, die Videos sind faszinierend und das Feedback der Kollegen, Kunden und Freunde ist gut.

    Das Gerät verfügt über eine Fülle von Features die auch genutzt werden können und stellt einem versierten Nutzer die notwendige Leistung, dabei sollte aber das Ladegerät in Reichweite sein.

    Kurz und knapp: Das schweizer Taschenmesser und ein must have der IT Geeks.

  3. Handy oder Tablet?
    Diese Frage kann man nur mit sowohl als auch beantworten. Ich selbst benutze das Note seit 4 Monaten und bin von der Universalität begeistert. Obwohl ich viel reise benötige ich Dank Note weder einen Labtop noch ein Tab. Damit schrumpft Gewicht und Volumen im Gepäck extrem.
    Zugegeben, zum Schreiben langer Texte ist es ein wenig mühselig. Das wird jedoch durch die Vielzahl der Darstellungsmöglichkeiten locker wettgemacht. Entgegen vieler andere Smartphones sind mails, Texte, Grafiken, etc. sehr gut und ermüdungsfrei les- und bearbeitbar.
    Zur Zeit gibt es kein besseres Gerät.

  4. Ich durfte den Produkttest durchführen und war eigentlich von Anfang an von dem Gerät begeistert. Klar .. die Größe muß einem gefallen, aber wer was kleineres will .. der soll es einfach nicht kaufen bzw. zu einem kleineren Gerät greifen. Dank Android gibt es hier ja Auswahl ohne Ende. Wer aber ein Gerät mit einem absolut Super – Display, einer Mega-Auflösung und hoher Geschwindigkeit haben will, kann unbesorgt zum Note greifen. Ich muss zugeben, ich habe trotzdem noch öfter auch ein richtiges 10″ Tablet in Verwendung .. aber oftmals reicht mir auf der Couch mein Note auch.

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