Asus P1

CP product expert: Thorsten Dampf, dampf.it

Hersteller und Name des Testgeräts: Asus P1

Testzeitraum: 26.03.2012 – 05.04.2012

UVP: 459 Euro (inklusive Mehrwertsteuer)

HEK und Bezugsquellen: www.channelpartner.de/produkt-scout

Distributoren: Api, Also Actebis, b.com, Devil, Siewert & Kau, Tarox, Wave Computersysteme

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Asus Pico-Projektor P1: Zwiespältiger Eindruck

Erster Eindruck

Der Pico Beamer P1 von Asus kommt im schwarz-silbernen Karton, der noch nicht einmal die Grundfläche eines DIN-A4-Blattes einnimmt. Dem Gerät liegt neben einem Netzteil mit Stromkabeln für diverse Länder, einer Treiber-CD, einem gedruckten Handbuch und einem VGA-Kabel noch eine Schutztasche bei. In dieser finden Beamer und Netzteil Platz, die sich somit sicher und leicht transportieren lassen. Das Gewicht des Beamers beträgt gerade einmal gut 400 Gramm.

Der Beamer macht beim Auspacken einen guten Eindruck. Das Gehäuse in Schwarz und Silber ist schlicht, wirkt aber hochwertig. Die Verarbeitung der Drucktaster und Anschlüsse ist einwandfrei. Der Beamer selbst ist äußerst kompakt, er nimmt tatsächlich nur die Grundfläche einer CD-Hülle ein.

(Note 1,3; Gewichtung: 10 Prozent)

Features und Handling

Die Inbetriebnahme gestaltet sich einfach. Auch ohne Studium des Handbuchs (was Männer ja grundsätzlich nicht tun) ist dem Beamer leicht ein Bild zu entlocken: Einfach das Netzteil anschließen, VGA-Kabel einstecken – fertig. Unter dem Betriebssystem Microsoft Windows 7 wird der Beamer direkt als externer Projektor erkannt, und es stellt automatisch die richtige Auflösung ein. An der Unterseite des Beamers befindet sich ein ausklappbarer Fuß, mit dem sich der Beamer vorne hoch stellen lässt. Dabei fällt auch gleich das erste technische Highlight auf: Die “Auto Keystone Correction”, die eine automatische Trapezkorrektur des Bildes vornimmt, je nach Neigung des Beamers. Manuelles Nachjustieren ist so in den meisten Fällen unnötig.

Negativ fällt an dieser Stelle auf, dass nur ein VGA-Anschluss verbaut ist. Eine HDMI-Schnittstelle, USB-Anschluss oder Ähnliches ist nicht vorhanden. Schade, denn mit diesen Schnittstellen wäre der Beamer tatsächlich ein prima mobiler Begleiter, auch für Präsenationen per Smartphone. Warum Asus das VGA-Kabel mit einem proprietären Anschluss am Beamer versieht, der obendrein keinen sonderlich robusten Eindruck macht, ist ebenfalls unverständlich.

(Note 2,9; Gewichtung: 20 Prozent)

Bildqualität

Der Beamer liefert ein Bild in HD-Auflösung von maximal 1.280 x 800 Pixeln. Die Bildqualität ist gut, allerdings ist die Helligkeit von 200 ANSI-Lumen selbst für normal beleuchtete, nicht abgedunkelte Büroräume zu gering. Für eine Besprechung im kleinen Kreis bei geringem Abstand zur Leinwand genügt es – für mehr leider nicht. Filme möchte man sich mit diesem Beamer lieber nicht anschauen.

Die LED-Beleuchtung des Beamers hält laut Asus rund 30.000 Stunden, was bei vier Stunden täglichem Betrieb einer Lebensdauer von über 20 Jahren entspricht. Das der Beamer dank eines besonderen thermischen Designs und der Verwendung einer Magnesiumlegierung besonders kühl und leise arbeitet, konnte ich nach meinem Test leider nicht bestätigen. Das Gehäuse wird recht warm. Der Lüfter des Beamer läuft – bedingt durch den geringen Querschnitt – mit hoher Drehzahl, was im Betrieb unangenehm laut ist. Besonders, da man im Praxisbetrieb wohl meistens nah am Beamer sitzen wird. Im Eco-Modus wird der Lüfter zwar etwas leiser, bleibt allerdings immer noch deutlich hörbar. Die ohnehin geringe Bildhelligkeit wird dabei noch herunter geregelt. Die von Asus beworbene “Whisper Silent Operation” konnte ich so zumindest nicht feststellen.

Gut gefallen hat mir die Größe des projizierten Bildes, denn der Beamer erreicht tatsächlich die von Asus beworbenen 40 Zoll bei einem Meter Abstand zur Leinwand.

(Note 2,6; Gewichtung: 5o Prozent)

Das Handels-Plus-Minus

Die Unverbindliche Preisempfehlung für den Asus P1 Pico Beamer liegt bei 459 Euro. Im Internet ist der Beamer schon für rund 420 Euro erhältlich.

Es ist und bleibt wie immer: Die günstigsten Online-Händler bieten den Beamer im Bereich des HEK an, somit ist es wie immer schwierig, mit der reinen Hardware Geld zu verdienen. Mit Zubehör ist hier leider auch nicht viel zu machen, da die Tasche und alle benötigten Kabel bereits beiliegen. Es ist also die Kreativität des Fachhändlers gefragt, die entsprechenden Dienstleistungen und Schulungen mit anzubieten.

(Note 3,0; Gewichtung: 2o Prozent)

Gesamtfazit

Der Mini-Projektor Asus P1 hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Auf der einen Seite gefallen die gute Verarbeitung, die geringen Abmessungen und das geringe Gewicht sowie die technische Ausstattung mit der Auto-Keystone-Funktion und HD-Auflösung. Überhaupt nicht gefallen haben mir das Betriebsgeräusch und die schwache Lichtleistung. Ebenso hätte ich einen HDMI- oder USB-Anschluss erwartet.

Wer aber ein portables Gerät zum einem anständigen Preis für gelegentliche Präsentationen am kleinen Besprechungstisch sucht, sollte sich den Asus P1 trotzdem genauer anschauen.

Die Benotung der einzelnen Testkriterien können Sie der angehängten PDF CP product experts Bewertungstabelle Asus P1 entnehmen.

Eine Antwort zu “Asus P1”

  1. [...] Für die Fachzeitschrift ChannelPartner war Thorsten Dampf mal wieder als Product Expert tätig und testete den Beamer »Asus P1 Pico« auf Herz und Nieren. Lesen Sie das Ergebnis des Tests und den vollständigen Testbericht auf: http://www.channelpartner.de/haendlertests/2012/05/asus-p1 [...]

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