HTC One X

CP product expert: Oliver Steffan, O.S.ComputerService

Testzeitraum: 30.04.2012 – 07.05.2012

Hersteller des Testgerätes: HTC

Modellbezeichnung des Testgerätes: One X

Zielgruppe laut Hersteller: Business-Anwender

UVP: 600 Euro (inklusive Mehrwertsteuer, ohne Vertrag)

HEK: www.channelpartner.de/produkt-scout

aktueller Straßenpreis: 500 Euro (inklusive Mehrwertsteuer, ohne Vertrag)

Distributoren: einsAmobileBrightpoint, BrodosEnoHerweckJacob ElektronikKomsaMaxcomNT plus/Also ActebisWave

HTC One X: Smartphone für Männer – Groß, scharf, schnell

Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein.

Erster Eindruck

Das HTC One X wird in einer schlichten cremefarbenen Pappbox mit abgerundeten Ecken ausgeliefert. Auch in der Verpackung steckt kein Styropor, kein Plastik.

Beim Auspacken des Smartphones fällt sofort der riesige 4,7-Zoll-Bildschirm auf. Trotzdem liegt es mit einer Größe von 134,36 x 69,9 x 8,9 Millimetern und einem Gewicht von nur 130 Gramm sehr gut in der Hand. Das Gehäuse besteht aus schwarzem Plastik (es gibt das Gerät auch in Weiß). Der Touchscreen wird durch eine Gorillaglasscheibe bedient. Das Gerät macht einen hochwertigen Eindruck; die Verarbeitung ist fehlerfrei.

(Note: 1,0; Gewichtung: 10 Prozent)

Arbeiten mit dem Smartphone

Das Gerät läuft mit Android 4.0 (ICS) und der neuen HTC-eigenen Oberfläche HTC Sense 4.0. Das Display lässt sich flott bedienen. Die Darstellung ist scharf, kontrastreich und hell.

Android-typisch werden nach dem ersten Einschalten eMail-Client(s), soziale Netzwerke und WLAN  automatisch abgefragt. Sie sind sind schnell eingerichtet. Die Internetgeschwindigkeit mit dem integrierten Browser ist schnell, und Internet-Videos werden auch in HD ruckelfrei abgespielt. Das Tempo des Seitenaufbaus ist natürlich immer abhängig von der Verbindungsgeschwindigkeit. Es ist möglich, alternative Browser zu installieren.

Da es sich beim HTC One X um ein Android-Smartphone handelt, sind somit alle Android-typischen Programme inklusive GooglePlay (ehemals Google Market) verwendbar und sollen hier nicht weiter erwähnt werden. Sehr angenehm ist das Arbeiten mit dem großen Bildschirm. Hier haben endlich auch Menschen mit „Bockwurstfingern“ eine hohe Trefferquote. Die neue Version von HTC Sense reagiert absolut flink und ohne Ruckler.

Auf der Rückseite des Smartphones ist eine 8-Megapixel-Kamera verbaut. Das Kameraobjektiv ragt ungefähr einen Millimeter aus dem Gehäuse heraus. HD-Videos werden mit einer Auflösung von 1.080 Pixeln aufgenommen.

Das Gerät unterstützt das Klangoptimierungs-Feature „Beats Audio™“. Bei einem Provider wird das Smartphone deshalb zusammen mit hochwertigen „urbeats“-Ohrhörern ausgeliefert. Diese Hörer verfügen über ein eingebautes Mikrofon und eine Musiksteuerung. Mit diesen Hörern gibt’s dann aber ordentlich was auf die Ohren.

Über die in Android enthaltene Möglichkeit der Synchronisation von Kontakten, Terminen, Dokumenten und anderem über einen Google-Account bietet HTC noch eine neue Eigenentwicklung zur Offline-Synchronisation. Das Programm „HTC Sync Manager“ ist allerdings noch nicht lieferbar. So muss man zurzeit noch das „alte“ HTC Sync von der HTC-Webseite herunterladen und auf dem PC installieren. „HTC Sync“ synchronisiert Musik, Fotos, Kalender (von Outlook), Kontakte (von Outlook), Lesezeichen, Dokumente und anderes. Leider lassen sich aus Outlook keine Aufgaben oder Notizen synchronisieren. Das ist zwar verschmerzbar, aber eigentlich merkwürdig, dass diese beiden Optionen fehlen. Nun denn, immerhin besser als gar nichts. Viele Benutzer wünschen sich nach wie vor eine Offline-Synchronisation mit Outlook. Um „HTC Sync“ nutzen zu können wird das mitgelieferte USB-Kabel, das auch gleichzeitig als Verbindung zum Ladegerät genutzt wird, verwendet.

Der vielgerühmte Vierkern-Prozessor wird eigentlich nur sehr selten genutzt. Und eigentlich ist der „Vier“-Kernprozessor ein „Fünf“-Kernprozessor. Im normalen Betrieb werkelt nur ein mit 500 Megahertz getakteter Kern. Der Vierkern-Prozessor (mit je 1.5 Gigahertz Leistung) wird erst für rechenintensive Arbeiten oder Spiele aktiviert. So soll der Akku geschont werden. Beim Testgerät scheint das gut zu gelingen. Die Akkulaufzeit war doppelt so lang, wie beim zuvor getesteten HTC Sensation oder HTC Evo 3D. Trotz häufiger Nutzung zum Telefonieren und Internet hielt der Akku länger als zwei Tage durch. Das ist für ein Smartphone dieser Größe enorm. Natürlich bricht die Laufzeit des Akkus sofort ein, wenn Spiele und Videos laufen. Von den in anderen Tests berichteten Temperaturproblemen mit dem HTC One X beim Spielen aufwändiger Spiele wie zum Beispiel “Glowball” und beim Aufladen des Akkus war beim Testgerät nichts zu bemerken.

(Note: 1,2; Gewichtung: 60 Prozent)

Das Handels-Plus-Minus

Das getestete Highend-Gerät ist das Flaggschiff der HTC-One-Serie. Der Verkaufspreis des Smartphones ist im Markt bereits wenige Wochen nach der Einführung deutlich gesunken, was für den Fachhändler in der Wettbewerbssituation zunächst ärgerlich ist. Da die Nutzer aber Geschäftskunden sind, kann der Fachhändler bei den anspruchsvollen Anwendern mit seiner Beratungs- und Dienstleistungskompetenz punkten. Die Marge ist natürlich vom Distributionspartner abhängig, wobei die Spanne bei den HEKs derzeit bei rund 40 Euro liegt. Während wieder mal ein Online-Versender mit dem günstigsten Netto-Preis aufwarten kann, folgt der erste Distributor mit einem Preissprung von knapp zehn Euro.

(Note: 1,9; Gewichtung: 30 Prozent)

Fazit

Das wohl zurzeit beste Business-Smartphone hieß bis vor kurzem HTC Sensation. Ab sofort ist es das HTC One X. Dieses Gerät ist ein Smartphone für Männer mit großen Händen und Fingern. Und auch die schon etwas nachlassenden Augen eines Mitvierzigers erfreut der Riesenbildschirm sehr.

Die Benotung der einzelnen Testkriterien können Sie der PDF CP Products Experts Bewertungstabelle HTC One X entnehmen.

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