Dell XPS 13 Ultrabook
CP product expert: Nikolaus Wagner, MSW Wirtschaftsdienst GmbH
Hersteller und Name des Testgeräts: Dell XPS 13 Ultrabook
Testzeitraum: 02.05.2012 -09.05.2012
UVP: 1.499 Euro (inklusive Mehrwertsteuer)
HEK: www.channelpartner.de/produkt-scout
Distributoren: AlsoActebis, Devil
Dell XPS 13 Ultrabook mit Intel Core i7: Edles Gehäuse und schneller Rechner
Erster Eindruck / Packungsinhalt / Haptik
Dell hat sich für sein XPS 13 Ultrabook viel Zeit gelassen. Herausgekommen ist ein elegantes Gehäuse mit Gorilla-Glas-Bildschirm, das aus einem Aluminium-Oberteil und einem Unterteil aus geriffelten Karbonfasern besteht. Dem Gehäuse entsprechend ist auch die Verpackung ansprechend gestaltet. In dem Karton befindet sich ebenso eine Treiber-DVD und eine Kurzanleitung in einem sauber verpackten Briefumschlag.
Auf den ersten Eindruck fühlt sich das Notebook mit seinen 1,36 Kilogramm Gewicht etwas schwer an, liegt aber sehr gut und angenehm in den Händen. Beim Einschalten fällt die Tastaturbeleuchtung angenehm auf. Diese lässt sich natürlich auch per Knopfdruck abschalten. Im Leerlauf hört man den Lüfter fast nicht, im Betrieb ist er zu laut.
Installation und Arbeiten mit dem Notebook
Es gibt drei Austattungsvarianten, die alle mit einer SSD-Festplatte ausgestattet sind. Die günstigere Version mit dem Prozessor Intel Core i5-2467M (drei-Megabyte-Cache, 1,6-Gigahertz-Geschwindigkeit) wird mit einer 128 Gigabyte starken SSD oder einer 256-GB-SSD geliefert. Wir testeten das Topmodell mit Intel Core i7-2637M Prozessor (4-MB-Cache, 1,7 GHz bis 2,8 GHz via Turboboost) und einer 256-GB-SSD. Alle Modelle sind mit einem 13,3-Zoll-WLED-Display und zwei mal zwei Gigabyte starken SDRAM-Speichermodulen ausgestattet.
Durch die SSD-Festplatte ist das Betriebsystem Microsoft Windows 7 Home Premium in der 64-Bit-Version innerhalb weniger Sekunden betriebsbereit. Das Display zeigt eine HD-Auflösung mit 1.366×768 Pixeln. Weitere Ausstattungsmerkmale sind die Schnittstellen Bluetooth 3.0 und Dual-Band-WLAN mit den unterschiedlichen Frequenzen 2,4 GHz und 5 GHz. Das ansonsten spartanisch ausgestattete Ultrabook integriert noch einen USB -3.0- und einen USB-2.0-Port sowie einen Anschluss für ein Headset und einen Mini-Display-Port für einen externen Monitor. Allerdings vermisst man einen Ethernet-Anschluss wie auch einen sonst meistens vorhandenen SD-Kartenleser-Port.
Die Intel HD-Grafikkarte 3000 zeigt durch die Gorilla-Glasoberfläche ein scharfes und kontrastreiches Bild. Allerdings spiegelt die Glasoberfläche bei Sonneneinstrahlung sehr stark. Für einfache Spiele reicht die Grafikleistung vollkommen aus. Bei speicherintensiven Spielen ruckeln die Bilder.
Bei vorhandenem Router mit aktivierter DHCP-Verbindung wählt sich der WLAN-Adapter nach Eingabe des WLAN-Schlüssels gleich ins Internet ein.
Der Lithium-Ionen-Akku mit sechs Zellen hält rund 6,5 Stunden, was für einen ganzen Arbeitstag sehr knapp wird.
Das Handels-Plus-Minus
Aufgrund der verspäteten Produktpremiere sind die Marktanteile durch die Mitbewerber schon aufgeteilt. Im Vergleich von Preis und Leistung zieht das getestetes Gerät den Kürzeren, da es mit weniger Ausstattung daherkommt wie sonst üblich in dieser Preisklasse.
Trotzdem ist das Dell-Gerät eine Bereicherung im Marksegment der Ultrabooks. Auch wenn es der Hersteller nicht geschafft hat mit dem Apple MacBook Air gleich zu ziehen, ist die edle Erscheinung des Ultrabook-Gehäuses sehr ansprechend. Nun muss der Hersteller einen langen Atem beweisen und sich noch in einzelnen Punkten verbessern.
Der fehlende UMTS-Slot, wie es heute in dieser Klasse üblich ist, wird den einen oder anderen Reisenden vom Kauf abhalten, denn wer möchte sich schon bei dem edlen Aussehen mit einem abstehenden UMTS-Stick in der Businesswelt zeigen?
Der Onlineshop des Herstellers und die regelmäßigen Prospekte an Gewerbetreibenden sind auch ein Störfaktor für den Fachhändler, an Selbständige und Gewerbetreibende zu verkaufen und drücken damit auf die möglichen Margen.
Fazit
Wer ein Ultrabook sucht mit edlem Gehäuse, das einem Apple Mac Book Air versucht Paroli zu bieten, ist mit dem Dell XPS 13 Ultrabook gut bedient. Eine erweiterte Absicherung mit bis zu drei Jahren Service-Vor-Ort kostet 280 Euro, und eine Unfallschutz-Absicherung für ein Jahr wird zum Preis von 50 Euro angeboten. Das Softwarepaket Microsoft Office 2010 kann zusätzlich in drei Versionen dazugekauft werden. McAfee Virenschutz gibt es für 24 Monate gratis dazu. Kostenlos ist eine Wiederherstellungs-DVD, die aber extra bestellt werden muss.
Die Benotung der einzelnen Testkriterien können Sie der angehängten PDF CP product experts Bewertungstabelle Dell XPS 13 Ultrabook entnehmen.






Bin gerade dabei, mir einen Überblick über das XPS 13 zu verschaffen. Neben Eurem Bericht, den ich sehr informativ fand, habe ich hier noch einen aus Nutzerperspektive gefunden:
http://www.dellmaniac.de/xps-13-erfahrungsbericht/
Wahrscheinlich werde ich aber auf das Update warten, das sicherlich zu Weihnachten kommen wird. Wisst Ihr da schon was?
Sehr geehrter Herr Heusa,
die Channel Partner Redaktion und der Tester freuen sich über Ihre positive Resonanz. Nach dem Erscheinen des Gerätemodells hat der Hersteller auf die Kritik mit einigen Updates reagiert, etwa mit einem Upgrade von Windows Home Premium auf die Professional- oder Ultimate-Variante, mit einem modifizierten BIOS-Speicher in der Version A03 – der für mehr Laufruhe und damit für weniger Geräusche des Lüfters sorgt – sowie mit einem optionalen TPM-Security-Chip. Die Updates finden Sie unter anderem auf der Website http://www.dell.com in der Rubrik “Drivers and Downloads”. Dies zur schnellen Antwort, da der Autor des Testberichtes auf der Photokina unterwegs ist.
Mit freundlichen Grüßen
Arnd Westerdorf (Administrator)