HP EliteBook 2170p

CP product expert: Gerald Maitschke, Systemhaus Maitschke

Hersteller und Name des Testgeräts: HP EliteBook 2170p

Testzeitraum: 08.08.2012 -14.09.2012

UVP: 1.909,95 Euro (inklusive Mehrwertsteuer)

HEK: www.channelpartner.de/produkt-scout

Autorisierte Distributoren: Also ActebisIngram MicroTech Data

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HP EliteBook 2170p: Kleines, aber sehr feines Business-Notebook

Erster Eindruck / Packungsinhalt / Haptik

Das HP EliteBook 2710p zählt mit seinen Abmessungen von 29,2 x 19,2 x 2,65 Zentimetern zur Unterkategorie der Ultranotebooks. Das 1,33 Kilogramm leichte Gerät ist ein wie gewohnt hervorragend verarbeitetes Business-Modell der Herstellerreihe HP EliteBook. Wenn man es das erste Mal in Betrieb nimmt, gefällt sofort die sehr gute und leichtläufige Tastatur mit ihrem ansprechendem  Druckpunkt. Die Tasten werden automatisch per LED-Hintergrundbeleuchtung illuminiert, wenn die Umgebung abgedunkelt ist und mit dem Tippen begonnen wird. Nutzt man die Tastatur nicht, schaltet sich die Tastaturbeleuchtung sofort automatisch ab.  Sehr angenehm ist die schnelle Verfügbarkeit durch den Einsatz eines SSD-Laufwerks (Solid-State-Drive).

Bei dem Gerätemodell wurde die folgende aktuelle Ausstattung getestet: ein blendfreies, per Outdoor-View entspiegeltes Multi-Touch-Display mit einer Größe von 12,1 Zoll und einer WXGA-Auflösung von 1280 × 800 Pixeln, ferner ein Intel Core i5 Prozessor mit 2,53 Gigahertz ultraschneller Taktung, ein 4-Gigabyte-Arbeitsspeicher, einem 160 GB großen HDD (Hard Disk Drive), Microsoft Windows 7 Professional, Office 2010 Ready mit 3 Jahre Next-Business-Day-bring-In-Support. Letzterer kann natürlich per Carepack erweitert werden.

Installation und Arbeiten mit dem Notebook

Ich bin auf dieses Gerät gestoßen, weil ich einen Zweitrechner suche, der auch im kleinen Gepäck auf größeren und kleineren Geschäftsreisen mitgenommen werden kann und an die vorhandene Infrastruktur passt, die bei mir aus einer Advanced Docking  Station von HP mit eingebauter Festplatte und zwei Monitoren besteht. Als Lösung kamen Apple iPad, iPhone & Co. nicht in Frage, weil es ohne Tastatur für mich nicht möglich ist, schnell und effizient zu einem Arbeitsergebnis zu kommen. Die mangelhafte Interoperabilität der genannten Geräteklassen ist ein weiterer Ausschlussgrund.

Dagegen hat das getestete Ultranotebook eine so große Vielfalt von Funktionen, dass es schon einer gewissen Zeit der Einarbeitung bedarf, um alle Funktionen und Features richtig kennen zu lernen. Erwähnen möchte ich dabei vor allem die Sicherungssoftware HP Protecttools, den HP Power Assistant, die HP Quicklaunch und – nicht zu vergessen – das Schnellsuch-Programm HPQuickWeb sowie die eMail-Direktverbindung via HPQuickLook.

Natürlich hat das Gerät alles, was ein mobiles Gerät sonst noch benötigt. Es verfügt über einen sehr langlebigen Akku, den Übertragungsstandard HSUPA (High Speed Uplink Packet Access / UMTS) in der neuesten Version, über WLAN aller wichtigen Standards und GPS. Zum Akku: Der Hersteller bietet hier entweder einen prismatischen Akku mit vier oder mit sechs Zellen an, der laut Hersteller je nach Laufwerksart eine Betriebsdauer von viereinhalb Stunden beziehungsweise von acht Stunden und 15 Minuten  (Festplatte) bis zu fünfeinhalb beziehungsweise zehn Stunden (SSD) erreichen soll.    

Wenn ich das getestete HP EliteBook 2170p mit meinem persönlichen HP EliteBook 8540p vergleiche, steht es dem großen Bruder in seiner soliden Verarbeitung in nichts nach. Es ist für den  mobilen Gebrauch sehr gut zu verwenden, auch wenn es bei Nutzern meines Alters nicht ohne Brille geht . Beim Einstellen einer größeren Schrift verschwinden leider die Buttons einiger Applikationen aus dem sichtbaren Bereich. Beim Arbeiten im Freien muss die Display-Helligkeit auf Anschlag eingestellt sein, aber damit kann man dann sehr gut arbeiten.

Der eingesetzte Intel Core i5-Prozessoren ist die dritten Generation. Ihr Vorteil ist, das man keine Kompromisse bei der Leistung eingehen braucht, was natürlich seinen Charme hat. Im Test erreichte das Gerät bei einer üblichen Arbeitsbelastung im Rahmen eines Intercontinental-Fluges wie zum Beispiel dem Vorbereiten von Präsentationen eine Nutzzeit von 15 Stunden. Das erreiche ich mit dem großen Modellbruder in keinem Fall. In dem Betriebszeitrahmen kommt man sicher irgendwo an einer Steckdose vorbei. 

Empfehlenswert ist es, die Standardgarantie zu erweitern. Für ein Business-Notebook ist es aus meiner Sicht notwendig, einen Vor-Ort-Service zu haben. Immer wieder erlebe ich, dass Business-Kunden im Servicefall ein flaues Gefühl im Magen haben, wenn sie Ihr Gerät aus der Hand geben müssen. Dies gilt unabhängig vom Hersteller und kann beim HP-Angebot durch die Auswahl des entsprechenden kostengünstigen CarePacks gut angepasst werden. Neben der gut erreichbaren Endkundenhotline bietet der Hersteller auch einen Chat-Kontakt an, an den man sich mit seinen Fragen wenden kann.

Das Handels-Plus-Minus

Bei dem Gerät handelt es sich um ein völlig neues Produkt, welches sich noch den Platz im Markt suchen muss. Bedenklich ist, dass der Straßenpreis jetzt schon rund 80 Euro unter dem derzeitigem Handelseinkaufspreis liegt. Aus meiner Sicht liegt der Mehrwert einzig und allein in der Tatsache, dass man dem solventen Endkunden ein Gerät anbieten kann, welches sich nahtlos in die vorhandene HP Notebook Infrastruktur integriert. Ob dies aber den stolzen Preis rechtfertigt, wird der Markt entscheiden. Auch wird es nicht leicht sein, den Preispunkt zu positionieren, bei dem selbst die Ultrabooks einen schweren Stand haben. Ob daran die künftige Ausstattung mit Microsoft Windows 8 etwas ändern wird, ist auch zu bezweifeln. Denn voraussichtlich Ende Oktober 2012 wird der Softwarehersteller Microsoft selbst zum Mitbewerber seiner Zwischenkunden mit dem Erscheinen des Tablet-Rechners Surface, der Branchengerüchten zufolge nur 199 Dollar kosten soll. Zurück zum Test: Als Negativpunkt bei dem vorliegenden Ultranotebook von HP gilt der Fakt, dass keine spezielle Hotline für Händler angeboten wird.

Fazit

Das sehr kompakte und leichte Notebook HP EliteBook 2170p ist ein Arbeitsrechner für unterwegs. All seine Möglichkeiten sowie der hervorragende professionelle Ansatz machen es zum täglichen Begleiter.  Es ist schick, hip und passt auch in jede Handtasche. Die Akkulaufzeit ist sehr gut, und auch die Funktionen und Möglichkeiten sprechen für diese Gerät. Als Tablet-PC in dieser Ausstattung (inklusive des Anschlusses für die Dockingstation) und einem der Gehäusegröße besser ausnutzenden Bildschirm würde es mir noch besser gefallen.

Die Benotung der einzelnen Testkriterien können Sie der angehängten PDF CP product experts Notebooks HP Elitebook 2170p entnehmen.

 

4 Antworten zu “HP EliteBook 2170p”

  1. Sehr geehrter Herr Maitschke,
    es ist immer wieder eine Freude Ihre Berichte zu lesen.
    Allerdings sind Ihnen hier ein paar Fehler unterlaufen.
    Erstens beschreiben Sie das HP EliteBook 2170p als Ultrabook.
    Zu dieser Kategorie zählt es aber ganz bestimmt nicht!
    Ultrabook ist ein von der Firma Intel geschützter Begriff und darf nur für solche Notebooks verwendet werden, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen. So darf die maximale Dicke eine Ultrabooks bis 14 Zoll Displaygröße, maximal 18mm betragen. Diese Vorgabe erfüllt das HP EliteBook 2170p mit 26,5 mm Dicke definitiv nicht.
    Zweitens gibt es keine Ivybridge-Achitektur. Die Architektur auf der die dritte Generation Core aufbaut ist die Sandy-Bridge Architektur. Auch wenn ein paar Details abgeändert wurden. Der große Unterscheid sind die Trigate Transistoren und der Shrink auf 22nm. Die nächste Änderung in der Architektur kommt mit der vierten Generation Core 2013.
    Gruß,
    Dieter S. Heim

  2. Lieber Kollege,
    da hat sich wohl ein Fehler eingeschlichen… das 2710p heisst aktuell 2760p und diese Serie ist absolut keine Neuheit. Gab es schon lange bevor IPAD und Co. Nach wie vor, für mich ein 4,5 Sterne Gerät. Allerdings handelt es sich dabei um ein tablet bzw. convertible. Ihrer Beschreibung nach, tippe ich darauf, dass Sie ein 2560p getestet haben – testen Sie also mal das 2760p und Sie erhalten das, was Sie sich in Ihrem Fazit gewünscht haben. Mein erstes tablet hatte ich übrigens so vor ca. 7 Jahren in Betrieb, ebenfalls HP – die Tastatur lies sich vom Rechner abnehmen – bei neuen Modellen wird das als absolute Neuheit verkauft.

    1. Vielen Dank, dass Sie das ChannelPartner Händler-Test-Forum gerne lesen. Wenn Sie am Beginn des Testberichtes die Verlinkung zum Hersteller- und Gerätenamen anklicken, landen Sie direkt auf der Hersteller-Internetseite bzw. bei der Vorstellung des neuen Modells EliteBook 2170p.

      Mit freundlichen Grüßen

      Arnd Westerdorf (Administrator)

  3. Liebe Kollegen,

    Erst einmal Vielen Dank für die Hinweise und Kommentare. Das mit dem Ultrabook habe ich korrigiert, auch das mit der Technologie.
    Nun zu den anderen Punkten. Nein, es ist nicht das 2760p, sondern das 2170p und wurde vollkommen neu geschaffen. Wirklich neu ist aus meiner Sicht aber nur, das dieses Gerät einen Standart HP Dockingconnector hat und somit das erste der 12- und weniger Zoll-Geräte ist. Das hat weder die 25er- noch die 27er- Serie, die bis jetzt den Bereich der Subnotebook’s/Ultranotebook’s bei HP besetzt hat. Daher auch der Hinweis, ein Tablet-Gerät mit diesem Anschluss wäre eigentlich das richtige für mich und meine Kunden. Aber das wird wohl ein Traum bleiben. Die Frage ist eh, inwieweit sich diese Preispunkte durchsetzen lassen. In meinem Umfeld sind solche Geräte mit diesem Preis kaum zu positionieren.
    Weiterhin ist der Markt von diesen Geräten wohl derart im Umbruch, dass es abzuwarten bleibt, wohin die Reise geht.
    Würde es ein Tablet geben mit Kabel-Netzwerkanschluss bzw. der Möglichkeit, sich mit einem Rechner zu verbinden, wären sie in meinem Umfeld nicht mehr notwendig. Denn alles andere, sowie auch diese Antwort, kann ich mit einem puren Tablet machen und habe endlich ein Gerät, was unter 1kg wiegt und nicht noch gebootet werden muss.

    VG
    Gerald

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