Acer TravelMate TimelineX 8481TG
CP product expert: Guido Munkert, CreativeDesign and IT
Hersteller und Name des Testgeräts: Acer TravelMate TimelineX 8481TG
Testzeitraum: 21.04.2012 – 17.05.2012
UVP: k.A. / Straßenpreis: ab 1.099 Euro (inklusive Mehrwertsteuer)
HEK: www.channelpartner.de/produkt-scout
Autorisierte Distributoren: Api Computerhandel, Computeruniverse, HiQ Computer, Jacob Elektronik, MeCan Distribution, pilot Computerhandel
Acer TravelMate TimelineX 8481TG: Herausragend bei bestimmten Merkmalen
Erster Eindruck / Packungsinhalt / Haptik
Wie bei seinen anderen Geräten hat der Hersteller Acer sein Notebook TravelMate TimelineX 8481TG sehr gut und transportsicher verpackt. Der Karton ist sehr stabil, und auf einem Etikett an der Seite stehen die wichtigsten technischen Informationen zum Notebook. Dem Karton liegt bis auf den gut verpackten Stromkabeln und dem separaten Akku kein weiteres Zubehör bei. Leider ist auch hier wie bei fast allen neuen Geräten des Herstellers keine Betriebssystem-CD im Lieferumfang, sondern nur die Möglichkeit, sich dieses nach erfolgreicher Einrichtung des Gerätes selbst zu erstellen.
Sehr schön ist das Display in den Rahmen eingebracht: Acer hat hier ein 14-Zoll-Display in die Rahmenbreite eines 13,3- Zoll-Displays eingearbeitet. Durch die die dünnen Ränder sieht das Notebook elegant aus. Das Gerät wirkt trotz des dünnen Rahmens sehr stabil, ist schlicht und schnörkellos und dabei sehr gut verarbeitet. Insgesamt macht das Notebook einen sehr hochwertigen Eindruck.
Installation und Arbeiten mit dem Notebook
Das Arbeiten mit dem Gerät ist wirklich ein tolles Gefühl: Das Display ist für den Office-Betrieb wunderbar ausgeleuchtet; es spiegelt nicht und liefert tolle Farben. Zudem wirkt das größere Display in dem kleinen Notebook sehr gut. Die WXGA-Auflösung reicht mit ihren 1366 x768 Pixeln für die meisten Aufgaben aus und bietet im Office-Betrieb ein gutes, nicht allzu helles Bild. Allerdings wirken die Farben beim Videoschauen in Youtube oder anderen Portalen etwas blass. Darüber hinaus verfügen die Tasten der Tastatur über einen optimalen Druckpunkt, so dass sich auf ihnen sehr gut schreiben lässt. Einen der wenigen Kritikpunkte bildet die leicht klappernde Tastatur – hier sollte bei weiteren Modellen nachgebessert werden.
Dagegen empfand ich den etwas höher gestellte Winkel zum Arbeiten am Notebook sehr angenehm, der durch den größeren Akku erforderlich ist. Der Akku steht zwar leicht über, und trotzdem passt das Gerät in die kleine 13,3-Zoll-Tasche. Durch die etwas größere Bodenfreiheit ist das Gerät besser belüftet und bleibt beim Arbeiten angenehm warm. Wer aber lieber ein flacheres Gerät wünscht, der kann aus dem Zubehörangebot einen kleineren Akku erwerben, der natürlich auch etwas weniger Akkulaufzeit hat.
Einer der ersten überprüften Punkte im Betrieb war die Deinstallation von einigen vorinstallierten Software-Beilagen. Dazu gehörten das Norton-Online-Backup, welches wir gegen ein anderes Programm getauscht haben, und genauso die vorinstallierte 90-Tage-Testversion von McAfee Internet-Security, die Browser-Tool-Sammlung “BingBar” sowie einige Acer Programme wie den ScreenSaver. Nach der Deinstallation der Programme lief das Notebook deutlich schneller beim Start und im Betrieb.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die eingebauten Festplatten: Die 64-Gigabyte große SSD (Solid State Drive) und die 320-GB-starke HDD (Hard Disk Drive) gehören leider nicht zu den schnellsten ihrer Klasse. Das Gerät arbeitet zwar schon sehr zügig, aber für die Preisklasse dieses Gerätes müsste schon noch eine viel schnellere SSD drin sein. Ansonsten sind die eingebauten Komponenten stimmig ausgewählt und ergänzen sich gut. Die Grafikleistung ist aufgrund der eigenständigen Grafikkarte recht gut. Der eingebaute Nvidia GT520M-Chip reicht für die ruckelfreie Videowiedergabe, für alle Office-Arbeiten sowie Standard-Spiele und Browser-Games aus. Um den acht GB starken Arbeitsspeicher auszureizen, haben wir probehalber noch das Profi-Webdesign-Programm Adobe Creative Suite CS6 aufgespielt. Hier hat das Gerät in der Bild- und Videobearbeitung geglänzt und auch die umschaltbare Grafikkarte sehr gut funktioniert. Bei hohem Einsatz oder beim direkten Stromanschluss wurde der Nvidia-Chip GT520M und bei Akkubetrieb meist die integrierte Intel-HD-Lösung aktiviert. Die Nvidia-Optimus-Technologie funktioniert hier besser, als bei unserem eigenen Gerät mit der ATI-Lösung.
Auch unterwegs ohne Stromanschluss war die Arbeit flott erledigt. Der mitgelieferte Akku hielt beim ersten Versuch knappe sieben Stunden im Betrieb und nach mehrmaligem Laden weit über acht Stunden. Die Akku-Leistung, die vom Notebook-Hersteller bei dieser Baureihe herausgestellt und bei diesem Modell bis zu neun Stunden angegeben wird, bewegt sich damit auf hohem Niveau.
Weitere Funktionen wie zum Beispiel Fingerabdruck-Scanner, Multi-Gesten-Touch-Pad, Bluetooth und WLAN funktionierten inklusive der dazugehörigen Software wirklich tadellos. Die Verbindung mit externen Geräten war vorbildlich und die Bedienung sehr einfach. Generell machte das Arbeiten mit dem Acer-Modell sehr viel Spaß. Unsere mobilen Kunden finden das Notebook, das aufgrund der geringen Maße, des Gewichts und der Ausstattung ein Ultrabook ist, ansprechend und gut verarbeitet.
Alles in allem waren wir von dem Gerät positiv überrascht. Intern verwenden wir bereits ein anderes Timeline-Modell von Acer mit einem 13,3 Zoll kleinen Display, das auch schon sehr gut durchdacht ist und arbeitet, aber das getestete Modell ist noch einen ganzen Tick besser.
Das Handels-Plus-Minus
Derzeit kann man als Fachhändler mit dem Notebook keinen Blumentopf gewinnen, wie man so schön sagt. Die Marge liegt aber je nach Händlereinkaufspreis der Distributoren zwischen zwei und vier Prozent. Das ist zwar wenig, aber der HEK ist hier inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten immerhin noch niedriger als der Verkaufspreis bei Online-Anbietern wie Amazon.
Vom Kauf wird den ein oder anderen mobilen Computernutzer der fehlende UMTS-Slot abhalten. Dieser ist heute eigentlich bei einem Modell dieser Geräteklasse und dieser geringen Größe üblich. Und wer möchte schon in der Business-Welt mit einem Notebook auftauchen, dass zwar schlicht wirkt und für Büroanwendungen konzipiert ist, bei dem aber ein UMTS-Stick aus dem Gerät ragt?
Fazit
Klar, das Acer Travelmate Timeline X 8481TG ist ein Notebook mit 14-Zoll-Display und WXGA-Auflösung, kommt aber aufgrund seiner geringen Größe dem Ultrabook nahe. Es erfüllt nicht ganz die Intel-Vorgaben für das Ultrabook, aber von der technischen Seite her trifft doch einiges zu.
Es ist in unserer Testzeit ein außerordentlich guter Begleiter gewesen und hat alle Aufgabenwirklich toll gemeistert. Zudem hält der Akku bei Standardanwendungen fast einen ganzen Arbeitstag und passte das Notebook sogar in die kleine Tasche für 13- Zoll-Geräte. Während unseres Tests gab es keine Abstürze, keine Treiberprobleme und auch keine anderen Funktionsstörungen. Somit ist es von unserer Seite her für den Business-Betrieb sehr empfehlenswert, unaufdringlich und zuverlässig. Sollte unser privates Timeline-Gerät seinen Geist aufgeben, werden wir uns sicherlich für einen würdigen Nachfolger aus dieser Reihe entscheiden.
Die Benotung der einzelnen Testkriterien können Sie der angehängten PDF CP product experts Notebooks Acer TravelMate TimelineX 8481 TG entnehmen.





