NEC MultiSync EA224WMi
CP product expert: Marcus Bode, Intelligent Electronics Marcus Bode
Hersteller und Name des Testgeräts: NEC MultiSync EA224WMi
Testzeitraum: 04.10.2012 -19.10.2012
UVP: 261 Euro (inklusive Mehrwertsteuer)
HEK und Bezugsquellen: www.channelpartner.de/produkt-scout
Distributoren: Also Actebis, B.com; BHS Binkert, ComLine, Delo Computer, dexxIT, DGH, Duttenhofer Gruppe, Ingram Micro, Kern & Stelly Medientechnik, Medium, TechData, Uwe H. Heider, WS-Spalluto
LED-Monitor NEC EA224WMi: Der nahezu perfekte Büro-Monitor
Erster Eindruck / Haptik
Der Monitor wird in einem doch recht großen Karton geliefert. Beim Auspacken überrascht das Gerät mit einer wirklich kompletten Zubehörausstattung und der Tatsache, dass der Monitor vollständig montiert geliefert wird. Das ist sehr praktisch für Projektgeschäfte mit mehreren Geräten. Die lästige Montage von Gerätefüßen und anderem Zubehör entfällt. Zum Lieferumfang gehört – neben dem Monitor selbst – die folgende Komplettausstattung:
- zwei Signalkabel, 1x VGA, 1x DVI-D
- Netzkabel
- Control Sync Kabel (dazu später mehr…)
- Audio-Kabel
- USB Kabel (A-B) für den HUB-Anschluß
- Quick-Start-Guide
- CD-ROM mit weiterführenden Infos und komplettem Benutzerhandbuch
- Drei Jahre Garantie inklusive der Hintergrundbeleuchtung
All das wird in reichlich Styroporschaum gehüllt. Das können andere Hersteller doch schon umweltfreundlicher…
(Note 2,0; Gewichtung: 10 Prozent)
Arbeiten mit dem Gerät
Durch das schlichte Design mit dem schmalen Gehäuserahmen passt der Monitor gut auf jeden Schreibtisch oder in jede Monitorwand. Der 21,5-Zoll-Monitor arbeitet mit einer WUXGA-Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln, einem Kontrast von 1000:1 und einer Helligkeit von 250 cd/m² und ist sehr gut für den professionellen Büroeinsatz gerüstet. Das IPS-Panel mit LED-Hintergrundbeleuchtung gestattet mit seinem 170-Grad-Seitenwinkel einen weiten Blick sowie eine stabile Farbdarstellung. Die Helligkeit regelt der Umgebungslichtsensor stets auf einen angenehmen Wert ein. Das hat während des Testzeitraumes sehr gut funktioniert. Des Weiteren verfügt der Monitor über einen „Human Sensor“. Dieser erkennt die Anwesenheit einer Person vor dem Bildschirm und schaltet sich automatisch ein beziehungsweise in den Stand-By-Modus bei Abwesenheit. Diese Funktion gehört zum „grünen Produktkonzept“, das NEC auch besonders bewirbt. Ergänzend dazu kann der Monitor im ECO-Modus und somit mit dauerhaft reduzierter Hintergrund-beleuchtung betrieben werden, was sich positiv auf die Energiebilanz auswirkt. Im sehr übersichtlich gestalteten Bildschirmmenü kann eine CO2-Emissions-Anzeige beziehungsweise CO2-Einspar-Anzeige eingerichtet werden, die den Nutzer über die „grünen Qualitäten“ des Gerätes auf dem Laufenden hält.
Der Konnektivität sind dank der zahlreichen Anschlüsse praktisch keine Grenzen gesetzt. Der eingebaute 4-Port-USB-HUB stellt zwei Steckplätze auf der Rückseite sowie zwei weitere Ports an der Seite zur Verfügung. Auf der Rückseite finden sich weiterhin Steckverbinder für DVI-D (mit HDCP), HDMI, DisplayPort und ein D-SUB-Anschluß für analoge Signale. Wie schon erwähnt befindet sich ein großer Teil der benötigten Anschlußkabel im Lieferumfang. Nur das HDMI- und das DisplayPort-Kabel fehlen.
Der Monitor zeigt an allen Anschlüssen – auch analog – ein brillantes, farbenfrohes Bild mit einer weiten Winkelstabilität in alle Richtungen. Im Gerät sind Stereo-Lautsprecher eingebaut, die sicherlich keine Wunder vollbringen können, aber für die Windows-eigenen Systemklänge locker ausreichen. Der Monitor läßt sich um 130 Millimeter in der Höhe verstellen und verfügt über Dreh-, Schwenk-, Neige- und Pivotfunktion. Die Mechanik macht einen robusten, stabilen Eindruck. Die Kabel können innerhalb des Monitorfußes verlegt werden, was für einen aufgeräumten Schreibtisch sorgt.
Gerade für Arbeitsplätze und Installationen mit mehreren Geräten ist die integrierte ControlSync-Funktion sicherlich sehr praktisch. So lassen sich bis zu sechs Geräte mit einem zusätzlichen Kabel miteinander verbinden. Ein Master-Gerät kann dann bis zu fünf Slave-Monitore fernsteuern. Alle Einstellungen am Master-Monitor werden von den Slave-Geräten ebenfalls übernommen. Man stellt zum Beispiel die Helligkeit nur am Master ein. Alle Slaves übernehmen diese Einstellung dann automatisch. Das funktioniert auch wunderbar mit dem Ein-/Aus-Schalter.
(Note 1,0; Gewichtung: 50 Prozent)
Verkaufsargumente und Marge
Alles in allem handelt es sich bei diesem Monitor um ein sehr gut ausgestattetes Gerät, mit dem der Kunde sicherlich seine Freude haben wird. Dazu tragen auch die 3-Jahres-Garantie inklusive Hintergrundbeleuchtung bei. Der Lieferumfang ist erfreulicherweise wirklich komplett. Keine Überraschungen warten auf die Händler etwa durch fehlende DVI-Kabel.
Das Gerät ist entweder in Schwarz oder in Weiß lieferbar und passt sich damit gut an jede Büroumgebung gut an. Durch die zahlreichen Einstellmöglichkeiten kommt die Ergonomie auf jeden Fall nicht zu kurz. Die Mechanik vermittelt dem Nutzer den Eindruck, die zahlreichen Verstellmöglichkeiten auch nutzen zu dürfen. Das „grüne Produktkonzept“ kann bei weiter steigenden Strompreisen im Verkaufsgespräch eine Hilfe sein. Schade nur, dass die Styroporverpackung im Karton so gar nicht in die „heile grüne Welt“ des Herstellers und der Öffentlichkeit passen will.
Der Monitor ist bei den Distributoren zum Nettopreis von mindestens 192 Euro erhältlich. Die Etailer bieten das gute Stück zu einem Verkaufspreis ab etwa 245 Euro an. Die Marge liegt damit bei etwa neun Prozent und bewegt sich im üblichen Rahmen. Auch hierbei zeigt sich wieder, daß wir Händler allein vom Hardware-Verkauf nicht leben können.
(Note 2,0; Gewichtung: 20 Prozent)
Vorteile für den Kunden
Der Kunde bekommt einen modernen und alltagstauglichen Monitor, der sich durch die beiden lieferbaren Gehäusefarben sehr gut in bestehende Büroumgebungen integrieren lässt. Durch die sehr gute Ergonomie des Gerätes findet sicherlich jeder Nutzer die für ihn geeignete Einstellung. Darüber hinaus liegt Energiesparen im Trend und ist das Gebot der Stunde. Das Gerät hat Energie- und damit Emissions-Einspar-Funktionen. Im Betrieb verbraucht der Monitor regulär bis zu 26 Watt und im Eco-Modus 15 W sowie im Energiespar-/Standby-Modus unter 0,43 W. Damit kann das Gerät mit seinen effizienten Möglichkeiten deutlich punkten.
(Note 1,0; Gewichtung: 20 Prozent)
Gesamtfazit
Ein wirklich brauchbarer Monitor mit zahlreichen Anschlußmöglichkeiten, der auch mal als Fernseher aushelfen kann. Und Energie sparend ist er auch noch. Was wollen Kunde und Händler mehr? Schade eigentlich, dass das Testgerät wieder zurück an den Hersteller geht…
Wertung
Durchschnittsnote (Schulnotensystem): 1,3 entspricht 5 ChannelPoints






Schöner, guter und interesanter Testbericht.
Können bei Verwendung der ControlSync-Funktion auf den einzelnen Slave Monitore unterschiedliche Inhalte (Fenster) dargestellt werden bzw. alle zu einem großen Bild zusammen gefasst werden?
Hallo Waldemar.
Alle Monitore können natürlich weiterhin getrennt angesteuert werden, d. h. die Einstellungen, was auf welchem Gerät dargestelt wird, wird im Treiber der Grafikkarte vorgenommen. Es ist also möglich, unterschiedliche Inhalte darzustellen oder auch alle Geräte zu einem großen Bild zusammenzufassen, wenn der Treiber der Grafikkarte das unterstützt.
Die ControlSync-Funktion bezieht sich mehr auf Einstellungen, die die Geräte direkt betreffen wie z. B. Ein-/Ausschalten, Helligkeit, Lautstärke usw.
Hallo,
laut Handbuch (letzte Seite) verbraucht der NEC MultiSync EA224WMi übrigens max. 44 Watt.
Was ich dort nicht finden konnte:
- Hat er HDCP auch beim HDMI-Eingang?
- Bei welchen Auflösungne kann er auch 50Hz?
- Kann er alle 3 Skalierungsarten, d.h. neben “Immer Vollbild-Stretch“ auch “Seitenverhältnis-korrektes Vollbild“ und “1:1“?! Die beiden letzteren Modi kann der Dell 2412M z.B. NICHT.
Danke & Gruß