HP Envy Spectre XT Pro 13
CP product expert: Nikolaus Wagner, MSW Wirtschaftsdienst GmbH
Hersteller und Name des Testgeräts: HP Envy Spectre XT Pro 13
Testzeitraum: 22.10.2012 – 06.11.2012
UVP: 1.149 Euro / Straßenpreis: ab 1.000 Euro (alles inklusive Mehrwertsteuer)
HEK: www.channelpartner.de/produkt-scout
Autorisierte Distributoren: ACI Supplies, ALSO Deutschland, Computerlinks, Dexxon, Ingram Micro, Tech Data
HP Envy Spectre XT Pro 13: Neid bei der Qual der Ultrabook-Wahl?
Erster Eindruck / Packungsinhalt / Haptik
HP reiht sich mit seinem schicken, 14,5 Millimeter dünnen und 1,42 Kilogramm leichten Ultrabook Envy Spectre XT Pro in die edel wirkende Business-Klasse des Herstellers ein. Das Modell bietet ein elegantes, silbernes Gehäuse mit einer gebürsteten Aluminiumoberfläche und einer matt gehaltenen Unterseite aus Magnesium.
Beim Auspacken des Notebooks fallen ein paar Besonderheiten auf: Das Gerät liegt in einer grauen Samthülle. Auf dem Deckel der Verpackung werden das Anschließen des Netzteiles und das Einschalten des Gerätes in Bildern gezeigt. Während ein beiliegendes kartoniertes Blatt die Bedienelemte auf der Vorderseite beschreibt, werden auf der Rückseite das integrierte Audiosystem „beats audio“ und die Bedienung des Clickpads – des tastenlosen Touchpads – erklärt.
Das Geräte-Netzteil befindet sich in einem schwarzen Beutel, in dem auch noch ein LAN-Kabel und eine PC-Maus Platz finden. Des Weiteren liegt ein Umschlag bei, der eine Liste von Hotline-Rufnummern und einen Zubehörkatalog beinhaltet. Leider gehört eine Recover- oder Treiber-CD nicht zum Zubehör.
Das Gerät selber bewegt sich beim Gewicht im Mittelfeld der Geräteklasse. Positiv fällt die Tastaturbeleuchtung auf, die einen sehr angenehmen Druckpunkt und einen nicht zu engen Tastaturabstand bietet, was man bei tragbaren Geräten nicht sehr häufig findet. Natürlich lässt sich die Beleuchtung auch ausschalten. Die integrierte CoolSense-Technologie von HP lässt den Lüfter nicht zu häufig auf Höchstumdrehungen gehen; somit bleibt einem das laute Vollast-Geräusch weitgehend erspart.
Installation und Arbeiten mit dem Notebook
Die Pro-Version des Modells unterscheidet sich äußerlich nicht von der Standard-Version, aber in den Ausstattungsmerkmalen: In der Pro-Version ist das Betriebssystem Microsofts Windows 7 in der 64-Bit-Variante installiert. Ferner verfügt das Notebook über einen vier Gigabyte großen Arbeitsspeicher. Im Inneren arbeitet ein – seit dem zweiten Quartal 2012 verfügbarer – Intel-Prozessor vom Typ Core i5-3317U mit einer Taktrate von 1,70 Gigahertz, einem drei Megabyte gr0ßen L3-Cache und zwei Rechenkernen der dritten Generation. Mit Hilfe der Turbo-Boost-Technologie kann die Prozessoreinheit auf bis auf 2,6 GHz getaktet werden.
Das Betriebssystem befindet sich auf einer schnellen 128-GB-Festplatte vom Typ mSATA-SSD (Solid State Drive) mit TPM-Sicherheitschip (Trusted Platform Module). Die Festplatte ist in drei Partitionen eingeteilt, wobei sich Windows wie üblich auf dem Festplattenbereich C: befindet, das Betriebssystem-Recovery auf D: und eine weitere versteckte Partition mit HP-Tools aufwartet.
Das 13,3 Zoll kleine HD-BrightView-Display hat eine Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln und wird von einer Intel-Grafikkarte HD 4000 angesteuert. Weitere Ausstattungsmerkmale sind eine HDMI-Schnittstelle, ein ausklappbarer LAN-Anschluss, WLAN mit integrierter Bluetooth-4.0-Verbindung, je ein USB-2.0- und USB-3.0-Anschluss, eine Kombi-Buchse für Stereokopfhörer und Stereomikrofon, ein integriertes Mikrofon (Array mit zwei Mikrofonen), das Soundsystem HP Beats Audio mit vier Lautsprechern, eine integrierte HP-TrueVision-HD-Webcam und ein 12-in-1-Lesegerät für digitale Speicherkarten.
HP gibt für den Lithium-Ionen-Akku 45 Wh mit vier Zellen eine Akku-Betriebsdauer von bis zu acht Stunden an. In der Praxis sind je nach Betriebseinsatz Werte um die sechs Stunden realistischer.
Das Handels-Plus-Minus
Ultrabooks für den Business-Bereich sind stark im Kommen, so dass hier die Anzahl der Hersteller und der neuen Modelle zunehmen. Das Fachhandelsprogramm von HP ist schon lange etabliert und bietet von Produktseminaren bis hin zur Marketingunterstützung eine mehr als heute übliche Unterstützung an. Vergessen darf man aber nicht, dass der Hersteller auch im Direktgeschäft und bei den großen Filialketten vertreten ist. Die Margen für Fachhändler sind auch bei den Ultrabooks nicht größer als sonst im Hardware-Bereich üblich. Auch in diesem Fall lässt sich nur mit zusätzlichen Dienstleistungen Geld verdienen.
Fazit
HP bietet mit dem Modell Spectre Envy XP Pro 13 ein sehr gut verarbeitetes Business Ultrabook, das voll mit denen der Konkurrenz mithalten kann. Die Unterschiede zwischen den Herstellergeräten sind relativ gering, sodass der Kunde die Qual der Wahl hat. Ein UMTS-Modem fehlt wie auch bei einigen anderen Herstellern in dieser Klasse. Ein Unterscheidungsmerkmal und dazu eine sehr gute Lösung ist das Clickpad, ein Touchpad mit Druckpunkt, zusätzlichen Fingergesten und klarer Trennung der Links- und Rechtsklick-Funktionen. Die sehr gute Tastatur wie auch Beleuchtung machen das lange Arbeiten zum Genuss.
Wer mit dem Ultrabook auch Videos in adäquater Lautstärke ansehen will, der kommt mit dem ausgefeilten Beats-Audio-System voll auf seine Kosten. Vier Lautsprecher und eine Software lassen fast nichts zu wünschen übrig. Negativ wirkt sich aber die lautstarke Kühlung bei Volllast aus. Außerdem sind das nicht entspiegelte Display und die Ein-Jahres-Garantie nicht praxisgerecht für solche Geräte im Business-Bereich. Und die zusätzlich erwerbbaren HP-Care -Pakete mit einer Erweiterung auf drei Jahre, je nach Kaufversion von 160 bis 357 Euro mit Unfallschutz, sind eine übliche zusätzliche Geldquelle für die Hersteller. Da ist es fraglich, ob die Anwender tatsächlich für dieses Gerät beneidet werden, wie es das englische Wort “entry” für Neid im Produktnamen suggerieren könnte.
Die Benotung der einzelnen Testkriterien können Sie der angehängten PDF CP product experts Notebooks HP Envy Spectre XT Pro 13 entnehmen.





