Insolvenzverwalter und Ricoh bestätigen
Druckerhersteller will sich ADA angeln
Die Vertragsverhandlungen mit Ricoh zur Übernahme des insolventen Systemhauses ADA gehen in die finale Phase, bestätigten sowohl ADA-Insolvenzverwalter Dr. Jörg Nerlich als auch ein Ricoh-Sprecher gegenüber ChannelPartner: "Ricoh Deutschland befindet sich derzeit in Gesprächen über die Übernahme des operativen Geschäfts des IT-Dienstleisters ADA - Das SystemHaus GmbH (ADA)."
Ob es Nerlich gelingen wird, im Zuge der von ihm von Anfang an geplanten übertragenen Sanierung alle 1.040 Arbeitsplätze und die insgesamt 12 Standorte zu erhalten, ist noch offen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wollte keine der beteiligten Parteien dazu eine Stellungnahme abgeben.
Für die angeschlagene ADA hatte der Insolvenzverwalter bereits Ende April mehrere konkrete Angebote potenzieller Interessenten auf dem Tisch, darunter ausschließlich "strategische Investoren, keine Finanzinvestoren", wie Nerlich mehrfach betont hatte. Mehr ließ er bislang zu den Interessenten nicht durchblicken.
Anfang März musste das Willicher Systemhaus ADA wegen drohender Zahlungsunfähigkeit den Gang zum Insolvenzgericht antreten. Am 1. Juni wurde das Insolvenzverfahren eröffnet.
Auslöser für den - angesichts der guten Geschäftszahlen anderer Systemhäuser - eher überraschenden Schritt: Ein sehr großer Endkunde hatte sich entschlossen, künftig mit einem Wettbewerber der ADA zusammenzuarbeiten. In die Projekte dieses Kunden waren sehr viele Mitarbeiter eingebunden. Branchenkenner vermuten, bei diesem Großkunden handele es sich um den Direktversicherer Ergo, einer der ehemaligen Muttergesellschaften der ADA. Ergo habe sich für ein namhaftes Systemhaus aus Kerpen als künftigen IT-Dienstleister entschieden.
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