Event-Spam
Auch im Oktober und November 2009 setzte sich der Trend fort, Spam und Malware mit Bezug zu aktuellen Ereignissen zu verbreiten. Insbesondere Halloween führte zu massiven Spam-Kampagnen. Auch das Thanksgiving-Wochenende mit den vor allem in den USA beliebten Shopping-Tagen "Black Friday" und "Cyber Monday" waren Anlass für Spam-Wellen. Sehr früh startete 2009 der Weihnachts-Spam: Bereits Mitte November tauchten die ersten Wellen auf.
Herkunftsländer
Als größte Spam-Quelle etablierte sich mit deutlichem Abstand Brasilien. Im November 2009 kamen 16,7 Prozent aller Spam-E-Mails von dortigen IP-Adressen. Dies deutet darauf hin, dass der Anteil von Botnets gekaperter Rechner in Brasilien besonders hoch ist. Auf Platz zwei lag Vietnam mit 8,1 Prozent, auf Platz drei Indien mit 5,4 Prozent, gefolgt von Russland (5,3 Prozent) und Südkorea (4,6 Prozent). Deutsche IP-Adressen waren für 3,4 Prozent des Spams verantwortlich (Platz acht) - im Oktober waren es noch 4,9 Prozent (Platz fünf).
Viren
Im Bereich der Viren-E-Mails verzeichneten eleven-Experten einen Trend zu kurzen - maximal 48 Stunden andauernden - aber umso größeren Wellen, die innerhalb kürzester Zeit zu einer Verzehnfachung des Virenaufkommens führen können. Die "Viren-Hitparade" im Oktober und November 2009 wurde angeführt von den Trojanern DTR/Crypt.XPACK.Gen (32,2 Prozent) und DTR/Crypt.ZPACK.Gen (31,4 Prozent), die zusammen zwei Drittel des gesamten Virenaufkommens ausmachten. Bei beiden handelt es sich um Varianten des Bredolab-Trojaners, der als so genannter Backdoor-Trojaner mit jedem Systemstart aktiviert wird und dessen Aufgabe es ist, immer wieder neue Schadsoftware auf das infizierte System zu laden.
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Auf Platz drei lag mit DTR/Sasfis (12,58 Prozent) ein weiterer Backdoor-Trojaner. Er wurde beispielsweise in E-Mails verbreitet, die vorgaben, den Empfänger über die Deaktivierung seiner Mailbox zu informieren. Führender Nicht-Trojaner bleibt mit DWORM/NetSky.P ein Vertreter der bereits seit 2006 aktiven NetSky-Familie. (rw)
















