Millionen zu verschenken?

Für den Fall, dass in einer Mail Geld angeboten wird, rät Ziemann: „Suchen sie nach dem Betrag. Sind es mehrere Millionen, erübrigen sich weitere Überlegungen“. Dann sei es ein Betrugsversuch, auch Scam genannt. Informationen über Hoaxes, Scams und Online-Mythen gibt es auch auf der Homepage des Kielers Stephan Ehlert, hoaxbusters.de.

Jörg Kramer, Informatiker im Rechenzentrum der Universität Karlsruhe, betrachtet Hoax-Mails heute nur noch als Randerscheinung. „Früher waren Hoaxes stärker im Umlauf. Heute ist Phishing ein ganz großes Problem.“ Es gebe beispielsweise Mails, die angeblich von einer Bank kommen und so gestaltet sind, dass sie nicht im Spam-Filter hängen bleiben. „Üblicherweise werden die Leute in solchen Mails aufgefordert, ihre Geheimzahlen irgendwo einzugeben.“

Kramer empfiehlt Benutzern, beim Online-Banking generell darauf zu achten, dass sie sich wirklich auf der Seite ihrer Bank befinden. Am Anfang der Adresszeile im Browser solle außerdem „https“ stehen und nicht „http“. Das bedeutet, dass die Webseite verschlüsselt ist. Nur wenige Betrüger leisten sich eine Verschlüsselung. Hundertprozentige Sicherheit gebe es zwar nie, so Kramer. „Aber es ist sinnvoll, Betriebssystem und Virenscanner auf dem neuesten Stand zu halten.“

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