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10.08.2005 | 11:55 Uhr

Wer macht das Rennen ums Heimnetz?

Die Popularität von Heimmetzen wächst. Doch welches Gerät wird in Zukunft das Herzstück dieser Netze? Der PC oder der DVD-Rekorder? Zur Überraschung der Branche - vor allem der IT-Industrie - sieht Marktforscher Gartner im DVD-Rekorder den klaren Sieger im Kampf ums digitale Wohnzimmer. Laut einer neuen Studie werden DVD-Rekorder bis 2010 die zentrale Rolle im Heimnetzwerk spielen.

Die Frage nach dem Warum ist leicht geklärt: Schon heute sind immer mehr DVD-Rekorder netzwerkfähig und mit kabelgebundenen oder wireless Ethernet-Ports ausgestattet. Geräte der gehobenen Ausstattung sind in der Lage, Audio- und Video-Daten aus dem Internet zu komprimieren, zu verwalten und an die notwendigen Ausgabegeräte wie Hifi-Anlage, MP3- und Multimedia-Player, Fernseher oder Beamer zu verteilen.

Sie "verstehen" sich natürlich auch mit dem PC. Dieser eignet sich bestens als Daten-Container. Er ist den meisten Consumern aber immer noch zu kompliziert und somit nicht Wohnzimmer-tauglich. Auch benötigt er zum Dekodieren eines DVD-Films laut Gartner die komplette Leistungsfähigkeit eines 2 GHz Prozessors, während ein spezieller Multimedia-Prozessor in einem DVD-Abspielgerät bereits mit 200 MHz auskommt.

Vergleicht man die Halbleiterkosten in einem PC mit dem in einem DVD-Player, ist der PC somit 86 Prozent teurer.

Anders als PCs können CE-Produkte auch leichter installiert und genutzt werden und benötigen - wenn überhaupt - seltener neue Software und Treiber.

Deshalb ist Gartner aufgrund der Studie sicher, dass sich spätestens bis 2010 der DVD-Rekorder mit integrierter Festplatte, PVR-Funktionalität (Personal Video Recorder) und LAN-Verbindungen zum Home-Multimedia-Server gemausert hat. (go)

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