11.02.2008 | 11:27 Uhr

Test

Intel Skulltrail-Board D5400XS mit zwei Quad-Core-CPUs

Mehr Prozessor-Power im Desktop geht momentan nicht: Intels "Skulltrail"-Plattform erlaubt den parallelen Einsatz von zwei Quad-Core-CPUs und vier Grafikkarten. Für diesen Test hat die PC-Welt die Skulltrail-Hauptplatine Intel "D5400XS" mit den zwei 3,2-GHz-Vierkernern "Core 2 Extreme QX9775" bestückt.

Von Michael Schmelzle, PC-Welt

Testbericht

Zu den Besonderheiten der Skulltrail-Plattform gehören die beiden Nvidia-Chips namens "Nforce 100 MCP". Sie bringen 32 zusätzliche PCI-Express-Datenleitungen sowie SLI-Unterstützung mit: Damit kann Intel auf der hauseigenen Skulltrail-Hauptplatine D5400XS vier 16x-PCI-Express-Steckplätze unterzubringen und diese auch jeweils 16fach elektrisch anzusteuern. Da die beiden Nforce 100 MCP im Dauerbetrieb recht heiß werden, versieht Intel die zwei Nvidia-Chips mit einem Kühlkörper samt Lüfter - ursprünglich war eine passive Kühllösung für die MCPs geplant.

Obwohl Quad-SLI, also der parallele Betrieb von vier Nvidia-Grafikkarten im SLI-Modus technisch möglich wäre, will Nvidia die Grafikkartentreiber nicht für Skulltrail anpassen. Laut Aussage von Nvidia ist Quad SLI aber möglich, wenn zwei Grafikkarten zum Einsatz kommen, die jeweils zwei Nvidia-Grafikchips beherbergen. AMD sperrt sich hingegen nicht und will im Catalyst-Treiber "Crossfire" mit bis zu vier Grafikkarten frei schalten.

Intels Skulltrail-Plattform basiert auf dem Server-Chipsatz 5400, Codename Seaburg, der zwei Prozessor-Steckplätze für den Sockel 771 unterstützt. Beim 5400-Chipsatz arbeitet der Front Side Bus mit 400 (effektiv 1600) MHz. Den voll gepufferten DDR2-Speicher (FB-DIMM) bindet er mit 400 MHz ins System ein. Fully Buffered Speicher kostet allerdings dreimal so viel wie herkömmliches DDR2-800, was die Plattformkosten in die Höhe treibt.

Skulltrail-Hauptplatine Intel D5400XS

Die D5400XS-Hauptplatine von Intel im E-ATX-Format (305 x 330 Millimeter) sieht für jeden der vier FB-DIMM-Steckplätze einen eigenen Speicherkanal vor. Sowohl die Speichertaktraten wie auch die RAM-Spannung lassen sich im Bios der D5400XS manipulieren - ideal fürs Übertakten. Die maximale Ausbaustufe beträgt 8 GB Fully Buffered PC800- oder PC667-DDR2-SDRAM (4 x 2 GB). Es ist allerdings nicht ganz billig, die D5400XS mit 2-GB-Modulen komplett zu bestücken: PC800-Speicheriegel mit 2 GB sind momentan noch nicht erhältlich und vier PC677-Module mit insgesamt 8 GB Kapazität schlagen derzeit mit mindestens 400 Euro zu Buche.

Neben den vier 16x-PCI-Express-Steckplätze, die allerdings nur den Standard PCI-Express 1.1 erfüllen, besitzt die Intel D5400XS noch zwei PCI-Steckplätze gemäß Version 2.3. Wie Sie in der nebenstehenden Abbildung erkennen, liegen die PCI-Slots in unmittelbarer Nachbarschaft der beiden primären PCI-Express-Steckplätze. Sind letztere mit breiten Zwei-Slotblech-Grafikkarten wie beispielsweise der Geforce 8800 GTX oder GTS bestückt, lassen sich die PCI-Steckplätze überhaupt nicht nutzen.

Immerhin bietet die D5400XS-Hauptplatine noch einen Anschluss für zwei IDE-Laufwerke sowie üppige sechs SATA-300-Port inklusive zwei eSATA-Buchsen. Hinzu kommen zehn USB-2.0-Ports, zwei Firewire-Anschlüsse und eine 10/100/1000-MBit-Netzwerkbuchse. Bereits im Chipsatz integriert ist ein HD-Audiochip für 7.1-Raumklang mit einem optischen S/PDIF-Ausgang und den fünf üblichen Klinkenstecker-Buchsen.

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