Ratgeber Solid State Disk
Alles, was Sie über SSDs wissen müssen
Lesen Sie, warum SSDs die Speichertechnik der Zukunft sind, wo die Vorteile liegen und auf was Sie beim Kauf achten sollten.
von Nico Stamp (SSD-Experte der OCZ Technology Group)
SSDs sind derzeit ein wichtiges Thema in der weltweiten IT-Branche. Denn nach der Vorstellung der Festplatte durch IBM im Jahr 1956 steht nun mit der SSD ein legitimer Nachfolger bereit. Wer jedoch mit der neuen Speichertechnik und der Anschaffung eines solchen Laufwerks liebäugelt, kann sich leicht im Dickicht unzähliger Angebote, Formate, Anschlüsse und Fachausdrücken wie TRIM, MLC, HSDL oder IOPS verfangen. Wie findet man überhaupt die passende SSD und worauf sollte man beim Kauf achten? Lesen sie hier die Antworten. Der SSD-Experte der OCZ Technology Group, Nico Stamp, erklärt die neue Technik im Detail und gibt Tipps, wie Sie die richtige SSD für jede Anwendung finden.
Was ist eine SSD?
Hinter der Abkürzung "SSD" steht eine Flash-Speichertechnologie, die langfristig die herkömmliche Festplatte ablösen wird. SSD bedeutet "Solid State Disk" oder auch "Solid State Drive", was im Deutschen etwa mit "Festkörperlaufwerk" oder auch "Halbleiterlaufwerk" übersetzt werden könnte. Ein SSD-Laufwerk kann wie eine herkömmliche magnetische Festplatte in den Rechner eingebaut und angesprochen werden. Eine SSD verwendet jedoch Halbleiter-Speicherbausteine und verzichtet damit auf bewegliche Teile wie sie in herkömmlichen Festplatten verwendet werden. Die Informationen werden bei einer SSD auf Flash-Bausteinen abgelegt. Das ist ein nichtflüchtiger Massenspeicher, wie wir es bereits von Speicherkarten, USB-Sticks oder MP3-Playern kennen. Nichtflüchtig bedeutet, dass der Speicher nicht dauerhaft mit Strom versorgt werden muss, um die gespeicherten Daten behalten zu können. Dadurch können Computer, welche eine SSD verwenden, ebenso wie ein Computer mit Festplatte, einfach ausgeschaltet werden, ohne dass Informationen verloren gehen. Beim nächsten Start sind alle Daten wieder vorhanden. Der Arbeitsspeicher (RAM) des Computers ist dagegen ein flüchtiger Speicher. Schaltet man den Computer aus, gehen alle Informationen verloren, die sich im Arbeitsspeicher befinden.
Was sind die Vorteile einer SSD gegenüber einer HDD?
Anders als bei magnetischen Festplatten gibt es bei SSDs keine beweglichen Teile. In einer SSD läuft der Speichervorgang rein elektronisch ab. Man könnte sich eine SSD technisch gesehen wie einen überdimensionierten USB-Stick vorstellen. Durch den Wegfall der empfindlichen Motorlagerung und Lese-Schreib-Mechanik von Hard Disk Drives (HDDs) ergibt sich eine deutlich verbesserte Stoßfestigkeit und qualifiziert SSDs damit gerade auch für den mobilen Einsatz. Die Flash-Laufwerke überstehen Stürze und Stöße mit Krafteinwirkungen von bis zu 1500G. Die Vorteile einer SSD gegenüber herkömmlichen Festplatten sind demnach im Wesentlichen die mechanische Robustheit, sehr kurze Zugriffszeiten, ein lautloser Betrieb, ein geringeres Gewicht, ein niedriger Energieverbrauch und dadurch weniger Abwärme, was vor allem Notebooks zu Gute kommt und die Akkulaufzeit verlängert.
- Seite 1: Alles, was Sie über SSDs wissen müssen
- Seite 2: Welche Anschlüsse und Formate haben SSDs?
- Seite 3: Welche Transferraten erreichen SSDs?
- Seite 4: Was ist der Unterschied zwischen MLC und SLC?
- Seite 5: Welche Funktion haben Controller und Firmware?
- Seite 6: Was bedeutet TRIM-Support?
- Seite 7: Was versteckt sich hinter Garbage Collection?
- Seite 8: Was ist ein "Bad Block Management"?
- Seite 9: Was bedeutet ECC-Fehlerkorrektur?
- Seite 10: Was sind IOPS?
- Seite 11: Wofür steht MTBF?
- Seite 12: Was ist ein Supercap?
- Seite 13: Wofür steht RAID?
- Seite 14: Warum ist der 4KB Random Write-Benchmark so wichtig?
- Seite 15: Wie finde ich die richtige SSD?
- Seite 16: Auf was sollten Anwender beim Kauf besonders achten?
- Seite 17: Fazit: SSD wird Festplatten ablösen
Anzeige








