DDR3 setzt sich durch
Nach dem extremen Preisverfall für DDR2-Speicher Anfang 2009 setzt sich nach Ansicht von Tu und Marhöfer der Aufwärtstrend im RAM-Markt 2010 fort. Dabei wird sich der Schwerpunkt von DDR2 auf DDR3 verschieben. "Der DDR3-Markt steigt zurzeit sehr stark an", sagt Marhöfer. Tu schätzt, dass die DDR3-Auslieferungen im zweiten Quartal 2010 mehr als die Hälfte des weltweiten DRAM-Marktes ausmachen werden. Bis Ende des kommenden Jahres sollen nach einer Prognose von DRAMeXchange 90 Prozent aller verkauften PC-Systeme DDR3 unterstützen.
Fachhändler sollten DDR2 jedoch nicht aus dem Sortiment nehmen, rät Marhofer: "Der Aufrüstmarkt lebt nach wie vor". Sogar DDR-RAM habe noch einen erheblichen Marktanteil: "Es sind einfach viele, viele Systeme draußen." Bei den Preisen für DDR2 erwartet Marhöfer zwar leichte Korrekturen nach unten, aber keine signifikanten Einbrüche mehr: "Wir haben wieder ein Niveau erreicht, wo das Verkaufen Spaß macht."
Virtualisierung beflügelt Speichermarkt
Während Server-Virtualisierung den meisten Hardware-Herstellern sinkende Umsätze bescheren dürfte, können RAM-Hersteller davon profitieren. "Kunden, die virtualisieren wollen, greifen verstärkt zu Kits mit 16 GB Kapazität oder mehr", sagt Marhöfer Da solche Kits verhältnismäßig teuer sind, werde Arbeitsspeicher in einem Virtualisierungsprojekt oft zum größten Hardware-Posten. "Hier lassen sich erhebliche Einsparungen erzielen, wenn man statt den RAM-Bausteinen der Server-Hersteller unseren Speicher verwendet." (haf)
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