Es scheint Teil unserer kriegerischen Ader als Menschen zu sein, dass wir große Krieger und Eroberer bewundern. Interessanterweise wird den Königen, Kaisern, Präsidenten und anderen Persönlichkeiten, die ihren Völkern Wohlstand und ein friedliches Zusammenleben ermöglichten, relativ wenig Beachtung zuteil. Vom Hollywood-Gesichtspunkt aus könnte man sagen, dass ihr Leben nicht genug Story enthält.

Müssen Führungskräfte ihre Mannschaft mit solcher Härte behandeln, wie es Kapitän Bligh von der Bounty getan hat? Sollten sie in ihrer Redegewandtheit Cicero übertreffen? Benötigen sie so viel Charisma wie John F. Kennedy? Ist so viel Gewalt nötig, wie sie Karl der Große gegen die Sachsen einsetzte? Oder sollte man als Führungskraft besser ein zweiter Ghandi sein?

Anti-Führungsqualitäten

Analysiert man die großen "Führer" der Vergangenheit, treten einige Qualitäten zu Tage, die definitiv nicht zu den wirklichen Führungsqualitäten zählen. Eine davon ist Volksverhetzung, bei der man eine Gruppe von Menschen gegen eine andere aufwiegelt und so destruktive Handlungen auslöst. Manipulation und Betrug sind ebenfalls keine Führungsqualitäten, genauso wenig wie destruktive Gewalt.

Man kann das Fehlen von Führungsqualität bei einer Person in leitender Stellung auf lange Sicht immer daran erkennen, dass ihre Aktionen mehr Chaos als Ordnung schaffen und die Mehrheit darunter zu leiden hat.

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