Fujitsu Siemens streicht SBS-Stellen
Binnen eines Jahres soll die vom Siemens-Konzern übernommene 5.000 Mitarbeiter zählende Sparte Computerwartung in die Gewinnzone kommen, hat sich der Computerhersteller Fujitsu Siemens vorgenommen. Die Konsequenz: Es werden in der Abteilung eine noch nicht bekannte Zahl Arbeitsplätze gestrichen. Das kündigte Konzernchef Bernd Bischoff auf der Cebit an. "5.000 Mitarbeiter sind für 1,2 Milliarden Euro Umsatz zu viel", rechnete Bischoff vor. Die Abteilung soll bei geringeren Kosten höhere Umsätze und höhere Margen erzielen. Er skizzierte als Vorteil der Übernahme der Abteilung Computerwartung: Fujitsu Siemens könne künftig neben Produkten auch Dienstleistungen anbieten.
Das Joint Venture von Fujitsu und Siemens übernimmt die Abteilung vom defizitären Siemens-IT-Dienstleister SBS offiziell am 1. April.
Bischoff sagte weiter, ein Stellenabbau in den deutschen Fertigungsstätten des Unternehmens werde es vorerst nicht geben: "Im Moment sind keine Entlassungen in unseren deutschen Fertigungsstätten geplant." Fujitsu Siemens lässt in Augsburg und im thüringischen Sömmerda Computer fertigen.
Bischoff warnte auch vor einem drohenden, weiteren Preisverfall bei IT-Geräten für den Privatmarkt. Die "Kunden kaufen nicht mehr vier bis fünf Geräte, sondern nur eines, in dem dann alles integriert ist", sagte er. Aktuell gäben die Preise durchschnittlich um zehn Prozent jährlich nach. Das Verschmelzen von Geräten wie Personal Computern, Fernsehern, Telefonen oder Musikanlagen ziehe nach sich, dass nach einer kurzen Anbieterschlacht sich eine Reihe von Anbietern aus diesem Markt verabschieden werde müssen. (wl)
















