Green-IT: Wer oder was ist "Energy Star"?
Der Energy Star ist eine Initiative der amerikanischen Umweltbehörde "Environmental Protection Agency" (EPA) und wird als Qualitätssiegel in den USA schon seit 1993 an Bürogeräte in verschiedenen Produktgruppen verliehen. Im Jahr 2002 wurde das Label auf Basis einer EU-Verordnung auch in Europa offiziell eingeführt. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) koordiniert die Umsetzung des Energy Star Programms auf nationaler Ebene. Das Gütezeichen kennzeichnet energiesparende PCs, Bildschirme, Drucker, Faxgeräte, Kopierer, Scanner und Multifunktionsgeräte.
Grundlage für die Vergabe des Energy Star ist der Stand-by-Verbrauch, der einen festgelegten Grenzwert nicht überschreiten darf. Darüber hinaus müssen zertifizierte Systeme über einen voreingestellten Energiesparmodus verfügen, der bei längeren Arbeitspausen aktiviert wird. Zum 1. April 2007 wurden die Vergabekriterien von der EPA und der Europäischen Kommission überarbeitet und an den technischen Fortschritt angepasst.
Bisher begrenzten die Kriterien des Energy Star für Computer nur deren Leistungsaufnahme im Ruhezustand. Diese Anforderungen wurden von einer großen Anzahl der auf dem Markt verfügbaren Geräte eingehalten. Mit der Einführung der neuen Spezifikationen wird zwischen verschiedenen Kategorien von PC und Notebooks nach deren Ausstattungsmerkmalen unterschieden. Diese dürfen in den drei Betriebszuständen Idle (Leerlauf), Ruhemodus und Stand-by-Modus (Aus-Zustand) bestimmte Leistungsaufnahmen nicht überschreiten.
Für PC heißt das zum Beispiel, dass im ausgeschalteten Zustand maximal zwei Watt verbraucht werden dürfen. Geräte der Kategorie B, die zum Beispiel einen Mehrkernprozessor und mindestens einen Gigabyte Hauptspeicher haben, dürfen im Leerlaufbetrieb höchstens 65 Watt aufnehmen.
Um die Energieeffizienzkriterien des Energy Star zu erfüllen, müssen Computer zudem mit voreingestellten Stromsparfunktionen ausgeliefert werden. So soll der Bildschirm nach 15 Minuten Inaktivität abgeschaltet werden, nach 30 Minuten muss das System in den Ruhemodus übergehen. Ein neuer Bestandteil ist die Anforderung, dass integrierte Netzteile einen Wirkungsgrad von mindestens 80 Prozent aufweisen müssen und das nicht nur bei Volllast, sondern auch im häufig auftretenden Teillastbereich.
Die Energy Star-konformen Modelle sind in der Energy Star-Datenbank im Internet abrufbar. Über eine Suchfunktion lassen sich Systeme nach bestimmten Leistungsanforderungen selektieren. Ein "Energierechner" berechnet die Höhe der Stromkosten sowie die Gesamtunterhaltskosten. Zusätzlich finden sich auf den Seiten Hintergrundinformationen und Argumente für den Erwerb von Bürogeräten mit niedrigem Energieverbrauch sowie Erklärungen zur Einstellung des sparsamsten Betriebsmodus und dessen optimaler Nutzung. (go)









